Sanierung von Wasserleitungen

In Neubauten werden heute immer häufiger Wasserleitungen aus korrosionsfestem Kunststoff verlegt. In älteren Liegenschaften bestehen die Wasserleitungen aber noch aus Stahl- oder Eisenrohren, die saniert werden sollten, bevor ein Schaden entsteht.

In älteren Liegenschaften bestehen die Wasserleitungen aus Stahl- oder Eisenrohren, die saniert werden sollten, bevor ein Schaden entsteht.
In älteren Liegenschaften bestehen die Wasserleitungen aus Stahl- oder Eisenrohren, die saniert werden sollten, bevor ein Schaden entsteht.

(pg) Der Wasserverbrauch ist für uns etwas Selbstverständliches. Ob zum Trinken, zum Duschen oder zum Baden - drehen wir am Wasserhahn, sprudelt das kostbare Nass in der Regel in erstklassiger Qualität aus den Leitungen. Es liegt in der Natur der Sache, dass wir uns über das System, das uns diesen Komfort ermöglicht, wenig Gedanken machen und oft auch zu spät merken, wenn mit den Wasserleitungen etwas nicht in Ordnung ist. Fliesst aber nur noch ein dünner Wasserstrahl oder eine rostfarbene Brühe, bilden sich im schlimmeren Fall feuchte Stellen an den Wänden oder man steht sogar in einer überschwemmten Wohnung, wird man sich der Gefahren durch Leitungswasser schnell bewusst.

Der Schaden kommt – früher oder später

Leitungswasserschäden können durch Verstopfungen, schlechte Dichtungen oder Materialfehler entstehen, am weitaus häufigsten sind aber korrodierte Leitungen. In Wasserleitungen aus verzinkten Eisenrohren oder aus Kupfer bilden sich mit den Jahren Rost- oder Kalkablagerungen. Gründe für rostige Rohre gibt es viele: Verunreinigungen, saures oder hartes Wasser, Strömungsgeschwindigkeiten und Turbulenzen, Erosionskorrosion durch Sand, Kesselstein durch ausgeschiedenen Kalk, Lochfrass in Kupferrohren durch eingeschwemmten Rost, uvm. Im Durchschnitt beträgt die Lebensdauer von Wasserleitungen mindestens 30- 50 Jahre. Je nach Wasser- und Materialqualität bilden sich diese Schäden aber ein paar Jahre früher oder später. Geht man das Problem nicht an, kann dies zu einem Wasserrohrbruch führen, der mit gravierenden Konsequenzen verbunden ist.

«Erste Hilfe» bei Wasserschaden

Gerade bei einem grossen Schaden mit Wasser, das kniehoch in der Immobilie steht, geht es ohne eine weitgehende Wasserschadensanierung durch Fachleute nicht ab. Als «Erste-Hilfe-Massnahmen» müssen Betroffene vorgängig die Hauptventile des Leitungswassers schliessen und Stromleitungen im Bereich des Wasserschadens vom Netz trennen. Wertvolle Gegenstände sind in höher gelegene Stockwerke zu verlegen. Mit einem Wassersauger oder anderen geeigneten Mitteln kann dann versucht werden, das Wasser aus den betroffenen Räumlichkeiten zu entfernen. Schnellstmöglich sind ausserdem allfällig betroffene Nachbarn und natürlich die Versicherung zu benachrichtigen.

Elektrische Absperrventile

Lässt sich ein Wasserschaden nicht verhindern, so kann eine gezielte Prävention zumindest das Schadensausmass begrenzen: Wenn Leitungswasser-Installationen mit einem elektrisch steuerbaren Ventil ausgestattet sind, das bei Abwesenheit und/oder bei einem unkontrollierten Wasseraustritt automatisch geschlossen wird, treten nur vergleichsweise geringe Wassermassen aus.

Dem schlimmsten Fall vorbeugen

Um dem schlimmsten Fall eines Rohrbruchs vorzubeugen, drängen sich spätestens bei den ersten Anzeichen, dass mit den Wasserleitungen etwas nicht mehr in Ordnung ist, eine Kontrolle und eine Sanierung der Wasserleitungen auf. Dies gilt auch, wenn man im Eigenheim Küchen oder Nasszellen modernisieren möchte.

Es bieten sich verschiedene Massnahmen an. Welche sich am besten eignet, hängt von mehreren Faktoren ab. Das Schadensbild ist ebenso entscheidend wie die Frage, ob mit der Sanierung noch andere Massnahmen wie ein Umbau verbunden sind.

Rohr-Innensanierung als Alternative

Grundsätzlich muss eine Sanierung heute nicht mehr bedeuten, dass die ganze Immobilie in eine grosse Baustelle verwandelt wird, weil die alten Leitungen entfernt und neue installiert werden müssen. Diese bauliche Massnahme ist aufwändig, teuer und für die Bewohner belastend. Mit weniger «Nebenwirkungen» verbunden ist eine Rohr-Innensanierung. Bei einer Sanierung nach dem sogenannten LSE-System werden die Leitungen zuerst mit einem Luft-Sand-Gemisch, das mit grossem Druck durch die Leitung geblasen wird, gereinigt.

Danach wird die innere Oberfläche der Leitungen mit dem chemischen Stoff Epoxy (Epoxidharz) beschichtet, mit dem die freigelegte Rohrinnenfläche gegen Korrosion geschützt wird.

Allerdings wurde das Trinkwasser aus mit Epoxidharz sanierten Leitungen in den letzten Jahren verschiedentlich beanstandet, weil die Qualität nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprach. Häufigstes Problem ist die Absonderung von Stoffen aus dem Beschichtungsmaterial ins Trinkwasser. Das Bundesamt für Gesundheit hat deshalb zusammen mit den kantonalen Laboratorien klare Richtlinien zur Prüfung der Trinkwasserqualität entwickelt.

Alternativen zum beschriebenen Rohr-Innensanierungs-Verfahren unterscheiden sich im Wesentlichen denn auch durch die Verwendung alternativer Beschichtungsstoffe sowie durch andere Verfahren der Rohrleitungs-Reinigung, wie zum Beispiel dem pulsierenden Nassreinigungsverfahren. 

Die Vorteile einer Rohr-Innensanierung liegen auf der Hand: Im Verhältnis zur herkömmlichen Sanierungsmethode bleibt die Bewohnbarkeit der Räume erhalten. Böden und Wände müssen nicht geöffnet werden. Die Sanierungszeit verkürzt sich deutlich.

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