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Neue Baustandards erkennen die Gefahr durch Erdbeben

Gefahr für starke Erderschütterungen droht in der ganzen Schweiz, doch in einigen Regionen ist die Wahrscheinlichkeit für ein Beben deutlich grösser. Geeignete Massnahmen lassen sich in einem Neubau kostengünstig umsetzen.

Erst 1989 hat der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA eine moderne Norm zur Erdbebensicherheit publiziert.
Erst 1989 hat der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA eine moderne Norm zur Erdbebensicherheit publiziert.

Erst 1989 hat der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA eine moderne Norm zur Erdbebensicherheit publiziert. Doch vielfach würde die Norm gar nicht beachtet, findet Professor Hugo Bachmann, was zur Folge hat, dass jeden Tag – aufgrund der stark wachsenden Bausubstanz – das Erdbebenrisiko in der Schweiz grösser wird. An den Kosten kann es nicht liegen, denn nach Berechnungen von Bachmann liegen die Mehrkosten für Erdbebensicherheit bei Neubauten unter einem Prozent der Baukosten. Sehr viel teurer wird es, wenn der Bauingenieur zu spät beigezogen wird oder das Gebäude schon steht.

Norm des SIA setzt Standards

Was zu machen ist, um die Erdbebensicherheit von Neubauten zu gewährleisten, hängt gemäss der SIA-Norm von drei Faktoren ab:

  • Erdbebenzone: Ist das Erdbebenrisiko hoch (Basel oder Wallis), mittel oder gering?  
  • Baugrund: Ist der Baugrund geeignet (Fels), mittelgut oder risikobehaftet (weiche Böden)?
  • Art des Gebäudes: Handelt es sich um ein privates Gebäude oder um einen Infrastrukturbau?

Fazit: Wer in einer Erdbebenzone auf weichem Boden an einem Hang baut, wohnt danach in einem gefährdeten Haus – sofern keine baulichen Vorkehren getroffen wurden.

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«Weiches» Erdgeschoss vermeiden

Zimmerwände steifen ein Gebäude zusätzlich aus. Häufig strebt aber die Bauherrschaft im Erdgeschoss einen möglichst grossen Raum an – ohne Zwischenwände. Dadurch resultieren «weiche» Sockelstockwerke. Eine relativ stabile Kiste steht dann auf einem unsicheren Erdgeschoss. Bei einem Erdbeben fällt dieses weiche Geschoss in sich zusammen. Sinnvoll sind gemäss Bundesamt für Umwelt, Bafu, mindestens zwei Stahlbetonwände je Richtung. Bei mehrgeschossigen Wohnbauten werden diese Wände in der Regel an einem Erschliessungskern aus Beton «angehängt». Der Liftschacht mit der angedockten Treppe bekommt so beidseitig «Flügel» in Form von Betonwänden in den Etagen. Die anderen Wände, eingeschlossen die äussere Gebäudehülle, sind dann mit Backsteinen erstellt. Denn gemauerte Wände sind deutlich günstiger als Betonkonstruktionen. Diese Kombination ist erdbebensicher und relativ kosteneffizient.

Fertigbauteile richtig einsetzen

Für Backsteingebäude sind aussteifende Fertigteile aus Stahlbeton erhältlich. Richtig eingesetzt, können sie das Risiko deutlich reduzieren. Ausfachungen von Skelett-Strukturen mit Backsteinen sind dagegen unsicher, weil das Ausfach-Material bei einem Beben aus dem «Rahmen» fällt. Eine schlechte Bewertung von Experten bekommen auch vorgehängte Fassaden, sofern sie nicht konsequent verankert sind. Nur eingehängt oder auf einer Konsole abgestellt, genügt nicht.  

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