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Das grosse Erdbeben von 1946 in Sierre

Schweizweit werden im Wallis die meisten Erdbeben verzeichnet. Meist handelt es sich um leichte, zum Teil kaum spürbare Erdstösse. Nicht so am 25. und 26. Januar 1946. Damals wurde in Sierre ein Beben der Stärke 6,1 registriert.

Im Gegensatz zu 1946 ist der Talboden des Rhonetals mittlerweile dicht besiedelt und Standort grosser Industrieanlagen.
Im Gegensatz zu 1946 ist der Talboden des Rhonetals mittlerweile dicht besiedelt und Standort grosser Industrieanlagen.

(pg) Am 25. Januar 1946, einem Freitag, ereignete sich in der Region von Sierre das stärkste Erdbeben in den Alpen während des 20. Jahrhunderts, mit einer Intensität von VIII und einer Magnitude von 6,1. Um 18.32 Uhr bebte die Erde für einige Sekunden. Die Leute stürzten ins Freie, Ziegel und Kamine fielen von den Dächern. Die Strassen waren mit Schutt übersät.

Vier Todesopfer und 3500 schwer beschädigte Gebäude

Für einige Stunden herrschten grosse Ungewissheit und chaotische Zustände, wie der Schweizer Erdbebendienst SED auf seiner Website berichtet. Bei Tageslicht offenbarten sich dann die verheerenden Folgen des Bebens. Insgesamt kamen bei dem Beben vier Personen ums Leben. Eine Frau erschrak in der Bahnhofstrasse in Sierre buchstäblich zu Tode. Zwei weitere Personen in Mollens und Naters teilten dieses Schicksal. Und eine weitere Person starb in Frankreich. «Es ist ein Mechaniker, dessen Wagenheber im Moment des Erdstosses nachgibt», wie der «Walliser Bote» in einer Geschichtschronik schreibt.  

Der Chronik zufolge zählte man allein in dem vom Beben am stärksten betroffenen Ort Sierre über 400 eingestürzte Kamine. Viele Kirchtürme wurden stark beschädigt oder stürzten sogar ein. Insgesamt wurden fast 3500 schwer beschädigte Gebäude gezählt. Nach Berechnungen des Schweizerischen Erdbebendienstes SED belief sich die Schadensumme nach heutigem Wert auf rund 26 Millionen Franken. In den Seitentälern kam es zu Felsabbrüchen, bei denen ganze Teile von Bergen einstürzten. Kleine Seen verschwanden, weil sie durch Erdrutsche verschüttet werden.

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Was wäre heute?

Im statistischen Durchschnitt wird das Wallis alle 50 bis 100 Jahre von einem Erdbeben mit einer Magnitude von ungefähr 6 auf der Richterskala heimgesucht. Was geschähe heutzutage bei einem mit Sierre 1946 vergleichbaren Beben im Rhonetal? Aufgrund der dichteren Bebauung wären die Folgen eines gleich starken Bebens nach Einschätzung des SED heute viel grösser. Im Gegensatz zu 1946 ist der Talboden des Rhonetals mittlerweile dicht besiedelt und Standort grosser Industrieanlagen. Erschwerend hinzu kommt ein ungünstiger Untergrund im Rhonetal. Durch sogenannte Standorteffekte wird im weichen Sediment des Talbodens die Amplitude der Erschütterungswellen bis zu zehn Mal verstärkt. Die Erschütterungen fallen also viel stärker aus als zum Beispiel an felsigen Standorten.

Der Schweizerische Erdbebendienst geht davon aus, dass auch viele neue Gebäude einem starken Erdbeben unter diesen Bedingungen wahrscheinlich nicht standhalten würden. Es wäre mit viel mehr Opfer als 1946 zu rechnen.

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