Hagelschäden an Gebäuden

Die Schweiz ist gemäss VKF (Vereinigung kantonaler Feuerversicherungen) in drei Hagelzonen mit unterschiedlicher Gefährdung eingeteilt. Ein Gebäude kann jedoch an den vermeintlich sichersten Standorten von Hagel betroffen werden. Erfahren Sie, was Hauseigentümer zum Schutz eines Gebäudes tun können.

Als Hagel bezeichnet man den Niederschlag von Eisbrocken mit einer Grösse ab 5 mm Durchmesser.
Als Hagel bezeichnet man den Niederschlag von Eisbrocken mit einer Grösse ab 5 mm Durchmesser.

Als Hagel bezeichnet man den Niederschlag von Eisbrocken mit einer Grösse ab 5 mm Durchmesser. Im Durchschnitt besitzen Hagelkörner einen Durchmesser von 10 – 15 mm, sie können jedoch in seltenen Fällen wesentlich grösser (bis 80 mm) sein; die Golf- und Tennisball grossen Eiskugeln wiegen dabei mehrere hundert Gramm. Bei Durchmesser unter 5 mm spricht man von Graupel. Hagel entsteht in einer Gewitterzelle. Diese können sich grundsätzlich zu jeder Tages- und Jahreszeit entwickeln. Im Sommer und spät am Nachmittag ist die Wahrscheinlichkeit für Gewitter und somit auch für Hagel jedoch am grössten. Meistens reichen die atmosphärischen Bedingungen für eine Hagelbildung nicht aus, unter anderem sind die Hagel- oder Graupelkörner so klein, dass sie schmelzen und den Erdboden als Platzregen erreichen.

Gefährdete Lagen

Die Schweiz wird in drei Hagelzonen unterteilt, welche jeweils abhängig von Auftretenswahrscheinlichkeit und Korngrösse sind.

Am grössten ist die Hagelgefahr in Gebieten, in denen trockenkalte und feuchtwarme Luftmassen aufeinanderstossen und in Gebirgsregionen, wo die Konvektion (vertikale Luftbewegung) durch Bergmassive zusätzlich verstärkt wird. Stark gefährdet sind demnach der Voralpenraum von der Region Bern bis an den Bodensee, die Region um den Genfersee sowie das Südtessin.

Gebäude vor Hagel schützen

Ein Gebäude kann an jedem Standort durch Hagel betroffen werden. Der Einfallwinkel des Hagels bestimmt die Intensität der Einwirkung auf Dach und Fassaden. Bei senkrechtem Aufprall mit Geschwindigkeiten bis über 100 km/h ist die Belastung für ein Bauteil am grössten. Die SIA-Norm 261/1 «Einwirkungen auf Tragwerke» enthält ein Prüfregister für Baumaterialien (an Dach und Fassade), welche auf ihren Hagelwiderstand analysiert und klassiert werden.

Was können Hauseigentümer zum Schutz vor Hagel tun?

  • Auf den Einsatz von widerständsfähigen Baumaterialien achten.
    Unter www.hagelregister.ch sind die geprüften Produkte online und aktuell abrufbar.
  • Reinigen von Dachrinnen und Abfallrohren, etwa zweimal im Jahr. Bei Hagel können die Eiskörner die Abflüsse verstopfen und ein Eindringen von Wasser in darunter liegende Räume verursachen.
  • Einziehen der Sonnenstoren aus Stoff bei Hagel- und Sturmgefahr, da diese durch Hagelkörner beschädigt werden können. Lamellenstoren können allerdings auch bei geringen Hagelkorngrössen beschädigt werden.
  • Gartensitzplatz räumen.

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