Schluss mit Durchzug

Unerwünschter Durchzug kann nicht nur Ihre Gesundheit gefährden, sondern auch die Heizkosten massiv in die Höhe treiben. In den meisten Fällen lässt sich die Zugluft aber mit einfachen Vorkehrungen wirksam bekämpfen. Sind Fenster und Türen erst einmal abgedichtet, verschwindet in der Regel auch die Zugluft in den Räumen, und anstelle von Durchzug zieht Behaglichkeit ein.

Unerwünschter Durchzug kann nicht nur Ihre Gesundheit gefährden, sondern auch die Heizkosten massiv in die Höhe treiben.
Unerwünschter Durchzug kann nicht nur Ihre Gesundheit gefährden, sondern auch die Heizkosten massiv in die Höhe treiben.

(stö) «Es zieht!» Diesen Satz hören wir vielfach schon von Kindsbeinen auf und wiederholen ihn ebenso gegenüber unseren Nachkommen, immer verbunden mit der Aufforderung, doch bitte endlich das offene Fenster oder die Türe zu schliessen. Nur hilft das Zumachen von Türen und Fenster halt nicht immer. Ursache von Durchzug sind zumeist undicht schliessende Türen und Fenster, aber manchmal auch Ritzen zwischen Rahmen und Mauerwerk. Aber auch eine offene Türe zwischen Räumen mit unterschiedlichen Temperaturen kann die Zugluft begünstigen, von schlecht oder zu stark eingestellten Klimaanlagen ganz zu schweigen.

Erwünschter und unerwünschter Durchzug

Durchzug ist an sich nicht immer etwas Schlechtes. Beim Lüften soll Durchzug entstehen, damit – vor allem in der kalten Jahreszeit – die Raumluft möglichst schnell ausgetauscht wird, ohne dass dabei die Wände merklich abkühlen. Unerwünschter Durchzug hingegen ist nicht nur sehr unangenehm, sondern kann auch gesundheitliche Folgen wie Muskelverspannungen oder verstärkte Neigung zu Erkältungen mit sich ziehen sowie, vor allem wenn's an den Füssen zieht, zu Nieren- und Blasenerkrankungen führen. Ausserdem kann sich der erhöhte Wärmebedarf empfindlich auf die Heizkosten niederschlagen.

Woher der Wind weht

Und wie rückt man der unerwünschten Zugluft zu Leibe? Sind Fenster und Türen geschlossen, und es zieht immer noch, so gilt es als erstes die Quelle(n) des Durchzugs ausfindig zu machen. Wenn es nicht gerade schon spürbar aus bestimmten Ritzen pfeift, so hilft beispielsweise eine brennende Kerze im Raum, um ausfindig zu machen, woher dass der Wind weht.

Scharniere und Beschläge nachjustieren

In den allermeisten Fällen befinden sich die undichten Stellen an Türen und Fenstern. Diese gilt es abzudichten. Bevor aber Hilfsmittel angewendet werden, sollte sichergestellt werden, dass nicht etwa die Fenster, Türen oder deren Rahmen verzogen sind. In diesem Fall kann das Abdichten nämlich gegenteilige Resultate zeitigen. Es lohnt sich daher vor allem bei älteren Fenster und Türen vorab nicht nur nachzuprüfen, ob sie verzogen sind, sondern auch ob sie noch dicht schliessen und im Bedarfsfall Scharniere und Beschläge zu fetten und nachzujustieren.

Schaumstoffdichtungen und Gummiprofile

Sind die unerwünschten Spalten von kleiner Natur, reicht oft ein selbstklebendes Dichtungsband aus Schaumstoff, welches auf den gesamten Tür- oder Fensterrahmen aufgezogen wird. Bei grösseren Spalten empfehlen sich Profildichtungen aus Gummi. Diese weisen einen grösseren Durchmesser auf und vermögen entsprechend mehr Raum zwischen Türen bzw. Fenster und dem Rahmen auszufüllen. Auch Gummiprofile sollten um das ganze Fenster bzw. Türe aufgezogen werden, um zu verhindern, dass neue Durchzugsbrücken entstehen. Bei Fenstern, die bereits über eine Gummidichtung verfügen, darf diese nicht überklebt werden. Zusätzliche Gummiprofile sind daher stets neben den bestehenden Dichtungen anzubringen.

Für Ausschäumen zum Fachmann

Befindet sich die störende Spalte aber zwischen dem Rahmen und dem Mauerwerk, ist der Gang zum Fachmann angezeigt. Er kann die undichte Stelle im Bedarfsfall ausschäumen oder anderweitig abdichten. Liegt hingegen die undichte Stelle bei verkitteten Fenstern zwischen dem Rahmen und dem Glas, müssen die Fenster neu verkittet werden. Dies wiederum wäre aber der Moment, um über moderne dreifachverglaste Fenster nachzudenken.

Zugluftstopper keine dauerhafte Lösung

Befindet sich der Luftspalt zwischen der Türe und dem Boden, und ist kein Absatz vorhanden, welcher sich zur zusätzlichen Abdichtung mittels Schaumstoff oder Gummi anerbietet, so kann am unteren Ende der Türe mit einer Bürstendichtung Abhilfe geschaffen werden. Weitere Massnahmen, wie schwere Vorhänge oder sogenannte Zugluftstopper, die vor die Türe gelegt werden, sind als dauerhafte Lösung weniger geeignet. Vor allem Zugluftstopper, so originell sie beispielsweise in Form eines langgezogenen Dackels aussehen mögen, werden immer wieder bewegt und müssen in der Folge neu platziert werden.

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