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Wie schützen Sie Ihr Haus vor Schäden durch Starkregen?

Fallen innerhalb kürzester Zeit grosse Niederschlagsmengen, kann das zu Schäden an Gebäuden führen. Mit den richtigen Schutzmassnahmen und einer geeigneten Versicherungsabdeckung kann die Sicherheit vor Überschwemmungen durch Starkregen im Haus aber deutlich erhöht werden.

Fallen innerhalb kürzester Zeit grosse Niederschlagsmengen, kann das zu Schäden an Gebäuden führen.
Fallen innerhalb kürzester Zeit grosse Niederschlagsmengen, kann das zu Schäden an Gebäuden führen.

(stö) Unter Starkregen oder Starkniederschlag versteht man Wassermengen von mehr als 5 Liter auf den Quadratmeter in 5 Minuten, mehr als 10 Liter in 10 Minuten oder mehr als 16 Liter pro Stunde. Allerdings können solche Ereignisse deutlich heftiger ausfallen. In Mitteleuropa sind kurz anhaltende, dafür heftige Niederschläge häufiger als lang anhaltende kräftige Regenfälle. Noch lässt sich ein Anstieg der Häufigkeit von Starkregen infolge des Klimawandels empirisch nicht nachweisen; Anlass zu dieser Vermutung besteht indes.

Überschwemmungsgefahren durch Starkregen vorbeugen

Wenn sehr schnell grosse Niederschlagsmengen anfallen, können sowohl Gebäude als auch das örtliche Abwassersystem in Mitleidenschaft gezogen werden. Folgende bauliche Massnahmen können Gefährdungen vorbeugen:

  • Rückstauklappen: Diese verhindern das Eindringen von Wasser aus der Kanalisation (Rückstau) ins Hausinnere.

  • Erhöhte Schwellen bei Lichtschächten und Türen: Diese verhindern das Eindringen von Umgebungswasser.

  • Betonierte Keller ohne Naturböden: Bei anhaltenden Niederschlägen besteht die Gefahr, dass der Grundwasserspiegel steigt und Wasser durch Naturböden eindringen kann.

  • Anpassen der Umgebungsgestaltung wie z.B. Dämme bei Liegenschaften in der Nähe von stehenden oder fliessenden Gewässern oder bei Liegenschaften im Gefahrenbereich gemäss der Oberflächenabflusskarte.

Vorsicht bei Regen und Hochwasser

Naturgefahren-Check unter schutz-vor-naturgefahren.ch

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schutz-vor-naturgefahren.ch zeigt auf, wie Sie sich und Ihr Gebäude wirksam vor Naturgefahren schützen können.

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Abwasseranlagen regelmässig warten

Bauliche Massnahmen bzw. Abwasseranlagen helfen aber nur, wenn sie regelmässig kontrolliert bzw. gewartet werden. Dazu gehörten

  • Laub und Unrat aus Regenrinnen sowie aus Schächten entfernen.

  • Allfällige Abwasserpumpen kontrollieren.

  • Funktionstüchtigkeit von Rückstauklappen überprüfen.

  • Schlammsammler, Kontrollschächte und Ölabscheider kontrollieren.

  • Sicker- und Grundleitungen durchspülen.

  • Grund- und Hausanschlussleitungen mit Kanal-Fernsehen überprüfen.

Diese Arbeiten sollten nur von Fachleuten wie Spengler, Kanalreinigungsfirma etc. ausgeführt werden.

Schutzmassnahmen im akuten Fall von Starkregen

Um Überschwemmungen durch akuten Starkregen oder lang anhaltenden Niederschlag vorzubeugen, rät der Wetter-Alarm® der Kantonalen Gebäudeversicherungen und Helvetia zu folgenden Massnahmen:

  • Räumen Sie das Untergeschoss oder lagern Sie das Material in erhöhter Lage.

  • Schalten Sie Elektroinstallationen im Unter- und Erdgeschoss aus.

  • Besorgen Sie sich Sandsäcke, Plastikfolien und Bretter, um abzudichten.
    • Türen und schwellenlose Fenster im Erdgeschoss
    • Lichtschächte und Fenster von Untergeschossen
    • Aussentreppen zu Untergeschossen
  • Dichten Sie die Abläufe der sanitären Einrichtungen mit Sandsäcken und Lappen ab.

  • Dichten Sie innen liegende Kanalisationsdeckel und Bodenabläufe ab.

  • Fixieren Sie Heizöltanks so, dass sie nicht aufschwimmen oder umkippen.

  • Sichern Sie Heizölleitungen gegen das Auslaufen von Heizöl.

  • Lagern Sie gefährliche Stoffe an sicherer Stelle.

Das Naturgefahrenportal des Bundes rät überdies, Keller und Untergeschosse bei drohender Überschwemmungsgefahr zu meiden.

Wetter-Alarm bei Starkregen

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Jetzt die kostenlose Wetter-Alarm App herunterladen und rechtzeitig vor Starkregen und Überschwemmungen gewarnt sein!

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Versicherungsdeckung bei Schäden durch Starkregen

Die Gebäudeversicherung deckt in der Regel Schäden am Haus, wenn Oberflächenwasser durch heftige Regenfälle durch Türen und Fenster ins Gebäudeinnere gedrungen ist. Versichert sind dabei grundsätzlich alle fest mit dem Gebäude verbundenen Einrichtungen. Nicht versichert sind hingegen Schäden durch einen Kanalisationsrückstau, da dabei das Wasser nicht ebenerdig, oberflächlich und nicht durch Türen und Kellerfenster ins Haus eindringt. Solche Schäden gelten daher nicht als Elementarereignis.

Schäden am Mobiliar (Fahrhabe) sind bei Überschwemmungen durch die private Hausratversicherung gedeckt unter der Voraussetzung, dass geeignete Abwehrmassnahmen getroffen worden sind. Aber auch die Hausratversicherung deckt keine Rückstauschäden, weil sie hierfür den Eigentümer der Kanalisation in der Pflicht sieht.

Zusatzversicherungen gegen Wasserschäden

Die Gebäudeversicherungen bieten freiwillige Zusatzversicherungen an wie beispielsweise «GVB Aqua». Diese kommt für Wasserschäden am Gebäude auf, die nicht durch die obligatorische Gebäudeversicherung gedeckt sind, z.B. bei eindringendem Wasser durch undichte Leitungen oder Hausdächer sowie Rückstau und Grundwasser inklusive Folgekosten unabhängig der Ursache.

Versichern Sie sich gegen alle Wasserschäden

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Überschwemmungsschäden sind bereits durch die obligatorische Gebäudeversicherung gedeckt. Schützen Sie sich mit der Wasserversicherung GVB Aqua gegen alle anderen Wasserschäden die z.B. durch einen Rohrbruch entstehen können.

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Dieser Inhalt entstand in Kooperation mit den Experten der Gebäudeversicherung Bern.

Zusätzliche Informationen

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