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Heizungssanierung mit Wärmepumpen

Muss die Heizung ersetzt werden, lohnt sich in vielen Fällen der Umstieg auf eine umweltfreundliche Wärmepumpe. Gerade bei der Heizungssanierung ist es wichtig, dass ein Gebäude als Gesamtsystem betrachtet wird und dass nach Konzept vorgegangen wird.

Gerade bei der Heizungssanierung ist es wichtig, dass ein Gebäude als Gesamtsystem betrachtet wird und dass nach Konzept vorgegangen wird.
Gerade bei der Heizungssanierung ist es wichtig, dass ein Gebäude als Gesamtsystem betrachtet wird und dass nach Konzept vorgegangen wird.

(pd/ted) Etwa drei Viertel der neuen Einfamilienhäuser werden mit Wärmepumpen beheizt. Etwas geringer ist der Marktanteil im Sanierungsbereich: Die Wärmepumpe holt ebenfalls auf; seit einigen Jahren wird zumindest jedes zweite umgebaute Einfamilienhaus mit einer Wärmepumpe ausgerüstet. Fast zwei Drittel der Heizungsanlagen, die ihre Wärme aus der Umgebung beziehen, sind Grosswärmepumpen mit mehr als 50 Kilowatt Leistung. Für Umwelt und Klima ist das besonders erfreulich, denn die «Hebelwirkung» grosser Wärmepumpen ist um ein Vielfaches grösser. Bemerkenswert ist auch die Differenzierung der Aggregate nach Energiequelle: Gut ein Drittel der Wärmepumpen sind mit einer Erdsonde verbunden. Die Mehrheit saugt jeweils Aussenluft an.

Dichte Gebäudehülle spart Energie

Idealerweise ist der Ersatz einer alten Heizung verbunden mit einer gebäudebezogenen Gesamtanalyse. Insbesondere ältere Häuser weisen oft eine ungenügend gedämmte Gebäudehülle auf, was zu grossen Wärmeverlusten führt.

Eine Fassadensanierung kann den Energieverbrauch eines Hauses um 30% senken. Dabei liegt in den Aussenwänden das grösste Sparpotenzial. Wenn die Gebäudehülle saniert wird oder die Sanierung geplant ist, sollte eine neue Heizanlage auf den verminderten Leistungsbedarf abgestimmt sein – was die Energieverluste weiter reduziert. Heizungssanierungen sollten deshalb umfassend und frühzeitig geplant werden und die energetische Betrachtung des Gebäudes mit einschliessen. Der Verein Minergie beabsichtigt, auch für etappierte Gebäudesanierungen ein Zertifikat auszugeben.

Konstant warm und bedienerfreundlich

Die Wärmepumpe nutzt erneuerbare Umgebungswärme aus dem Erdreich, der Aussenluft oder dem Grundwasser. Die Wärmepumpe bringt die Umgebungswärme auf ein höheres Temperaturniveau und gibt sie an das Heizsystem ab. Ab 15 Meter unter der Erdoberfläche herrscht eine Temperatur, die unter anderem von geologischen und geothermischen Bedingungen bestimmt wird und über das ganze Jahr nahezu konstant bleibt. In Quartieren mit dichter Wohnnutzung lohnt sich, die nachbarschaftlichen Verhältnisse respektive bereits vorhandene Erdsonden abzuklären. Fachleute warnen davor, dass sich Anlage näher als 60 Meter gegenseitig stören können.

Wärmepumpen werden mit Strom angetrieben. Die Wärmeproduktion erfolgt in einem Verhältnis von etwa 3 zu 1. Auf den Betrieb entfallen 1,4 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in der Schweiz. Zum Vergleich: 8 Prozent des verbrauchten Stroms schluckt Jahr für Jahr nur der Stand-by-Betrieb von elektrischen Geräten.

Weitere Vorteile bestehen in der Bedienerfreundlichkeit. Es müssen keine Rohstoffe bestellt und regelmässig nachgefüllt werden, die Wärmepumpe ist unabhängig von Rohstoffpreisen, energiepolitischen Entscheiden und allfälligen Abgaben. Ausserdem benötigt eine Wärmepumpe nur wenig Platz.

Günstige Erdsonden-Wärmepumpe

Vergleicht man die Beheizung und Warmwasserbereitstellung in einem gut gedämmten Einfamilienhaus – ohne Berücksichtigung allfälliger Fördergelder und Steuerabzüge – schneidet bei einem Ölpreis von Fr. 78.-/100 Liter Heizöl (aktueller Richtwert im April 2015) die Erdsonden-Wärmepumpe am besten ab, dicht gefolgt von der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Miteinbezogen sind in dieser Rechnung Investitionskosten (Anschaffung und Installation), Energiekosten (Öl etc.) und übrige Heizkosten (Service, Reparatur, Rauchgaskontrolle etc.). Grundsätzlich lässt sich zudem sagen: Je grösser eine Wärmepumpenanlage konzipiert ist, desto eher lohnt sich die Investition. Dazu kommt, dass die Preise ständig sinken: Eine Wärmepumpe, die 1982 noch 41'000 Franken kostete, ist heute unter 20'000 Franken zu erwerben.

Attraktiv sind die Förderbeiträge, die zahlreiche Kantone gewähren, sowie die Steuervergünstigungen für erneuerbare Energien. Es lohnt sich, lokale Förderprogramme zu nutzen. Auskünfte dazu erteilen unter anderem Stromwerke oder Gemeinden. Auf der Webseite der FWS findet sich eine Liste mit Kontaktstellen, und das Bundesamt für Energie informiert auf seiner Webseite über energiepolitische Fördermassnahmen der Kantone.

Nur Wärmepumpen mit Gütesiegel

Die Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz (FWS) empfiehlt, beim Kauf einer Wärmepumpe auf das Gütesiegel zu achten. Der Gütesiegel-Inhaber (Vertreiber) muss einen Service garantieren, der im Störungsfall innerhalb von 24 Stunden reagiert. Zwei Jahre Garantie ab Lieferdatum und 10 Jahre Liefersicherheit für gleichwertige Ersatzteile sind ebenfalls Bestandteil der Auflagen.

Auch für das Abteufen der Erdwärmesonden wird empfohlen, eine Bohrfirma mit «Gütesiegel für Erdwärmesonden-Bohrfirmen» zu beauftragen. Sie garantieren einen hohen Kundenservice und die umweltschonende Erstellung der Anlage.

Sämtliche Adressen der Fachpartner finden sich auf der Fachpartner-Liste der FWS auf www.fws.ch.

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