Mietvertragsdauer und Optionsrecht

Der Vermieter kann dem Mieter beim Abschluss (in der Regel befristeter) Mietverträge eine Option einräumen.

Die Option ermächtigt den Mieter, das Mietverhältnis um eine weitere im Mietvertrag festzulegende Anzahl Jahre zu verlängern. Im Mietvertrag sollte festgelegt werden, bis zu welchem Zeitpunkt der Mieter die Option ausüben kann. Ohne vertragliche Regelung ist davon auszugehen, dass der Mieter das Optionsrecht bis zum letzten Tag des ursprünglich abgeschlossenen Mietvertrages ausüben kann.

Der Entscheid über die Ausübung der Option steht allein dem Mieter zu. Der Vermieter hat somit keine rechtliche Handhabe, den Mieter zur Ausübung der Option bzw. zum Verzicht darauf zu zwingen. Fehlt eine Vereinbarung, der Mietzins werde im Falle der Optionsausübung neu vereinbart, gilt für die Dauer der Option der bisherige Mietzins weiter (echte Option). Haben die Parteien im Mietvertrag vereinbart, die Mietzinsen neu festzulegen (z.B. an die Orts- und Quartierüblichkeit) spricht man von einer unechten Option. Insbesondere in Zusammenhang mit indexierten Mietverträgen sind die Verträge diesbezüglich klar zu formulieren.

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