Magnetischen und elektrischen Feldern vorbeugen

Dass sich magnetische und elektrische Felder nachteilig auf das Wohlbefinden und mitunter auf die Gesundheit auswirken können, gilt als unbestritten. Neubauten lassen sich daher von Anfang an so konzipieren, dass vor allem elektrische Felder gar nicht entstehen oder zumindest unterbrochen werden können. Aber auch in Altbauten ist Abhilfe oftmals einfach zu schaffen.

Neubauten lassen sich von Anfang an so konzipieren, dass elektrische Felder gar nicht entstehen oder zumindest unterbrochen werden können.
Neubauten lassen sich von Anfang an so konzipieren, dass elektrische Felder gar nicht entstehen oder zumindest unterbrochen werden können.

(stö) Magnetfelder entstehen nur bei fliessendem Strom. Im Unterschied zu elektrischen Feldern hat die Stromspannung bei Magnetfeldern auf die Intensität keinen Einfluss. Magnetfelder, wie sie beispielsweise Freileitungen umgeben, durchdringen praktisch alle Materialien – so auch den menschlichen Körper. Sie lassen sich nicht abschirmen, sondern nur mittels magnetisch leitender Materialien (z.B. Weicheisen) um den zu schützenden Bereich herumführen. Wo dies nicht möglich ist, sollte im Haus eine Ummöblierung geprüft werden, um auf diese Weise den Feldern auszuweichen.

Wände, Böden, Decken unter Spannung

Im Gegensatz zum magnetischen Feld erstreckt sich ein elektrisches Feld nicht zwingend auf Leitungen oder elektrische Verbraucher (auch wenn diese die Ursache dafür sind), sondern es können mitunter ganze Wände, Böden, Decken unter Spannung stehen, und dies selbst wenn kein Strom fliesst. Besonders in Altbauten, die über keine dreipolige Stromversorgung inkl. Erdleitung verfügen, treten elektrische Felder häufig auf. Auch bietet das Abschalten eines Geräts, welches lediglich mit einem zweipoligen Stecker angeschlossen wird, keine Gewähr, dass auf dem Stromkabel keine Spannung mehr liegt.

Abhilfe oftmals einfach

Die Verminderung von unerwünschten elektrischen Feldern lässt sich oft auf verhältnismässig einfache Weise erreichen, sei es beispielsweise durch Abschirmung oder Ersatz der betreffenden Quellen. Wo sich solche Felder nicht eliminieren lassen, kann – wie bei den magnetischen Feldern – beispielsweise durch das Umstellen des Bettes vielfach eine Verbesserung erreicht werden.

Netzfreischalter

Netzfreischalter sind die wirksamste Methode, um einen Raum von elektrischen Feldern zu befreien. Diese kleinen Geräte, auch Feldschaltautomaten genannt, werden in der Regel beim Sicherungskasten montiert. Nach Abschalten des letzten Verbrauchers trennen sie den Strom in einem bestimmten Bereich wie z.B. dem Schlaf- oder Wohnzimmer ganz vom Netz. Wird ein Verbraucher, beispielsweise die Deckenbeleuchtung, wieder eingeschaltet, wird wieder Netzspannung auf den Stromkreis gegeben. Bei Neubauten lässt sich die Elektroinstallation von der Planung an für den Gebrauch von Netzfreischaltern konzipieren, während deren Einsatzmöglichkeiten bei Alt- oder Umbauten von der jeweilig vorhanden Installation abhängig sind. Wenn die ganze Wohnung am selben Stromkreis angeschlossen ist, ist ein Netzfreischalter nicht sinnvoll, da der Kühlschrank und allenfalls weitere Geräte ja ununterbrochen mit Strom gespiesen werden sollten.

Fachleute beiziehen

Der Elektro- oder Baubiologe hilft bereits in der Planungsphase eines Neu- oder Umbaus, die Elektroinstallation in Bezug auf unerwünschte Erscheinungen zu optimieren. In bestehenden Bauten kann der Fachmann Messungen von nieder- und hochfrequenten Feldern vornehmen und Verbesserungen vorschlagen. Durch elektrobiologische Messungen lassen sich nicht nur hausinterne Störquellen erfassen, sondern auch externe Felder, wie sie durch die z.B. durch die Eisenbahn oder Mobilfunk-Sender etc. hervorgerufen werden.

ImagePoint (karpi.ch) Artikel drucken