Günstig Heizöl kaufen

Noch vor ein paar Jahren galt es, den Heizöltank im Sommer zu einem günstigen Preis zu füllen. Das ist nicht mehr so; am besten wird die Preisentwicklung stetig mitverfolgt.

Während Hausbesitzer früher üblicherweise im Frühjahr oder Sommer den Tank füllten, gibt es heute für ein solches Vorgehen keinen Grund mehr.
Während Hausbesitzer früher üblicherweise im Frühjahr oder Sommer den Tank füllten, gibt es heute für ein solches Vorgehen keinen Grund mehr.

(knü) Heizöl ist – im Vergleich zu früheren Jahren – teuer geworden. Noch Ende der 90er Jahre kosteten 100 Liter um 30 Franken, nach einer mehrjährigen Hausse lag der Preis zuletzt bei mindestens 80 Franken. Zur generellen Steigerung sind aber auch stärkere Schwankungen dazu gekommen: «Eigenheimbesitzer beobachten am besten selber laufend die Preise und die Entwicklung», rät Kurt Rüegg, Geschäftsführer des Branchenverbandes Swissoil. In letzter Zeit seien die Preisschwankungen so massiv, dass fast keine grundsätzliche Regel mehr abgeleitet werden kann. Anfang 2015 war das Heizöl zum Beispiel billiger als in den Sommermonaten; übers Jahr pendelten sich die Preise zwischen 65 und 83 Franken ein.

Verfolgt werden kann die Preisentwicklung in den Medien, ausserdem geben mitunter auch Brennstoffhändler auf Anfrage Tipps. Beim Schweizerischen Hauseigentümberverband kann ein Dienst abonniert werden, der automatisch informiert, sobald der Heizölpreis unter ein definiertes Niveau gefallen ist. Doch aufgepasst: Warten alle Hausbesitzer den günstigsten Moment gleichzeitig ab, kann es im Bedarfsfall zu Lieferschwierigkeiten kommen. So warnten zu Beginn der Heizsaison 2006/2007 diverse Lieferanten vor möglichen Kapazitätsengpässen bei der Logistik.

Politische Weltlage beeinflusst den Preis

Die Preisschwankungen entstehen durch das Spiel von Angebot und Nachfrage und die politische Weltlage. Solange es vor allem in den Erdöl fördernden Ländern des nahen Ostens Krisen gibt, bleibt das Öl laut Kurt Rüegg eher teuer. Aber: «Wenn sich die Lage beruhigt, gehen die Preise für Rohöl und damit auch fürs Heizöl erfahrungsgemäss zurück.»

Ausserdem lohnt sich der Vergleich bei verschiedenen Anbietern. Die Bandbreite der Preise liegt gemäss Rüegg bei plus/minus 5 Prozent. Mitglieder des Hauseigentümerverbandes erhalten bei einigen Händlern Rabatt. Zudem ist es möglich, über so genannte «Pool»-Bestellungen das Heizöl zu Grossabnehmerpreisen zu erhalten. Was die Qualität betrifft, sind in der ganzen Schweiz zwei Sorten Heizöl erhältlich: Das so genannte «extraleicht» (Standardqualität) und das Öko-Heizöl mit einem geringeren Schwefelgehalt. Letzteres ist mit etwa 3 Franken mehr pro 100 Liter ein bisschen teurer.

ImagePoint (karpi.ch) Artikel drucken