Ölqualität

Die Heizölqualität hat Einfluss auf die Schwefelbelastung. Die Grenzwerte sind in der Luftreinhalteverordnung definiert.

(mb) Bei der Verbrennung von Heizöl werden Abgase freigesetzt, die Wasserdampf und Schadstoffe enthalten. Die Ölqualität muss deshalb gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Diese sind in der Luftreinhalteverordnung (LRV) festgelegt. Im Jahr 1999 wurden die Anforderungen an Heizöle angepasst und die Heizölsorten neu bezeichnet. Die aktuellen Qualitätsrichtlinien hat die Schweizerische Normen-Vereinigung definiert. Auf dem Markt sind folgende zwei Qualitäten von Heizöl erhältlich:

Euro-Heizöl (Standard-Qualität)

Dieses Heizöl erfüllt die Anforderungen der LRV und entspricht in den Hauptspezifikationen dem Heizöl nach DIN (Deutsche Industrienorm). Es wird für konventionelle Anlagen (ohne so genannte Low-NOx-Brenner) und für Low-NOx-Brenner ab 50 kW Leistung empfohlen.

Öko-Heizöl (CH-Qualität)

Dieses Heizöl ist als CH-Qualität spezifiziert und kostet etwas mehr als das Standard-Öl. Es weist einen niedrigeren Schwefelgehalt auf. Der Stickstoffgehalt ist mit 100 mg/kg limitiert. Öko-Heizöle sind deshalb bezüglich Lufthygiene geeigneter. Dieser Brennstoff empfiehlt sich für alle Anlagen, speziell aber für so genannte Low NOx-Brenner bis zu einer Leistung von 50 kW.

Tipps zur Lagerung

  • Licht- und Wärmeeinfluss verändern die Heizölqualität. Kunststofftanks sollten deshalb dagegen geschützt werden.
  • Bei grösseren Tanks sollte das Tankvolumen einen Dreijahresbedarf nicht übersteigen. Die Alterung des Heizöls kann durch einen regelmässigen Ölumschlag begrenzt werden.
  • Der Tank sollte alle zehn Jahre durch eine Fachfirma gereinigt werden.
  • Wer von Euro- auf Öko-Qualität umstellt, sollte zuvor den Tank aufbrauchen und innen reinigen.

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