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Einfamilienhaus mieten: Darauf sollten Sie achten

Kaufen ist langfristig günstiger als mieten. Trotzdem gibt es Leute, die lieber mieten. Auf was müssen Sie achten, wenn Sie einen Mietvertrag für ein Einfamilienhaus unterschreiben? Und wo finden Sie überhaupt Häuser, die vermietet werden?

Einfamilienhaus
Kaufen ist langfristig günstiger als mieten. Trotzdem gibt es Leute, die lieber mieten.

(rh) Trotz der rekordtiefen Hypothekarzinsen bleibt Wohneigentum für viele unerschwinglich. Vor allem, wenn sie ein Einfamilienhaus mit Land suchen. Die Transaktionspreise für neue Einfamilienhäuser mit durchschnittlichem Ausbau sind seit der Jahrtausendwende um mehr als die Hälfte gestiegen. In einzelnen Regionen haben sich die Preise mehr als verdoppelt. Wer sich kein Wohneigentum leisten kann oder will, weil er beispielsweise einen längeren Auslandaufenthalt plant oder sich nicht langfristig binden will, mietet sein Zuhause. Eine Wohnung mieten ist bei uns gang und gäbe, aber ein Haus? Ein kurzer Blick auf homegate.ch quantifiziert dieses Bauchgefühl: Im Kanton Bern beispielsweise sind 38 Häuser und 2014 Wohnungen zu vermieten, aber 417 Häuser zu verkaufen.

Unbedingt einen schriftlichen Mietvertrag abschliessen

Was unterscheidet, ausser der kleineren Auswahl, die Miete eines Hauses von der Miete einer Wohnung? Grundsätzlich nicht viel, mietrechtlich nichts. Im Prinzip muss, weder für das Haus noch für die Wohnung, ein Mietvertrag abgeschlossen werden. Ein schriftlicher Vertrag ist aber sehr zu empfehlen und gibt sowohl dem Vermieter als auch dem Mieter mehr Sicherheit. Der Inhalt kann von den Parteien frei vereinbart werden, solange sich der Vertrag zwingend an das Mietrecht hält, das im achtern Titel des Obligationenrechts enthalten ist.

Was gehört in den Vertrag? Eine detaillierte Beschreibung des Objektes einschliesslich aller Nebenräume wie Garage oder Waschküche. Ausserdem Mietbeginn, Mietdauer (bestimmt oder unbestimmt), Kündigungsbestimmungen, Bruttomietzins beziehungsweise Nettomietzins und Nebenkosten. Dazu allfällige Sicherheitsleistungen und besondere Vereinbarungen. Zurück zur Frage, was einen Mietvertrag für ein Haus von dem für eine Wohnung unterscheidet: die Mietdauer und die besonderen Vereinbarungen.

Mietdauer und besondere Vereinbarungen

Die meisten Mietwohnungen sind Renditeobjekte, gehören einer Immobilienfirma oder Pensionskasse und werden darum in der Regel unbefristet vermietet. Der Vertrag kann von jeder Vertragspartei auf den nächst möglichen Kündigungstermin aufgelöst werden, wenn alle vertraglichen oder gesetzlichen Kündigungsfristen eingehalten werden. Anders ein Haus, das in der Regel einer Privatperson gehört. Oft werden Einfamilienhäuser befristet oder mit einer Mindestmietdauer vermietet, weil der Besitzer sein Haus später wieder selber bewohnen oder einem seiner Kinder überschreiben möchte. Der Mieter weiss also, woran er ist, und kann planen.

Unter «Besondere Vereinbarungen» wird festgehalten, was zum sogenannt kleinen Unterhalt gehört. Laut Gesetz sind kleine Ausbesserungen Sache des Mieters: eine kaputte Sicherung oder einen undichten Duschschlauch ersetzen, einen Rolladengurt oder ein Türschloss reparieren lassen, Schnee und Eis vom Balkon räumen. Wer ein Haus mietet, muss mit mehr Aufwand rechnen. Deshalb empfiehlt es sich, schriftlich zu vereinbaren, wer was übernimmt. Das schafft klare Verhältnisse und vermeidet unnötige Diskussionen um Geld.

Schwarze Bretter, Stammtisch oder Freunde von Freunden

Häuser werden online, vor allem aber an schwarzen Brettern oder in Lokalzeitungen ausgeschrieben. Schauen Sie sich darum alle schwarzen Bretter an und lesen Sie jede Zeitung. Und halten Sie Augen und Ohren offen: Viele Häuser werden gar nie ausgeschrieben, sondern unter der Hand vermietet: am Stammtisch, im Turnverein, an Freunde, an Freunde von Freunden. Falls Sie online suchen, richten Sie Suchabonnenten ein, die Sie alarmieren, sobald ein Haus auf den Markt kommt. Je genauer Sie die Suchparameter definieren, desto genauer sind die Treffer.

Zusätzliche Informationen

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