Energie sparen beim Standby-Verbrauch: 7 Tipps

Die stete Bereitschaft von elektrischen Geräten, umgehend in einen funktionalen Zustand versetzt werden zu können, kostet Strom – und damit Geld. Der grösste Teil des sogenannten Standby-Verbrauchs ist aber gar nicht nötig.

Je nach Art und Alter von Geräten kann der Standby-Modus bis zu 25% des Stromverbrauchs eines Haushalts ausmachen.
Je nach Art und Alter von Geräten kann der Standby-Modus bis zu 25% des Stromverbrauchs eines Haushalts ausmachen.

(stö) Je nach Art und Alter von Geräten kann der Standby-Modus bis zu 25% des Stromverbrauchs eines Haushalts ausmachen. Die grössten «Standby-Sünder» sind vor allem ältere Kaffeemaschinen, die nach Gebrauch nicht vollständig ausgeschaltet oder vom Netz getrennt werden. Aber auch Fernseher, DVD-Abspielgeräte, Stereoanlagen, Computer, Drucker sowie Ladegeräte für Handys oder elektrische Zahnbüsten verbrauchen im Standby-Betrieb zum Teil beträchtliche Mengen an elektrischer Energie.

7 Tipps für geringeren Standby-Verbrauch von Haushaltgeräten:

1. Geräte ganz ausschalten

  • Viele Geräte wie z.B. Fernseher oder Stereo-Anlagen können mit dem Ein/Aus-Knopf ganz abgestellt werden.
  • Vergewissern Sie sich, dass nach dem Ausschalten kein rotes oder grünes Lämpchen mehr aufleuchtet.
  • Wo dies nicht möglich ist, wie beispielsweise bei älteren Kaffeemaschinen, sollte nach Gebrauch der Stecker gezogen werden (siehe auch Tipp Nr. 3 Schaltuhren).

2. Abschalthilfen

  • Die einfachste und günstigste Abschalthilfe ist eine Stromsteckleiste mit Betätigungsschalter.
  • Master-Slave-Steckleisten stellen alle angeschlossenen Peripheriegeräte ab, wenn z.B. der PC heruntergefahren wird. Allerdings bleibt dabei der Computer selber unter Strom.
  • Elektronische Abschaltgeräte reduzieren den Standby-Verbrauch eines Geräts auf die minimal erforderliche Menge.

3. Schaltuhren

  • Mit elektronischen Schaltuhren lassen sich Geräte dann mit Strom versorgen, wenn sie auch tatsächlich gebraucht werden.
  • Moderne Geräte (wie z.B. WLAN-Router) können so programmiert werden, dass sie nachtsüber nicht in Betrieb stehen.
  • Elektrische Schaltuhren verbrauchen auch elektrische Energie. Dabei ist der Stromverbrauch von digitalen Schaltuhren in der Regel leicht höherer als bei analogen Modellen.

4. Ladegräte vom Netz trennen

  • Solange das Ladegerät für Ihr Handy oder Tablet in der Steckdose steckt, «zieht» es Strom. Daher sollte das Ladegerät nach dem Aufladen ausgesteckt werden.
  • Lassen Sie Ihre elektrische Zahnbürste nur während des Aufladens am Strom. Eine Ladung hält danach für viele Zahnreinigungen.
  • Geräte, die wie Handys via USB-Stecker aufgeladen werden, können Sie auch am PC anhängen. Dort ist der Mehrverbrauch an Strom geringer, weil das Netzteil ohnehin läuft.

5. Geräte mit niedrigem Stromverbrauch im Standby-Betrieb kaufen

  • Seit Januar 2013 dürfen neue elektrische Geräte im Standby-Betrieb nur noch maximal 0,5 Watt bzw. 1 Watt mit Anzeige verbrauchen. Im Vergleich zu älteren Geräten ist das noch ein kleiner Bruchteil des früheren Strombedarfs.

6. Leerlaufverluste eindämmen

  • Optimieren Sie die Energiespareinstellungen bei Ihrem Computer.PC und Bildschirm sollten schon bei kürzeren Pausen automatisch in den Ruhe-Modus versetzt werden.

7. Während den Ferien die Geräte zuhause vom Strom trennen

  • Das vollständige Ausstecken von Geräten hilft nicht nur Strom zu sparen, sondern dient auch der Sicherheit während Ihrer Abwesenheit.

Tipps und Tricks von EnergieSchweiz. Folge 2: Stand-by

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