Berechnungsbeispiele für Mietzinssenkung

Beispiel für eine einfache Mietzinssenkung

Ein Mietzins von Fr. 1'000.- wird um 2 % erhöht. Dies entspricht einem Aufschlag von Fr. 20.-. Wird der Mietzins von Fr. 1'020.- um Fr. 20.- ermässigt, ergibt dies eine Reduktion von 1,96 % (20 : 1020 x 100 = 1,96).

Die Senkungssätze für Hypothekarzinsermässigungen von mehr als ¼ % können aus der Tabelle abgelesen oder mit nachstehender Formel aus den Erhöhungssätzen berechnet werden:


 Senkungssatz =
Erhöhungssatz x 100
 -------------------------------
 Erhöhungssatz + 100
 

Beispiel 
2 x 100          
   -------------         
2 + 100          

= 1,96
     

Beispiel für eine Mietzinssenkung

Letztmals wurde der Mietzins mit Wirkung per 1. April 2008 gesenkt, und zwar bis auf 3,25 % Hypothekarzinssatz, die Landesindexpunkte mit 107,3 geltend gemacht und die Betriebs- und Unterhaltskostenteuerung ausgeglichen bis 1. April 2008. Nächster Kündigungstermin: 1. Mai 2014.

  1. Unterhalts- und Betriebskostenteuerung (Beispiel: 0,5 % pro Jahr vom 01.04.2008 - 01.05.2014) = Mietzinserhöhung von
     
  2. Teuerungsausgleich auf dem risikotragenden Kapital
    (Teuerung gemäss Landesindex von 107,3 auf 108,8 Punkte; 108,8 – 107,3 = 1,5 x 100 = 150 : 107,3 = 1,39, davon 40 % =
     
    Mietzinserhöhung total
     
  3. Hypothekarzinssenkung von 3,25 % auf 2 % = Mietzinsherabsetzung von

    ergibt eine Mietzinssenkung von (inkl. Rundungsdifferenz)
+ 3,04 %


+ 0,56 %
________
+ 3,60 %

-13,04 %
________
- 9,44 %
   

die nicht weitergegeben werden muss, sofern der Vermieter seine zulässige Nettorendite nicht überschreitet oder der Mietzins im Rahmen der Orts- und Quartierüblichkeit bleibt.

Sofern eine minime Mietzinserhöhung resultiert, die geltend zu machen sich kaum lohnt, braucht der Mietzins nicht verändert zu werden. In diesem Fall braucht nichts vorgekehrt zu werden.

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