Smarte Unterhaltung für Zuhause

Neben intelligenter Gebäudetechnik sind Unterhaltungsmedien ein bedeutender Bestandteil von Smart Home. Zahlreiche Neuentwicklungen erweitern das Unterhaltungssegment zukünftig. Die zunehmende Vernetzung im Haus soll zudem den Komfort für die Bewohnenden erhöhen.

Die TV-Geräte werden auch zukünftig schlanker und smarter.
Die TV-Geräte werden auch zukünftig schlanker und smarter.

Beschränkte sich der Genuss von Unterhaltungsmedien bisher vornehmlich auf Wohnzimmer, dehnt sich deren Reichweite nun vermehrt auf die übrigen Wohnbereiche aus. Neue Entwicklungen unterstützen diesen Trend. Smart Home vernetzt die verschiedenen Unterhaltungseinheiten im Zuhause.  

Alexa soll das Wohnen vereinfachen. Doch für welche Zwecke nutzt Amazon die Daten nach der Übertragung?
Alexa soll das Wohnen vereinfachen. Doch für welche Zwecke nutzt Amazon die Daten nach der Übertragung?

Assistenten als »Zuhörer»

Mit Alexa hat Amazon einen intelligenten sprachgesteuerten Assistenten für zuhause entwickelt. Das im Rundlautsprecher Amazon Echo enthaltene, lernfähige System ermöglicht Smalltalk, Kalender-Verwaltung oder die Wiedergabe von Musik und könnte in Zukunft ein zentrales Bindeglied im Smart-Home-Bereich werden. Denn auch Thermostate kann Echo regulieren. Sämtliche Interaktionen werden in einer App festgehalten, die das System zur Bedienung voraussetzt. Das weckt Datenschutz-Bedenken. Nach der Aktivierung zeichnet Amazon Daten auf, um sie zur Optimierung der Kundenbedürfnisse zu analysieren. Unterhaltungselektronik als Überwachsungsmedium? Auch Sicherheitslücken wie der Zutritt zu Smart-Home-gesteuerten Häusern wären möglich. Kunden müssen deshalb für höheren Komfort Kompromisse eingehen. Eine Stimmerkennung könnte den Missbrauch des Gerätes wie unerlaubte Bestellvorgänge durch unbefugte Personen oder Kinder verhindern. Nur autorisierte Personen hätten dann Zugriff auf Alexa. Derzeit sind Einkäufe durch einen Zahlencode geschützt. Zudem reagiert Alexa noch überwiegend auf Standardbefehle und nur wenig intuitiv.

Amazon Echo

Virtuell eintauchen

Virtual Reality (VR) ist eine langersehnte Technik mit Potenzial und dürfte vor allem bei Videospielen Wachstumspotenzial haben. Doch auch das Kinoerlebnis wird zunehmen. 360°-Videos verändern das Wahrnehmungsgefühl und wären eine Bereicherung für das Home-Entertainment. Mit seiner Smartphone-VR Gear ist Samsung momentan mutmasslich in der Pole Position. Oculus Rift wurde hingegen für die Konsole entwickelt und Vive eignet sich für den PC. Nebenwirkungen wie Schwindelgefühle bei längerer Nutzungsdauer sind für Hersteller jedoch momentan noch zu bewältigen. Auch der Tragekomfort der Headsets wird den Erfolg der Technik massgeblich beeinflussen.  

Aufrollbares Display mit OLED-Flächen.
Aufrollbares Display mit OLED-Flächen.

Platzsparende Geräte

Jüngst präsentierte LG bei der CES 2017 ein aufrollbares Display mit 65 und 77 Zoll grossen OLED-Flächen. Sie eignen sich vornehmlich für die Werbeindustrie, doch auch Privatkunden sollen davon profitieren. Die platzsparenden Bildschirme können mit Magneten an den Wänden befestigt werden. Eine externe Anschlussbox enthält die notwendige Elektronik, mit der mehrere Displays verbunden werden können. Auch ohne Serienfertigung wären diese Elemente ein Fingerzeig auf zukünftige Unterhaltungsgegenstände. Hauseigentümer dürfen auch zukünftig mit Innovationen aus der Entertainment-Industrie rechnen. Und auch Fernsehangebote werden sich weiterentwickeln. Netflix oder ähnliche Video-on-demand-Dienste sind gegenwärtig und bieten Fernseherlebnis in Konkurrenz zum linearen TV zur Wunschzeit.

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