Ionen und radioaktive Strahlung

Das Raumklima wird auch von elektrisch geladenen Ionen, von Staubpartikeln und von der radioaktiven Strahlung beeinflusst. Nicht alle negativen Einflüsse sind unvermeidlich.

Viel Kunststoff kann die Luft negativ beeinflussen
Viel Kunststoff kann die Luft negativ beeinflussen

Feinstaub kann je nach Menge und Zusammensetzung Allergien und Beschwerden auslösen. Besonders problematisch ist: Ultrafeine Partikel dringen über die Atemwege bis in die feinsten Gefässe in Hirn und Lunge vor, wo sie sich einnisten oder ins Blutsystem übergehen. Lose Feinstäube aus Baumaterialien sollten daher nach Möglichkeit nicht während der Nutzungszeit in Innenräume gelangen.

Elektrostatik und Luftionen

Das Fehlen negativ geladener Ionen in der Raumluft hat nachweisbare biologische Wirkungen, wie zum Beispiel Konzentrationsmangel, Unwohlsein, Leistungsschwäche, Energiemangel, Kopfschmerzen und Schwindel zur Folge. Neuerdings stehen Kunststoffrohre von kontrollierten Wohnungslüftungen im Verdacht, ein unangenehmes Raumklima mitzuverursachen.

Für die Aufnahme von Sauerstoff braucht der Körper negative Ionen. Diese befinden sich vorwiegend in der Luft. Elektrostatisch geladene Baumaterialien entziehen der Luft Ionen. Durch die Reibung an Teppichen, Vorhängen und anderen plastifizierten und synthetischen Materialien wird dieser Effekt verstärkt. So kann die elektrostatische Ladung im Raum einer Gewitterlage ähnlich werden.

Radioaktivität

Radioaktivität kommt vorwiegend in Massivbauten vor und ist leicht mess- und nachweisbar. Sie kann aus den verschiedensten Gesteinsarten stammen. Auch in Glasuren und Tonprodukten sowie in Gipsprodukten (aus Hochofenschlacke) kann eine erhöhte radioaktive Strahlung auftreten. Radioaktivität wirkt in Abhängigkeit zur Dosis und Einwirkungsdauer Krebs erregend und erbgutverändernd. Schädigungen durch im Gebäude in der Regel in geringen Konzentrationen anzutreffende Radioaktivität können nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden.

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