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Wartung von Wärmepumpen

Wärmepumpen produzieren weder Russ noch Rauch. Gesetzlich vorgeschriebene Zwangskontrollen entfallen deshalb. Trotzdem sollte der Betrieb der Anlage sporadisch überprüft werden. Schliesslich handelt es sich um Maschinen mit zahlreichen Komponenten, die teilweise Abnützungserscheinungen zeigen. Die Hersteller bieten Wartungspakete an.

Wärmepumpen
Wärmepumpen erübrigen Zwangskontrollen des Kaminfegers. Ihr Zustand muss aber geprüft werden.

Wärmepumpen funktionieren ähnlich wie Kühlschränke. Fachleute sprechen von einem Kaltdampf-Kompressionsverfahren: Ein Kältemittel verdampft dabei auf der kalten Seite unter Aufnahme von Verdampfungswärme. Durch Verdichtung wird es auf der warmen Seite unter Abgabe der Kondensationswärme wieder verflüssigt. Der Kreislauf des Kältemittels endet bei einem Drosselorgan. Dort wird es erneut auf den Verdampfungsdruck entspannt. Die kalte Seite kann das Erdreich, Grund- oder Seewasser oder auch die Luft sein. Die warme Seite ist der beheizte Innenraum. Elektrischer Strom hält den Kreislauf in Betrieb.

Dank Wärmepumpen-System-Modul kein Ärger

Als Wärmepumpen frisch auf dem Markt erschienen, nannten sie viele «wartungsfrei». Heute wird diese Aussage kritisch gesehen. Die neuen Geräte haben ihre Energieeffizienz ganz wesentlich gesteigert, auch dank dem Einsatz von Betriebselektronik. Die höhere Leistungsfähigkeit macht Wärmepumpensysteme aber auch anfälliger auf Störungen. Deshalb empfiehlt sich ein Wartungsvertrag.

Mit dem Ziel eines reibungslosen, problemfreien Betriebs wurde vor einigen Jahren das Wärmepumpen-System-Modul (WPSM) ins Leben gerufen. Hinter ihm stehen Wärmepumpen-Hersteller und Lieferanten, Verbände der Branche und von Installateuren. Zur Trägerschaft des WPSM zählt auch das Bundesamt für Energie (BFE). Die meisten Kantone haben das Modul als Bedingung für die Förderung des Ersatzes von fossilen und elektrischen Heizungen durch Wärmepumpen festgelegt. Bestandteil des Moduls ist ein Anlagezertifikat, welches eine sachgerechte Installation ausweist. Ausserdem erfolgt im 2. oder 3. Jahr nach der Inbetriebnahme eine Kontrolle durch den Lieferanten der Wärmepumpe. Damit werden die Energieeffizienz der Anlage gesichert und gleichzeitig die Bedürfnisse und Komfortansprüche der Bewohner der Liegenschaft optimal berücksichtigt und aufeinander abgestimmt. Die Kontrolle des Systems stellt von Beginn weg einen bedarfsgerechten und energieeffizienten Betrieb des Systems sicher.

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Wärmepumen-Kontrollen garantieren effizienten Betrieb

Auch nach dieser Anfangs-Betriebsphase empfiehlt sich eine regelmässige Überprüfung des Systems. Hersteller bieten dafür diverse Wartungspakete an. Ihre Servicetechnikteams prüfen das System und dessen Funktionstüchtigkeit. Die Aufmerksamkeit gilt in erster Linie dem Kreislauf des Kältemittels; Verdichter, Verdampfer und das Drosselventil weisen Verschleissteile auf, insbesondere Dichtungen und Filter. Für Anlagen mit mehr als 3 kg Kältemittel besteht eine Meldepflicht. Es muss ein Wartungsheft geführt werden, Dichtigkeitsprüfungen sind obligatorisch.

Auch wegen der Steuerung empfiehlt sich regelmässige Prüfung. Software wird bekanntlich ständig weiterentwickelt. Soll die Effizienz und der Komfort nachhaltig gewährleistet sein, sind daher Aktualisierungen und Updates ratsam. Mit der Kontrolle der Wärmepumpe geht auch jene der eigentlichen Heizung mit ihren Temperaturvorgaben einher. Zudem wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Wärmepumpen mit ihrer Funktionsweise in einem steten Austausch mit der Umwelt stehen. Dieser Austausch darf nicht gestört werden. So muss bei Wärmepumpensystemen, die die Lufttemperatur nutzen, sichergestellt werden, dass die Zuführkanäle nicht durch Laub oder Staub verstopft sind. Es kann vorkommen, dass angesaugtes Material Kondenswasser-Abläufe verstopft und ein Gefahrenpotenzial durch Wasserschäden entsteht.

Wärmepumpen-Systemkomponenten haben eine bestimmte Lebensdauer

Auch bei guter Wartung haben Wärmepumpen kein ewiges Leben. Aktuell empfehlen Hersteller, Geräte nach 18 Jahren Betrieb zu ersetzen – dies auch vor dem Hintergrund, dass die Technik der Systeme laufend optimiert wird und weniger Strom beansprucht. Diese Lebensdauer bezieht sich ausschliesslich auf den Betrieb des Kältemittel-Kreislaufs. Andere Komponenten der Heizung sind viel länger funktionstüchtig. Bei Erdsonden wird aktuell mit einer Lebensdauer von rund 50 Jahren gerechnet.

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