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Regenwassernutzung im Haus

Für Gartenfreunde ist Regen meistens willkommen. Aber auch Eigenheimbesitzer können davon profitieren, dass Wasser gratis vom Himmel fällt. Was für die Regenwassernutzung zu beachten ist.

Dachflächen sollten keine auswaschbaren Schadstoffe oder Schwermetalle aufweisen.
Dachflächen sollten keine auswaschbaren Schadstoffe oder Schwermetalle aufweisen.

(knü) Zur gesunden Ernährung gehören mindestens zwei Liter Wasser am Tag. Erheblich höher ist der Flüssigkeitsbedarf für die tägliche Hygiene: Über 100 Liter Wasser braucht ein Durchschnittsschweizer für Körperpflege, Kleider waschen und Geschirr spülen. Weitere 50 Liter fliessen für die WC-Spülung durch die hausinternen Rohre, registriert der Schweizerische Gas- und Wasserfachverband (SVGW). In der Regel werden die Haushalte dazu aus Trinkwasserquellen versorgt. Aber nicht jeder Verwendungszweck ist auf aufbereitetes Grund- oder Seewasser angewiesen. Gemäss Bundesamt für Umwelt (Bafu) liesse sich mehr als die Hälfte des Tagesbedarfs durch gesammeltes Regenwasser ersetzen. Letzteres würde qualitativ genügen, um damit Autos zu waschen, den Garten zu bewässern oder in der Waschküche und in Toiletten verwendet zu werden. Vor Ort braucht es dazu keine allzu aufwendige Sammelinfrastruktur, so etwa ein Kunststofftank, Filter, Pumpen sowie zusätzliche hausinterne Leitungsrohre.

Werden der durchschnittliche Wasserverbrauch eines Haushalts und die dafür zu bezahlenden Gebühren zum Vergleich herangezogen, lassen sich Regenwassernutzungssysteme bei Neubauten innerhalb von zehn Jahren amortisieren.

Regenwasser: Zusatzspeicher erforderlich

In Kombination mit einer Altbausanierung sind jedoch folgende Faktoren zu berücksichtigen. Die separaten Leitungsrohre zu installieren, kann aufwendig sein. Demgegenüber lassen sich stillgelegte Heizöltanks als Regenwasserspeicher weiter nutzen. Für Einfamilienhäuser wird ein 5’000-Liter-Volumen empfohlen. Der Verband Regenwassernutzung Schweiz (VRS) rät ausserdem, folgende Versorgungs- und Hygieneaspekte zu beachten:

  • Ein unterirdischer Wassertank muss vor Frost geschützt werden können, weshalb die Mindesttiefe bei einem Meter unter der Oberfläche liegt.

  • Ein Tank im Keller ist keine geeignete Alternative: Der Lichteinfall kann zu Algenwachstum führen.

  • Trotz Speicher ist bei einer Regenwassernutzung mit längeren Trockenperioden zu rechnen. Waschmaschine und WC sind deshalb mit doppelten Leitungssträngen zu erschliessen.

  • Dachflächen sollen keine auswaschbaren Schadstoffe oder Schwermetalle aufweisen, die sonst mit dem Regenwasser in den Tank fliessen.

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Wasserqualität: für die Waschmaschine besser

Regenwasser lokal zu nutzen, ist qualitativ manchmal sogar besser als Grundwasser, insbesondere in Regionen mit hartem Trinkwasser. Der hohe Kalkgehalt schadet sanitären Installationen und erhöht zudem den Waschmittelverbrauch. Weiches Regenwasser schont deshalb Waschmaschinen und hilft, den Schadstoffgehalt im Abwasser zu reduzieren. 

Eine gewisse Skepsis bleibt, für welche Verbrauchseinheiten sich die Regenwassernutzung lohnt: Das Bundesamt für Umwelt hält vor allem grössere Gebäude für geeignet; Büro- oder Schulhäuser liessen sich finanziell und ökologisch vorteilhaft mit Regenwasser versorgen. Bei Einfamilienhäusern spreche dagegen, damit die regionale Trinkwasserversorgung zu konkurrieren. Ein guter Grund für die eigene Regenwassernutzung sei jedoch, wenn das Trinkwasser ansonsten aufwendig aus Seewasser zur Verfügung gestellt werden muss.

Wasseraufbereitung

Ein hoher Kalkgehalt im Wasser verursacht Ablagerungen im Boiler, in der Waschmaschine oder in den Leitungen und kann die Apparaturen erheblich schädigen. Fachleute weisen daraufhin, nur hartes Wasser über 30 ºfH «aufzuweichen».

Zum Beispiel mit einem Ionentauscher: Dieser reduziert den Kalkgehalt, erhöht aber die Korrosion der Wasserleitungen. Ionenaustauschanlagen erfordern daher die Zugabe von chemischen Inhaltsstoffen und sind aus hygienischen Gründen regelmässig zu warten. Umstritten ist dagegen die Wasserenthärtung mit magnetischer Strahlung. Während Anbieter solcher Magnete auf positive Resultate verweisen, empfehlen offizielle Verbände und die Empa, die Wirkung vorgängig in einem Test vor Ort aufzeigen zu lassen.

Grundsätzlich jedoch gilt: Der Einbau von Geräten in das Rohrleitungssystem erfordert eine Bewilligung des regionalen Wasserversorgers.

Zusätzliche Informationen

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