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Systeme für die Warmwasserbereitung

Der Elektroboiler wird verboten. Brauchwasser mit Sonnenenergie zu erwärmen wird tatsächlich beliebter. Von Gesetzes wegen ist ebenso eine Wärmeerzeugung mit der Heizung erlaubt.

Ganzjährig warmes Brauchwasser mit hoher Energieeffizienz und umweltfreundlich bereitzustellen, erfordert ein sogenanntes bivalentes System.
Ganzjährig warmes Brauchwasser mit hoher Energieeffizienz und umweltfreundlich bereitzustellen, erfordert ein sogenanntes bivalentes System.

(knü) Lass die Sonne ins Haus: Sonnenkollektoren stehen bei Bauherrschaften hoch im Kurs. Die Haushalte, deren Brauchwasser mit einer Solaranlage erwärmt wird, sind zahlreich geworden. Im Jahr 2010 wurde eine zusätzliche Fläche von rund 150'000 m² thermische Solaranlagen installiert; im Vergleich zu den Vorjahren hat sich der jährliche Zuwachs sogar verdoppelt. Dennoch sind Basel-Stadt und Basel-Land mit der jetzigen Ausbeute nicht zufrieden: Als erste Kantone verlangen sie, Warmwasser mit erneuerbarer Energie aufzubereiten. Als Mindestanteil werden 50 % bestimmt.

Die übrigen Stände gehen meist zögerlicher ans Werk; seit 1. Januar 2012 gelten schweizweit trotzdem strengere Warmwasser-Regeln: Der Elektroboiler wird allmählich verbannt und stattdessen schreiben die Kantone nun vor, Warmwasserspeicher entweder mit erneuerbarer Energie aufzuheizen oder die Heizanlage ganz oder teilweise dafür einzusetzen. Die kantonalen Energiegesetze besagen jedoch, dass das Verbot für die rein elektrische Warmwassererzeugung vorerst in Neubauten und beim Ersatz alter Heizungs- und Boileranlagen gilt. Weiterhin erlaubt ist zudem, den Boiler im Sommer mit Strom zu betreiben. Verhindert wird dadurch ein ineffizienter Heizungsbetrieb, weil die Anlage im Keller ansonsten monatelang nur auf Teillast laufen würde.

Kombiniertes Wärmesystem

Ganzjährig warmes Brauchwasser mit hoher Energieeffizienz und umweltfreundlich bereitzustellen, erfordert ein sogenanntes bivalentes System. Sonnenkollektoren und Wärmepumpenboiler bieten sich an, die Heizanlage diesbezüglich technisch problemlos zu ergänzen. So reicht eine 5 bis 6 m² grosse Solaranlage auf dem Hausdach aus, mehr als die Hälfte des Warmwasserbedarfs einer Kleinfamilie abzudecken. Der Boiler wird auch im Kombibetrieb zusätzlich elektrisch oder über die Heizanlage mit Wärme versorgt. Da warmes Wasser steigt, verhindert der geschichtete Speicherinhalt, dass sich die einzelnen Versorgungssysteme gegenseitig behindern. Einzig bei der Kombination von Solaranlagen mit einer Wärmepumpenheizung ist auf die jeweiligen Anschlüsse an den Warmwasserboiler zu achten: Die Stutzen für den solaren Wärmekreislauf sind im untersten Bereich anzubringen. Erfolgt der Wärmeeintrag durch die Wärmepumpe oberhalb, wird letztere jeweils nur dann eingeschaltet, wenn die Sonne zu wenig Energie geliefert hat.

Ersatz eines alten Boilers

Eine Alternative zur thermischen Solaranlage bietet sich mit dem separaten Wärmepumpenboiler an. Dieser wird ergänzend zur Heizanlage installiert und bezieht seine Energie unmittelbar aus der Umgebungsluft. Während der Heizperiode liefert die Abwärme des Heizkessels zusätzliche Energie; im Sommer ist die Luft im Keller ebenfalls warm genug. Doch auch beim Wärmepumpenboiler gilt ebenso wie bei der Brauchwasseraufbereitung über die Heizung oder eine Solaranlage: Aus hygienischen Gründen wird eine Höchsttemperatur von 60 °C verlangt. Und bei Bedarf wird das Boilerwasser mit Strom nachgeheizt. Ein kurzzeitiges Erhitzen genügt, die Legionellenbildung wirksam zu verhindern. In den meisten Boileraggregaten ist ein entsprechendes Steuerungsprogramm mit Legionellenschaltung fix eingebaut.

Was aber ist zu tun, falls nur der Boiler, aber nicht die Heizanlage zu ersetzen ist? Fachleute raten auch in diesem Fall, Warmwasserspeicher mit bivalentem Erwärmungssystem respektive integriertem Solarregister anzuschaffen. Zwar darf das Brauchwasser weiterhin elektrisch erwärmt werden; hingegen kann beim späteren Heizungsersatz problemlos umgerüstet werden. Wird die nachträgliche Installation von Sonnenkollektoren tatsächlich in Betracht gezogen, muss der neu installierte Warmwasserspeicher eine grössere Speicherkapazität besitzen: Das Volumen des neuen Solarboilers sollte deshalb 50 % bis 75 % grösser sein als beim alten herkömmlichen Brauchwassertank.

Kombinationsvarianten

Heizung

Wassererwärmung

Betrieb / Effizienz

Monovalentes System mit Heizung (Ausnahme: Kantone BS und BL)

Fossiler Energieträger (Öl- oder Gasbrenner), Holzheizung

Heizungsvorlauf / zusätzlicher Strombetrieb

Effizienz ausserhalb Heizperiode gering / Anteil erneuerbare Energie nur mit Holzheizung

Monovalentes System mit Heizung

Wärmepumpe

Wärmepumpe / elektrisches Nachwärmen

Effizienz ausserhalb Heizperiode gering

Bivalentes System mit solarer Wärmeerzeugung

Beliebiger Energieträger (Öl, Erdgas, Holz, Wärmepumpe)

Sonnenkollektoren / elektrisches Nachwärmen

Hohe Energieeffizienz / hoher Anteil an erneuerbarer Energie

Bivalentes System mit separater Wärmeerzeugung

Beliebiger Energieträger (Öl, Erdgas, Holz)

Wärmepumpen-Boiler

Hohe Energieeffizienz / hoher Anteil an erneuerbarer Energie

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