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Minergie-Module und ihre Qualitätsmerkmale

Nicht nur Gebäude können das Label Minergie tragen, sondern auch Einzelbauteile. Allerdings nur, wenn sie bestimmte Anforderungen erfüllen.

Das Minergie-Modul Sonnenschutz gewährleistet neben einer optimalen Energieeffizienz hochwertiger Qualität, die einwandfreie Funktion als Sonnen-, Blend-, Sicht- beziehungsweise Wetterschutz.
Das Minergie-Modul Sonnenschutz gewährleistet neben einer optimalen Energieeffizienz hochwertiger Qualität, die einwandfreie Funktion als Sonnen-, Blend-, Sicht- beziehungsweise Wetterschutz.

Die so genannten Minergie-Module sind Bauteile und Bauteilsysteme in Minergie-Qualität. Das heisst, dass ein konsequent mit diesen Modulen realisiertes Haus die Anforderungen des Minergie-Standards an die Gebäudehülle erfüllt. Der Einsatz von Minergie-Modulen ist nicht zwingend, das Bauen mit Modulen hat aber Vorteile: Der Qualitätsnachweis ist stark vereinfacht, indem lediglich zertifizierte Module zu evaluieren und einzusetzen sind. Zudem lässt sich mit Minergie-Modulen ein Gebäude in Etappen modernisieren.

Wand- und Dachkonstruktionen

Bei Wänden und Dächern ist die Vielfalt in der Materialisierung und im konstruktiven Aufbau besonders ausgeprägt. Das grosse Angebot erschwert zudem die Übersicht. Mit Minergie-Modulen von Wand- oder Dachkonstruktionen lässt sich die Spreu vom Weizen trennen. Diese Module erfüllen besonders relevante bauphysikalische Anforderungen.

Neubauten

Wärmedurchgangskoeffizient U (U-Wert) für Bauteile (Wärmebrücken, Übergänge und Befestigungen eingerechnet):

  • aller Bauten ausser Industrie und Lager: <0,15 W/m2K

  • Industrie und Lager: <0,20 W/m2K

Modernisierungen

Der Wärmedurchgangswiderstand (m2K/W) – vereinfacht R-Wert – des neuen Teils der Konstruktion muss grösser als 4,0 m2K/W sein. Die Bautiefe der Wärmedämmung misst – je nach Konstruktion – zwischen 15 cm und 25 cm.

Fenster

Bei Fenstern ist die Qualitätssicherung besonders wichtig: Sie schützen vor Kälteverlusten und (übermässigen) Wärmeeinträgen im Sommer. Mit einem U-Wert von höchstens 1,0 W/m²K garantieren Minergie-Fenster neben der Energieeinsparung hohen thermischen Komfort. Ein Minergie-Fenster entspricht dem gehobenen Stand heutiger Technik, insbesondere bezüglich Wärmedämmfähigkeit, Kondenswasser, Dichtheit und Schallschutz.  Zudem weist es ein gutes Preis-Leistungsverhältnis auf. Es besteht aus folgenden Komponenten:

  • Glas (eingereichte Glasstärke mit einer Toleranz von +8 mm und -5 mm)

  • Fensterrahmen und Fensterflügel (mit allen notwendigen Beschlägeteilen)

  • Anschluss Fensterrahmen-Baukörper (mit allen notwendigen Montageteilen)

  • Beschattungselemente

Die wichtigsten Anforderungen sind:

  • Wärmedämmung: Uw = 1,0 W/m2K, Ug = 0,7 W/m2K

  • Kondenswassergefährdung: Glasabstandhalter Edelstahl oder besser

  • Sonnenschutz und Tageslichtnutzung: g-Wert (beschattet, bei geschlossenem Sonnen-/Blendschutz): ≤ 0,15, Glasanteil des Fensters bezüglich der Mauerlichtfläche: ≥ 75 %

Aussentüren

Für eine gut gedämmte und dichte Bauhülle bildet die Aussentüre ein wichtiges Element. Der durch Türen verursachte Energieverbrauch ist keineswegs vernachlässigbar. Entsprechend sorgfältig sollte die Auswahl erfolgen. Zur Zertifizierung einer Türe als Minergie-Modul werden neben dem eigentlichen Türblatt die Türzarge, die Dichtungen und die Beschläge in die Bewertung einbezogen.

Die wichtigsten Anforderungen sind:

  • Wärmedämmung: U-Wert höchstens 1,2 W/m²K

  • Luftdurchlässigkeit: mindestens Klasse 3 nach EN 12207

  • Schlagregendichtigkeit: mindestens Klasse 3A nach EN 12208

  • Kondenswassergefährdung – Glasabstandhalter: Edelstahl oder besser

Leuchten

Neben der Lichtausbeute gelten bei Minergie-Leuchten die Leistung im Standby sowie die Begrenzung der Blendung als Anforderungen. Voraussetzung einer Zertifizierung sind Messprotokolle eines akkreditierten Messlabors. Seit 2014 werden nur noch LED-Leuchten neu zertifiziert. Auf der Webseite www.toplicht.ch der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (SAFE) sind die zertifizierten Produkte aufgeführt.

Sonnenschutz

Das Minergie-Modul Sonnenschutz gewährleistet neben einer optimalen Energieeffizienz (bei Herstellung und Einsatz), hochwertiger Qualität, die einwandfreie Funktion als Sonnen-, Blend-, Sicht- beziehungsweise Wetterschutz. Zwingend ist, dass die als Module zertifizierten Sonnenschutzprodukte beweglich, automatisiert und aussenliegend sind. Normen und anerkannte Vorschriften sind beim Modul Sonnenschutz berücksichtigt.

Komfortlüftung

Das Minergie-Modul erhalten Komfortlüftungen, die den Anforderungen in den Bereichen Leistungsdimensionierung, Komfort und Qualität genügen können. Als Vorgabe für den energieeffizienten Betrieb sind folgende Vorgaben einzuhalten: Die Wärmerückgewinnung überträgt mindestens 80 % der in der Abluft enthaltenen Wärme an die Zuluft. Die elektrische Aufnahmeleistung darf zudem höchstens 0,34 W/(m3/h) betragen. Ausserdem darf der Geräuschpegel im Lüftungsbetrieb den Wert von 25 dBA nicht überschreiten. Weitere Anforderungen beziehen sich auf Hygiene, darunter die Filterwirkung sowie das Reinigungskonzept.

Raumkomfort

Das Minergie-Modul Raumkomfort zeichnet Systeme für die Raumautomation (Sensorik, Logik und Aktorik) aus, die neben einer optimalen Energieeffizienz auch eine hochwertige Qualität, Sicherheit und Komfort für die Gebäudenutzer aufweisen. In Wohnbauten fokussiert das Modul insbesondere auf die energieeffiziente und automatisierte Regelung der Raumtemperatur.

Das bedeutet der U-Wert

Der so genannte U-Wert (früher K-Wert) misst die Dämmqualität eines Bauteils. Er drückt aus, wie wenig Wärmeenergie durch eine Fläche von 1 m² des betreffenden Materials fliesst, wenn der Temperaturunterschied zwischen beiden Seiten 1 Kelvin (entspricht 1 ºCelsius) beträgt. Die Energie wird in Wattsekunden angegeben. Fenster mit U-Werten von unter 1 W/m²K (Glas und Rahmen zusammen) sind gut dämmende Fenster. Bei intransparenten (opaken) Wand- und Dachkonstruktionen müssen die Werte deutlich darunter liegen (unter 0,2 W/m²K).

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