Funktionsweise einer Ölheizung

Ein Heizkessel, ein Ölbrenner, eine Pumpe und ein Tank – diese Bestandteile gehören zu einer funktionstüchtigen Ölheizung.

(mb) Die Ölheizung ist den Warmwasserheizsystemen zuzuordnen. Als Zentralheizung sorgt sie für die Energieumwandlung in ein oder mehreren Räumen durch eine Fernheizung. Das Herzstück der Heizungsanlage ist ein mit Öl betriebener Heizkessel. In diesem Kessel wird Wasser zwischen 30 °C und 100 °C erhitzt und durch Vorlauf-Rohrsysteme in die Heizkörper gepumpt, wo die Wärme abgegeben wird. Das Wasser fliesst abgekühlt über das Rücklaufsystem zum Kessel zurück, wo es erneut erhitzt wird. Dieser Kreislauf wird durch eine Umwälzpumpe beschleunigt. Die durch die Ölverbrennung entstandenen Abgase werden durch den Kamin freigesetzt. Besonders effiziente Systeme – die kondensierenden Heizkessel – nutzen zusätzlich die in den Abgasen enthaltene Wärme. Gemäss den Empfehlungen der kantonalen Energiedirektoren gelten diese schweizweit als gesetzliche Minimalpflicht.

Heizkörper

Als Heizkörper gelten Radiatoren in den Räumen oder Rohrsysteme für Boden- und Wandheizungen. Seltener installiert man Deckenheizsysteme. Diese haben den Vorteil, dass sie im Sommer zur Kühlung der Räume eingesetzt werden können. Sie eignen sich deshalb vor allem für Bürogebäude.

Regulierung

Das System sorgt für optimale Wärme zur gewünschten Zeit im richtigen Raum. Die Einstellung orientiert sich an der Aussentemperatur, welche die Innenwärme reguliert. Die Raumtemperatur stellt man mit Thermostaten, die an den Radiatoren angebracht sind, ein. Auch bei der Boden- oder Wandheizung ist die Grundtemperatur durch einen Thermostaten zu bestimmen.

Standort

Stand die Ölheizungsanlage früher meist im Keller, kann man sie heute auch an die Wand hängen: Die moderne Technologie hat entsprechend kleine Systeme hervorgebracht. Dazu gehören Wandgeräte oder Etagenheizungen.

Einstellung

Die Regelung der Heizungsanlage erfolgt automatisch über die Heizkurve; diese bestimmt abhängig von der Aussentemperatur das Wärmelieferungsprogramm. Bei Inbetriebnahme ist jeweils eine Standard-Voreinstellung ausgeführt, die danach an die effektiven Betriebsanforderungen anzupassen ist. In der Heizkurve wird der Startpunkt bestimmt, ab wann die Heizanlage in Betrieb gesetzt werden soll. Dieser Fusspunkt ist mit dem Dämmstandard des Gebäudes abzustimmen. Zudem gibt die Heizkurve vor, um wie viel Grad die Vorlauftemperatur geändert werden soll, wenn die Aussentemperatur steigt oder sinkt. Ausserdem lässt sich die Nachtabsenkung über die Heizkurve einstellen.

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