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Preis für eine Photovoltaikanlage

Die Preise für Photovoltaikanlagen sind in den letzten 10 Jahren um rund 80 Prozent zurückgegangen und dürften erwartungsgemäss weiter sinken. Wir sagen Ihnen, wann sich eine Solaranlage für Sie lohnt.

Die Preise für Photovoltaikanlagen sind in den letzten 10 Jahren um rund 80 Prozent zurückgegangen und dürften erwartungsgemäss weiter sinken.
Die Preise für Photovoltaikanlagen sind in den letzten 10 Jahren um rund 80 Prozent zurückgegangen und dürften erwartungsgemäss weiter sinken.

(LL) Die erfreuliche Preisentwicklung im Bereich Photovoltaik ist laut Experten auf das rasante Marktwachstum zurückzuführen, die Einführung von Fördersystemen, aber auch auf die kontinuierliche technologische Weiterentwicklung der Produkte, welcher nicht nur eine Steigerung der Wirkungsgrade, sondern auch Effizienzgewinne in der Fertigung wie beispielsweise die Massenproduktion von Modulen und Wechselrichtern zu verdanken sind. Förderbeiträge sind wichtig, um eine Technologie marktfähig zu machen. Diese Meinung vertritt auch Christian Moll, Leiter Photovoltaik bei Swissolar. Dies sei mit Einführung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) gelungen, die nun von der Einmalvergütung (EIV) abgelöst wurde, um so eine grössere Anzahl an Anlagen fördern zu können. «Das Wegfallen der Lastgangmessungen ab 2018 führt zu weiteren Kostensenkungen», bemerkt Moll. Die KEV läuft Ende 2022 aus, und ab dann werden keine neuen Anlagen mehr in das Fördersystem aufgenommen. Die EIV wird noch bis 2030 ausgezahlt. «Es liegt nun an der Politik, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit nach Auslaufen der Förderung weiterhin ein starker Zubau der erneuerbaren Energien möglich ist. Dies betrifft insbesondere die zukünftige Ausgestaltung des Strommarkts und die Einführung von Lenkungsabgaben, respektive den weiteren Ausbau der CO2-Abgabe», ist Moll überzeugt.

Preise können stark variieren

Konkrete Preise für Solaranlagen sind schwer anzugeben. Generell sinkt der Preis pro Kilowatt Nennleistung, je grösser die Anlage wird. Die Anlagenpreise können schätzungsweise zwischen 1500 und 3500 CHF pro Kilowatt Nennleistung (kWp) liegen.

Preisunterschiede können von folgenden Faktoren abhängig sein: 

  • Technologie (kristallin/Dünnschicht)

  • Aufstellungsart (angebaut/integriert/aufgeständert)

  • Modulherkunft (Europa/Asien) 

Konkrete Angaben zu Preisbeispielen von Solaranlagen in verschiedenen Varianten, aufgeschlüsselt nach Material- und Arbeitskosten, enthält die Website von EnergieSchweiz. 

Wann lohnt sich eine Solaranlage?

Im Durchschnitt zahlt sich eine PV-Anlage aus, bevor sie ihre Lebensdauer von mindestens 30 Jahren erreicht hat. «Die Amortisationszeiten liegen bei 10 bis 15 Jahren», sagt Moll. Das Schweizer Preisniveau sei etwas höher als jenes von Deutschland, wo zudem die Strombezugspreise vom Netz deutlich höher seien. «Dort ist die Amortisationszeit deshalb tiefer», fügt der Fachmann hinzu. «In südlichen Ländern wie Italien oder Spanien mit höherer Sonneneinstrahlung ist ebenfalls mit rascherer Amortisation zu rechnen», sagt Moll abschliessend

Eigenverbrauch als Schlüssel für die Rentabilität

Mit dem neuen Energiegesetz haben sich für die Besitzer von Photovoltaikanlagen die Rahmenbedingungen für einen rentablen Betrieb ihrer Anlagen verändert. Der Wegfall der Einspeisevergütung zugunsten einer Einmalvergütung bedeutet, dass die Steigerung des Eigenverbrauchs neuerdings massgeblich zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage beiträgt. Dies trifft insbesondere in den Versorgungsgebieten zu, wo nur sehr geringe Rückliefertarife für den ins Netz gespeisten Solarstrom gezahlt werden.  

Eigenverbrauchsgemeinschaften eröffnen neue Möglichkeiten

Geschäftsmodelle wie die Eigenverbrauchsgemeinschaften bzw. Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) eröffnen neue Möglichkeiten, die Attraktivität der Solarenergie zu steigern, insbesondere für die Eigentümerinnen und Mieter von Mehrfamilienhäusern. Durch das neue Energiegesetz hat sich die Situation wie folgt verändert: Neu dürfen sich nicht nur Wohnungen im selben Haus, sondern auch mehrere aneinandergrenzende Grundstücke zusammenschliessen, um den produzierten Solarstrom zu nutzen. Es gibt dann nur noch einen zentralen Netzanschluss, die Stromverteilung zu den verschiedenen Liegenschaften erfolgt über eigene Stromleitungen. Neu gilt seit diesem Jahr zudem, dass die Eigenverbrauchsgemeinschaft ihre Messungen selbst vornehmen darf.

In rechtlicher Hinsicht wird die Einrichtung von Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch für die Hauseigentümer erleichtert, indem kein Zusatz zum Mietvertrag erforderlich ist. Bestehende Mieter können selbst über einen Beitritt zum ZEV entscheiden, Neumieter hingegen können dazu verpflichtet werden. Schutz vor Missbrauch bietet die Regelung, dass der auf dem eigenen Grundstück produzierte Solarstrom nicht teurer sein darf als Netzstrom. 

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