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Katzen und Nachbarn

Katzen sind die mit Abstand beliebtesten Haustiere in der Schweiz. Die eigenwilligen aber meist sanften und anschmiegsamen Stubentiger erfreuen ihre Besitzer, können aber deren Verhältnis zu den Nachbarn arg belasten. Gesunder Menschenverstand ist gefragt.

Die eigenwilligen aber meist sanften und anschmiegsamen Stubentiger erfreuen ihre Besitzer, können aber deren Verhältnis zu den Nachbarn arg belasten.
Die eigenwilligen aber meist sanften und anschmiegsamen Stubentiger erfreuen ihre Besitzer, können aber deren Verhältnis zu den Nachbarn arg belasten.

(pg) Hauskatzen sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile lebt in jedem vierten Schweizer Haushalt mindestens eine Katze. Obwohl Katzen heute in eine wichtige Rolle als soziale Begleiter des Menschen einnehmen, sind sie eigentlich Raubtiere und tragen räuberhafte Züge in sich. Katzen streifen durch die Nachbarschaft, sie jagen, sie markieren, sie raufen sich lautstark mit ihren Artgenossen. Nicht selten führt dieses völlig natürliche Verhalten zu Nachbarstreitigkeiten. Beispielsweise wenn sie ihr Geschäft im Garten oder im Blumenbeet des Nachbarn verrichten, eine Mäuseleiche auf dem Teppich hinterlassen oder sich durch ein offenes Fenster Zugang zum Haus verschaffen und dabei einen Schaden anrichten. 

Katzenbesitzer nicht haftbar

Schnell stellt sich dann die Frage, ob die Katzenbesitzer für einen den entstandenen Schaden haftbar gemacht werden können. Und die Antwort lautet in den allermeisten Fällen «nein». Das Nachbarrecht (Art. 684 ZGB) besagt zwar, dass jeder Grundeigentümer sein Eigentum so zu nutzen hat, dass daraus keine übermässigen Einwirkungen für die Nachbarn erwachsen.

Bei der Haltung von Katzen ist die Situation aber insofern speziell, da Katzen im Gegensatz zu Hunden nicht beaufsichtigt werden können und als nicht domestizierbar gelten. Verrichtet also ein Hund bei den Nachbarn im Garten seine Notdurft, ist der Hundebesitzer verpflichtet, den Kot wegzuräumen - nicht so bei einer Katze. Ausserdem ist es gerade in Quartieren mit vielen Katzen schwierig, Verunreinigungen einer bestimmten Katze zuzuordnen.

Gesunder Menschenverstand gefragt

Wie so oft im gut nachbarschaftlichen Verhältnis ist auch bei Streitigkeiten, die durch das Verhalten einer Hauskatze hervorgerufen werden, gesunder Menschenverstand gefragt. Wenn anzunehmen ist, dass die Katze beim Nachbar einen Schaden verursacht hat, sollten Katzenhalter den Schaden auch begleichen. Die gängigen Privathaftpflichtversicherungen kommen in der Regel für von Haustieren verursachte Schäden auf.

Katzen auf Distanz halten

Aber auch der sich in seiner Lebensqualität beeinträchtigt sehende Nachbar sollte nicht überreagieren. Nichts ist gegen den Einsatz von Kaffeesatz oder Gittern in den Gartenbeeten einzuwenden, ebensowenig gegen Weinrauten oder die sogenannte «Verpiss-dich-Pflanze» aus der Gattung der Harfensträucher, deren Duftstoffe Katzen fernhalten sollen. Und wer Ultraschallgeräte einsetzen oder sich mit einer Wasserpistole auf die Lauer legen und den Nachbarskatzen so das Revier streitig machen will, darf das auch tun. Dringend abzuraten ist hingegen vom Einsatz von unsichtbaren Zäunen und Elektrozäunen.

Nicht füttern!

Und als oberstes Gebot gilt: Nie die Katze des Nachbarn füttern. Katzen vergessen nicht und werden immer wieder auftauchen, in der Hoffnung, erneut eine Zwischenmahlzeit zu erhalten. Hinzu kommt: Wer Katzen füttert und sie ständig als Gäste in der Wohnung beherbergt, könnte der «Unrechtmässigen Aneignung» nach Art. 137 des Strafgesetzbuches beschuldigt werden. Aber auch hier gilt: Der gesunde Menschenverstand hilft weiter.

Zusätzliche Informationen

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