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Heizen mit Wandheizungssystemen

Gezielt und sparsam heizen – und dies bei angenehmer Wärmestrahlung: Die Wandheizung eignet sich sowohl für Neubauten als auch für Renovationen älterer Häuser.

Ein Wandheizsystem mit Fertigelementen aus Lehm - und der fertiggebaute Raum.
Ein Wandheizsystem mit Fertigelementen aus Lehm – und der fertiggebaute Raum.

(msm) Die Wirkung einer Wandheizung sei am Beispiel der Wintersonne gut zu beschreiben, sagt Werner Aeschlimann, Geschäftsführer der Berner Firma Ökobaumarkt: «Obwohl die Luft kalt ist, wärmen Sonnenstrahlen auf eine angenehme Weise.» Dies sei denn auch die hervorragendste Eigenschaft einer Wandheizung: Der Strahlungsanteil der Wärme liege bei etwa 80 Prozent, der Anteil an konvektiver Wärme – bei der die Luft wegen unterschiedlicher Temperaturen zirkuliert – sei dagegen gering. Bei Bodenheizungen sei das Verhältnis ungefähr halb-halb, bei Radiatoren sei der konvektive Anteil deutlich höher.

Heizenergie einsparen

Die Konsequenz: «Mit einer Wandheizung kann die Lufttemperatur 2° C weniger betragen als mit einer herkömmlichen Heizung», sagt Aeschlimann. Das liege daran, dass sich durch die Strahlungswärme die verschiedenen Körper im Raum ebenfalls erwärmten und die Heizung so unterstützten. Zusätzliches Sparpotenzial besteht laut Aeschlimann bei Wandheizungselementen aus Lehm: Diese speichern durch ihr hohes Eigengewicht von 1500 kg pro Kubikmeter die Wärme besser, womit sogar 3° C weniger möglich seien. Rechnet man mit einer Einsparung von 6% pro Grad, bräuchte es 18% weniger Heizenergie.

Fertigelement, ein so genanntes Register und die einzelnen Rohre und Zahnschienen.
Fertigelement, ein so genanntes Register und die einzelnen Rohre und Zahnschienen.

Wandheizungen bestehen aus einem Kunststoff-Alu-Verbundrohr, das in fixen Elementen verlegt – wie erwähnt z.B. in Lehm eingebettet – oder auch am Stück gekauft werden kann. Wer die individualisierte Lösung bevorzugt, kann die Rohre mithilfe von so genannten Zahnschienen den Bedürfnissen entsprechend biegen und verlegen. Das Ganze muss schliesslich etwa 3 bis 3,5 cm  dick verputzt werden.

Heizung, Schallschutz, Wärmeschutz

Ein weiterer Vorteil vor allem gegenüber den Radiatoren ist aus Sicht von Werner Aeschlimann die tiefe Vorlauftemperatur. Während bei der herkömmlichen Lösung 60 – 70º C notwendig sind, kommt die Wandheizung mit rund der Hälfte davon aus. Eine Voraussetzung ist aber, dass die Wand gegen aussen eine gute Dämmung aufweist. Dafür bietet dieses alternative Heizsystem weitere Pluspunkte wie zusätzlichen Schallschutz und im Sommer einen Wärmeschutz. Auch eine Kombination mit der Wärmenutzung im Boden ist sinnvoll: Etwa indem der Rücklauf der Wandheizung durch den Boden verläuft.

Beispiel für den Einsatz eines Wandheizsystems in einem Altbau.
Beispiel für den Einsatz eines Wandheizsystems in einem Altbau.

Im Übrigen könnten Wandheizsysteme praktisch überall eingesetzt werden, sagt Aeschlimann. Bei Altbausanierung wie im Neubau, in massiven und in Holzgebäuden. Bilder dürften immer noch aufgehängt werden, und um einen Schaden durch ein kaputtgebohrtes Heizungsrohr zu vermeiden, kann dieses mit fein versprühtem Wasser oder einer Thermofolie sichtbar gemacht werden – oder die Bilder werden mittels Deckenschiene aufgehängt. Dass eine Wandheizung einen Defekt hat, das ist dem Baufachmann noch nie widerfahren. Und wenn dies einmal vorkommen sollte: «Eine Wandheizung ist schnell punktuell flickbar. Vor allem im Heizelement mit Lehm sähe man einen Schaden sofort, innert zwei Sekunden gibt es einen dunklen Fleck, und man kann den Hahnen zudrehen.»

Die Investition ist bei einem Wandheizsystem gemäss Aeschlimann nicht viel höher als bei einem konventionellen System mit Bodenheizung oder Radiatoren. Man müsse mit etwa 10 – 15% Mehrkosten rechnen, hauptsächlich, weil die Wandheizung 3 cm dick eingeputzt werden muss.

Zusätzliche Informationen

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