Teuerung

Zum Ausgleich der Teuerung auf dem risikotragenden Kapital darf der Mietzins um 40 % der Steigerung des Landesindexes der Konsumentenpreise erhöht werden (Art. 269a lit. e OR i.V.m Art. 16 VMWG).

Beträgt die aufgelaufene Teuerung beispielsweise 10 %, dürfen die Mietzinse 4 % steigen.

                                               neuer Index - alter Index

Mietzinserhöhung in % =      --------------------------------    x   40

                                                           alter Index

Die 40 %-Regel war schon im Bundesbeschluss über Massnahmen gegen Missbräuche im Mietwesen (BMM) aus dem Jahre 1972 unter der Bezeichnung «Kaufkraftsicherung des risikotragenden Kapitals» enthalten.

Diese vom tatsächlichen Eigenfinanzierungsgrad unabhängige Pauschalregelung findet ihre Entsprechung in der Bankregel, Hypotheken im 1. Rang im Umfang von 60 % der Anlagekosten zu gewähren. Auf den übrigen 40 % lastet erfahrungsgemäss ein höheres Risiko, das sich die Banken in Form eines höheren Zinssatzes für die nachrangigen Hypotheken vergüten lassen. Zusätzlich bestehen die Banken auf einer zügigen Rückzahlung. Nachrangige Hypotheken sind je nach Bank innert 10 bis 20 Jahren zu tilgen, so dass sich eine Eigenkapitalquote von 40 % nach ein bis zwei Jahrzehnten automatisch einstellt

Teil 6 von 8

Teil 1: Gründe für eine Mietzinserhöhung

Teil 2: Mietzinserhöhung infolge Hypothekarzinserhöhung

Teil 3: Mietzinserhöhung infolge Betriebs- und Unterhaltskostensteigerungen

Teil 4: Mietzinserhöhung infolge Mehrleistungen

Teil 5: Überwälzung der Mehrleistungen

Teil 6: Teuerung

Teil 7: Berechnungsbeispiel

Teil 8: Zehn Regeln zur Mietzinserhöhung

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