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Brandschutz bei Solaranlagen

Blitzeinschläge und mangelhafte elektrische Installationen sind wichtige Ursachen bei Hausbränden. Weil Solaranlagen diese Risiken erhöhen, sind hier beim Brandschutz zusätzliche Massnahmen zu beachten.

Solaranlage
Mit welchen Sicherungsmassnahmen eine Photovoltaik-Anlage auszurüsten ist, muss vor Ort entschieden werden.

(knü/stö) Solaranlagen liefern nicht nur Strom – sie stehen auch unter Strom und das kann für das sichere Haus grundsätzlich gefährlich werden. So liegen die Module von Photovoltaikanlagen frei auf dem Dach, weshalb ein Blitz an sich ungehindert einschlagen kann. Und auch die übrigen Komponenten stehen tagsüber permanent unter Spannung, sodass bereits ein kleiner Mangel einen Kurzschluss auslösen kann.

Blitzschutz genügt bei Solaranlagen nicht immer

Die korrekte Montage nach Stand der Technik-Papiere von Swissolar und die Qualität der eingesetzten Komponenten sind für die Sicherheit jeder Anlage zentral. Doch PV-Anlagen benötigen zusätzlichen Schutz vor Überspannung, die beispielsweise von einem Blitzschlag oder anderen Kurzschlussströmen stammen kann. Bei einer Blitzentladung fliessen beispielsweise über 1000 Mal grössere Stromstärken durch die Leitungen als sonst üblich. Entsprechend ist der Überspannungsschutz im Gleichstrombereich zwischen Dach und Wechselrichter besonders wichtig. e Bedeutung beigemessen werden. Auch wenn das Haus bereits eine Blitzschutzanlage besitzen sollte, sind Zusatzmassnahmen oft nicht vergebens. Namentlich ist zu prüfen, ob die Blitzschutzanlage der hohen Stromintensität grundsätzlich standhalten kann.

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Solaranlagen mit Spezialsicherung ausrüsten

Eine Solaranlage ist jedoch auch im Wechselstrombereich mit einer Spezialsicherung auszurüsten. Denn allfällige Störfelder und eine massive Überspannung können ebenso aus dem öffentlichen Netz stammen und auf diese Weise die Anlage gefährden. Und von einem Blitz kann Gefahr ausgehen, auch wenn er nicht direkt eingeschlagen hat. Blitze können sich bis auf eine Entfernung von einem Kilometer bemerkbar machen; unter 500 Meter sind die Magnetfelder jedoch derart gross, dass die induzierte Spannung einem nahen hausinternen Leitungsnetz bedrohlich werden kann. Sind die Hausanschlüsse nicht speziell gesichert, breiten sich die hohen Teilströme ungehindert aus. Sämtliche Heiminstallationen, die am Niederspannungsnetz hängen, darunter Wechselrichter oder Messzähler einer Solaranlage, können grossen Schaden nehmen.

Risikoanalyse vor dem Bau einer PV-Anlage

Mit welchen Sicherungsmassnahmen eine PV-Anlage auszurüsten ist, kann nur vor Ort entschieden werden. Fachleute empfehlen daher, den Bedarf im Rahmen einer professionelle Risikoanalyse abzuklären.

Electrosuisse hat zusammen mit Swissolar im Frühjahr 2019 die Broschüre «Energie – Sonnenklar» herausgegeben. Darin wird unter anderem darauf hingewiesen, dass ein Gebäude durch eine Photovoltaikanlage nicht blitzschutzpflichtig wird. Hingegen ist dort, wo ein Blitzschutz vorhanden ist, die korrekte Einbindung der Solaranlage in das Blitzschutzsystem notwendig. Bei Fragen oder Unsicherheiten sollten Bauherrschaften unbedingt Fachleute der Gebäudeversicherungen beiziehen, denn die Verantwortung über die Sicherheit liegt in jedem Fall bei der Bauherrschaft.

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