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Schimmel entfernen

Ein geringer Schimmelpilzbefall an Wänden und Decken kann man selbst beseitigen. Schimmelbekämpfung ist aber nicht ungefährlich für die Gesundheit und führt im schlechtesten Fall zu wiederholtem Schimmelbefall. Dagegen helfen neue Produkte und Verfahren, der Rat einer Fachperson oder eine bauliche Sanierung.

Schimmelbefall
Je grösser der Schimmelbefall, desto aufwändiger die Behandlung.

Je grösser der Schimmelbefall, desto aufwändiger die Behandlung. Daher nehmen Vorbeugung und frühzeitiges Handeln einen hohen Stellenwert ein. Nur kleinste Pilzflächen (wenige cm2) sollten eigenhändig gereinigt werden. In Räumen, in denen man sich lange aufhält, ist von aggressiven «Antischimmelmittel» – wie chlorhaltige Fungizide und Biozide – abzuraten, da diese bei falscher Benutzung gefährlich sind.

Hausmittel gegen Schimmel 

Eine günstige und wirksame Alternative gegen kleinflächigen Schimmelbefall sind Hausmittel aus der Drogerie. Die betroffenen Stellen am besten mit einem getränkten Schwamm abwischen und bei offenen Fenstern trocknen lassen. Schutzhandschuhe tragen und sich vor Däpfen schützen!

Damit können kleine Flächen von Schimmel befreit werden:

  • Sodalauge (5 %)
  • Wasserstoffperoxid
  • reiner Destillationsalkohol (80 % Ethanol)
  • Brennspiritus
  • Javelwasser

Aber aufgepasst: Die oberflächliche Entfernung des sichtbaren Schimmels oder das einfache Überstreichen der betroffenen Stellen und Räume ist problematisch. Hierbei wird die Raumluft häufig hohen Schadstoffbelastungen ausgesetzt. War der Schimmelbefall zu gross, wird der Schimmel mit grosser Wahrscheinlichkeit weiterwuchern.

Alternative «Fogit»: Schonend und hochwirksam gegen Schimmel

Herkömmliche Mittel zur Schimmelbekämpfung sind oft giftig oder aggressiv. Hierzu zählen vor allem Produkte, die chlorhaltig sind oder Urotropin (Hexamethylentetramin, Methenamin) enthalten. Im Gegensatz dazu gibt es Neuentwicklungen, die den Schimmelpilz physikalisch angreifen. Dazu zählt «Fogit». Dieses Produkt besteht aus einer Lösung von Polymeren. Diese langkettigen Moleküle sind chemisch träge und lagern sich an den Zellwänden des Schimmels an. Dadurch wird die Zelle funktionsuntüchtig und stirbt ab. Da menschliche, tierische und pflanzliche Zellen anders aufgebaut sind, besteht keine Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung.

Neben einer gezielten Behandlung der betroffenen Flächen, wird der ganze Raum durch eine Kaltvernebelung von Schimmel und Schimmelsporen befreit. So erreicht der Wirkstoff jeden Winkel und befreit vor Pilzsporen. Dieses Verfahren garantiert einen langfristigen Schutz gegen Neubefall.

Schimmelart: Laboranalyse gibt Aufschluss

Ein umfangreicher und immer wiederkehrender Befall von Schimmel muss professionell untersucht und bekämpft werden. Durch eine Laboranalyse kann festgestellt werden, um welche Art von Schimmelpilz es sich handelt. Die Ermittlung der Schimmelpilzart bildet die Grundlage für die Entscheidung, ob und wie ein Gebäude respektive eine Wohnung saniert werden muss.

Bauliche Massnahmen gegen Schimmel 

  • Oft helfen eine bessere Wärmedämmung und der Einbau von Abzugsventilatoren im Kampf gegen den Schimmelpilz. Bei der Wärmedämmung sollte eine Dampfdiffusionsberechnung nach SIA-Norm durchgeführt werden. Bei den Abzugsventilatoren ist darauf zu achten, dass Luft von aussen in die Wohnung nachströmen kann. Doch aufgepasst: Mit Hilfe von Abzugsventilatoren können sich bereits vorhandene Pilzsporen rasch in der Wohnung ausbreiten.

  • Beim Einsatz speziellen Wandfarben gegen Schimmel sollte vorerst eine Sanierung und komplette Entfernung des Schimmels erfolgen. Diese Farben regulieren den Feuchtigkeitshaushalt an kritischen Stellen und verfügen über eine antimikrobielle Wirkung. In Räumen wie Küche, Bad oder Keller, in denen öfters eine höhere Luftfeuchtigkeit herrscht, können Feuchtraumfarben der Bildung von Schimmelpilzen vorbeugen. Es ist darauf zu achten, dass diese Farben möglichst emissionsfrei sind.

  • Gesundheitlich unbedenklich sind kalkhaltige Putze und rein mineralische Farben, die mit einem sehr hohen PH-Wert gegen Schimmel wirken. Aufgrund ihrer Offenporigkeit kann Kalkfarbe den Feuchtigkeitshaushalt der Wohnung besser regulieren. Zudem ist sie lösungsmittelfrei. Kunststoffhaltige Wandverputze und Deckanstriche (Dispersionsfarben) bieten hingegen einen guten Nährboden für den Schimmelpilzbefall.

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