Datenschutz

Ihr Datenschutz liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir unsere Datenschutzrichtlinie angepasst. Die neuste Version finden Sie hier. Wenn Sie auf OK klicken, stimmen Sie der neuen Datenschutzerklärung zu.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren, Werbeanzeigen masszuschneidern, Social Media-Funktionen bereitzustellen und zu messen sowie die Sicherheit unserer Nutzer zu erhöhen. Wir informieren auch unsere Social Media-, Werbe- und Analysepartner über die Nutzung unserer Website. Wenn Sie auf OK klicken stimmen Sie der Erfassung von Informationen durch Cookies auf dieser Website zu. Weitere Informationen zu unseren Cookies und dazu, wie Sie die Kontrolle darüber behalten, erfahren Sie aus unserer Datenschutzerklärung.

Sanierung der Heizung

«Heizöl, Erdgas oder Wärmepumpe?» heisst die Frage beim Ersatz der Heizung. Doch sind bauliche Massnahmen und die Technik der Wassererwärmung ebenfalls zentrale Kriterien bei einer Neuanschaffung.

Der Ersatz der Wärmeerzeugung sollte im Kontext der Haustechnik und des ganzen Gebäudes erfolgen.
Der Ersatz der Wärmeerzeugung sollte im Kontext der Haustechnik und des ganzen Gebäudes erfolgen.

(hm) Hauseigentümer, die rasch reagieren, können ihre Heizung noch nach jetzt gültigen Vorschriften ersetzen. Doch dies ändert sich sehr bald, wenn auch in jedem Kanton mit ganz anderen Fristen. Denn die Inkraftsetzung der Bestimmungen für den Ersatz der Wärmeerzeugung ist Sache der kantonalen Parlamente. Bei einem Kesselersatz müssen dann mindestens 10 Prozent der Wärme für Heizung und Warmwasser aus erneuerbaren Quellen stammen oder die Gebäudehülle verbessert werden. Wer bei Heizöl oder Erdgas bleiben will, muss Sonnenkollektoren installieren, neue Fenster einsetzen oder das Dach dämmen. Andere werden sich einen Wechsel auf Wärmepumpe oder Holzheizung überlegen. Unbehelligt von diesen Auflagen sind Gebäude, die mindestens der GEAK-Kategorie D entsprechen oder nach Minergie zertifiziert sind. Die neuen Vorschriften bewerten also das gesamte Haus: eine gute Bausubstanz darf mit fossilen Energien beheizt werden, ältere Häuser mit Baujahr 1990 und früher müssen nachgerüstet oder teilweise mit Solarenergie oder Umweltwärme beheizt werden. 

Was heute gilt

Doch schon heute darf ein Heizkessel nur mit einem Brennwertgerät ersetzt werden. Weil diese Kessel auch die Wärme im Abgas teilweise nutzen, erhöht sich der Wirkungsgrad um einige Prozente. Die Einsparung auf der Heizölrechnung geht allerdings in den Schwankungen aufgrund des Ölpreises und der Witterung unter. Wer von Heizöl auf Erdgas umsteigt, weil die Gasleitung in der Strasse vor dem Haus verläuft, gewinnt den Tankraum als disponiblen „Bastelraum“. (Für erdverlegte Öltanks gelten relativ enge Sanierungsfristen.) Diesen Effekt ermöglicht auch eine Wärmepumpe. Doch im Unterschied zur Gasheizung sind mit deutlich höheren Investitionskosten zu rechnen. Denn eine Wärmepumpe nutzt für die Wärmeerzeugung eine erneuerbare Quelle, zumeist Aussenluft oder Erdwärme, seltener Grundwasser. Und diese «Quellfassungen» sind nicht ganz billig. Entweder wird ein Teil der Wärmepumpe – das «Aussengerät» – im Garten installiert oder die Wärme kommt über Erdsonden ins Haus. Zur Auswahl stehen zudem automatische Pelletskessel, die den gleichen Bedienungskomfort bieten wie fossile Heizkessel. Genügend Lagerraum für die Pellets ist allerdings unverzichtbar, noch dazu sehr trocken und belüftet, weil Holzpellets zu Durchfeuchtung neigen. Pelletsfeuerungen und Wärmepumpen liegen kostenmässig in derselben Grössenordnung.

Integrale Lösung anstreben

Der Ersatz der Wärmeerzeugung sollte im Kontext der Haustechnik und des ganzen Gebäudes erfolgen. Diese Forderung lässt sich an zwei sehr typischen Beispielen illustrieren. Eine Wärmepumpe hat in Verbindung mit einer Bodenheizung eine wesentlich höhere Effizienz als mit Radiatoren, was sich mindernd auf den Stromverbrauch auswirkt. Insofern ist zumindest der Einbau eines Bodenheizregisters zu prüfen. Häufig kommt auch die Frage nach dem Warmwasser auf. Als Grundregel gilt: wenn immer möglich soll die Wassererwärmung für Küche und Bad im Zusammenhang mit dem Heizungsersatz gelöst werden. Diese Empfehlung wird künftig noch dringender. Denn die in den Jahren 2016 bis 2018 in Kraft tretenden Vorschriften verbieten zentrale Elektroboiler. Nicht nur neue elektrische Wassererwärmer sind nicht mehr zulässig, für ältere Geräte gilt dann eine Sanierungsfrist von 15 Jahren. Deshalb muss bei der Wahl der neuen Heizung die Kriterienliste ergänzt werden: neben Wirtschaftlichkeit und Ökologie sind geplante bauliche Massnahmen und die Technik der Wassererwärmung zu berücksichtigen.

Haus-Check mit GEAK®: Sparen durch cleveres Sanieren

hauscheck_teaser_infobox

Der Haus-Check mit GEAK® oder GEAK PLUS®  ist eine unabhängige professionelle Energieberatung. Er ist eine kostengünstige Grundlage für eine Gebäudesanierung, die zu mehr Energieeffizienz und damit auch zu tieferen Heizkosten führt. Zudem erläutert Ihnen der Haus-Check, wie Sie beim Sanieren clever sparen können. 

Mehr erfahren
Zusätzliche Informationen

istockphoto Artikel drucken