Marderschutz für Solaranlagen

Marder machen sich nicht nur an Fahrzeugen zu schaffen, sondern auch Kabel und Leitungen von Solaranlagen können das Interesse der heimlichen Hausbewohner mit den scharfen Zähnen wecken. In exponierten Gebieten lohnt es sich mitunter, dem Marderbiss bereits bei der Installation einer Solaranlage mit geeigneten Massnahmen zuvorzukommen.

Solaranlagen können gegen Tierverbiss versichert werden.
Solaranlagen können gegen Tierverbiss versichert werden.

(stö) In Deutschland wird bereits von einer Marder-Plage auf Solardächern gesprochen. Dass das Thema in der Schweiz noch nicht so ausgeprägt im öffentlichen Bewusstsein ist, lässt nicht vermuten, dass Marder hierzulande andere Vorlieben hätten, sondern weil in der Schweiz die Zahl der Solarflächen gemessen an der Bevölkerung noch viel kleiner ist.

Dach kein Hindernis für Marder

Marder «fressen» keine Kabel oder Wasserleitungen, vielmehr befriedigen sie daran ihren Spieltrieb oder markieren mit ihren Bissen ihr Revier. Daher sind Marderbisse während der Paarungszeit im Frühjahr auch am häufigsten. Je nach Beschaffenheit der Ummantelungen von Kabeln und Leitungen (Gummi, Kunststoff mit Weichmachern etc.) machen sie sich bevorzugt daran zu schaffen. Und dass eine Solaranlage in der Regel auf einem Dach montiert ist, stellt für die Marder nicht wirklich ein Hindernis dar.

Schäden oft schwierig zu erkennen

Im Vergleich zu Schäden an einem Fahrzeug sind Marderbisse an Solaranlagen schwieriger (und kostspieliger) auszumachen. Vielfach werden Kabel und Leitungen nicht ganz durchgebissen, sondern nur angefressen, was in der Folge – anstelle eines Kurzschlusses oder fehlenden Kontakts – eine verminderte Leistung der Photovoltaikanlage oder gar ein Leck im Solarkreislauf nach sich ziehen kann. Dann kann es vorkommen, dass die solarthermische Anlage plötzlich kein Warmwasser mehr produziert. Vor allem in ländlichen Gebieten sollte dem Schutz vor Tierverbiss besonderes Augenmerk gewidmet werden, da sich Marder gerne in solchen Siedlungsräumen aufhalten.

Bereits beim Bau von Anlagen Vorkehrungen treffen

Der beste Schutz gegen die unliebsamen Besucher ist, Mardern von Beginn weg den Zugang zur Anlage lückenlos zu verwehren. Bei Anlagen, die auf dem Dach (mit Hinterlüftung) montiert werden, hält schon ein einfaches Drahtgitter, das die Lücke zwischen den Solarpanels und dem Dach gut verschliesst, die Marder fern. Allerdings muss diese Abschrankung regelmässig kontrolliert werden. Bei Anlagen, die als «Indachanlage» in das Dach eingebaut werden, haben es die Marder bereits viel schwerer, an Kabel oder Leitungen zu gelangen.

Wirksamer Schutz: Kabel ummanteln

Freiliegende Kabel sind für Marder eine Einladung, sich daran gütlich zu tun. Entsprechend sollten Kabel möglichst geschützt verlegt und idealerweise in Metallrohren geführt werden. Wo dies nicht möglich ist, können Kabel z.B. mit einem bissfesten Metallgefecht ummantelt werden.

Nur bedingt tauglich: Mittel zur Marderabwehr

Was beim Auto gegen Marderbisse oftmals nicht richtig taugt, sollte auch bei einer Photovoltaikanlage nur bedingt in Betracht gezogen werden: Über die Wirksamkeit verschiedener Mittel zur Marderabwehr, wie Geruchssprays, Schallgeräte etc., scheiden sich die Geister – die Meinungen der Anbieter und der Experten liegen dabei meistens diametral auseinander. Am zuverlässigsten dürften noch Abwehrmassnahmen mit Hochspannung sein, die den Tieren einen elektrischen Schlag verpassen. Allerdings dürfte eine mechanische Abwehr die einfachere, billigere und ebenso taugliche Lösung sein.

Solaranlagen können gegen Tierverbiss versichert werden

Nebst den Mardern können aber auch Vögel Schäden an Solaranlagen verursachen. Und da es keinen hundertprozentigen Schutz gegen Tierverbiss gibt, springen hier die Privatversicherer ein. Verschiedene Anbieter führen entsprechende Angebote.

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