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Bauweise bietet eingeschränkten Erdbebenschutz

Erdbebensicherheit in bestehenden Häusern ist ein wichtiges Anliegen von Behörden. Auch Hauseigentümer sollten sich mit dem Thema befassen. Grund dazu hätten sie jedenfalls.

Von über 90 Prozent der Schweizer Gebäude ist nicht bekannt, ob sie erdbebensicher sind.
Von über 90 Prozent der Schweizer Gebäude ist nicht bekannt, ob sie erdbebensicher sind.

Erdbeben lassen sich nicht vermeiden – die entstehenden Schäden können jedoch mit einer erdbebengerechten Bauweise verringert werden. Erdbebengerechtes Bauen heisst, vor allem Menschen vor einstürzenden Bauwerken zu schützen, Schäden an Bauten zu begrenzen und Folgeschäden zu vermindern.

Von über 90 Prozent der Schweizer Gebäude ist nicht bekannt, ob sie erdbebensicher sind. Die 2003 eingeführte schweizerische Erdbebenbaunorm SIA 261 sowie das SIA Merkblatt 2018 geben an, wie neue Gebäude erdbebengerecht gebaut, beziehungsweise wie bei bestehenden Bauten die Erdbebensicherheit erhöht werden kann. Je nach Gebäude kann ein erdbebengerechter Umbau allerdings hohe Kosten nach sich ziehen.

Zudem: Erdbebengerecht bedeutet nicht, dass Erschütterungen einem Gebäude nichts anhaben können. Es besagt lediglich, dass Massnahmen getroffen wurden, um einen Einsturz des Gebäudes zu vermeiden.

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Nachrüstung nicht einfach

Erdbebensicherheit ist eine Disziplin des Bauingenieurwesens, setzt also ein fundiertes Fachwissen voraus. Die von Spezialisten empfohlenen Massnahmen zielen auf eine höhere Festigkeit und, je nach Gebäude, erhöhte Flexibilität. Der Einbau von Wänden und Trägern aus Stahlbeton stärkt das Haus gegen Erschütterungen. Besonders eindrücklich wurde das an einem Schulhaus in Monthey (Wallis) realisiert: Mit einem Liftschacht aus Stahlbeton über die gesamte Gebäudehöhe konnte das 5-geschossige Haus stabilisiert werden. Das Schulhaus stammt aus dem Jahre 1908, die Mauern sind sehr dünn. Da der Schacht von aussen an die Fassade angebaut wurde, mussten die Grundrisse nicht verändert werden. Das Beispiel zeigt auch, wie sich Synergien nutzen lassen.

Um ein Haus flexibler zu machen, also das Verformungsvermögen zu verbessern, werden „Erdbebenlager“ in Konstruktionen eingebaut.
Um ein Haus flexibler zu machen, also das Verformungsvermögen zu verbessern, werden «Erdbebenlager» in Konstruktionen eingebaut.

Verformung ohne Einsturzgefahr

Um ein Haus flexibler zu machen, also das Verformungsvermögen zu verbessern, werden «Erdbebenlager» in Konstruktionen eingebaut. Damit können sich einzelne Hausteile bewegen, ohne dass das Haus zusammenfällt. In bestehenden Bauten ist diese Massnahme aber sehr schwierig zu realisieren. Einfacher gestaltet sich die Bespannung von Wänden mit Verstärkungsbändern, typischerweise mit Kohlefaserlamellen. Entscheidend ist, dass diese baulichen Einbauten an den statisch relevanten Stellen im Haus erfolgen. Und wann? «Am besten bei einer allgemeinen Sanierung oder einem Umbau», rät Professor Hugo Bachmann. Der Experte ist Verfasser eines Bafu-Ratgebers zum «Erbebensicheren Bauen in der Schweiz» und findet, «bestehende Bauwerke sollten überprüft werden».

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