Notvorrat anlegen: So überbrücken Sie Notsituationen

Unerwartete Ereignisse - das kann eine Umweltkatastrophe, ein Erdbeben oder eine andere Bedrohung sein - können auch heute jederzeit unsere Versorgung gefährden. Wir sagen Ihnen, wie sich mit einem Notvorrat solche Versorgungsengpässe überbrücken lassen.

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Wir sagen Ihnen, wie sich mit einem Notvorrat solche Versorgungsengpässe überbrücken lassen.

(pg) Zur Zeit des Kalten Krieges wurde unter dem Motto "Kluger Rat – Notvorrat" Werbung für den Haushaltvorrat gemacht. Heute haben sich die Bedrohungslagen verändert. Möglich sind Terrorangriffe, Cyberattacken und sogenannte hybride Angriffe, worunter eine Mischung aus offenen und verdeckten sowie militärischen und zivilen Bedrohungen zu verstehen ist. Auch Unwetterkatastrophen, Erdbeben oder lang andauernde Stromausfälle könnten die Versorgung gefährden. Generell geht es also nicht mehr darum, längere Krisen im Luftschutzbunker zu überstehen, sondern um die Überbrückung von kürzeren Versorgungsengpässen.

Notvorrat für rund eine Woche

Dem entsprechend empfiehlt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung auch nicht, einen Vorrat für Monate anzulegen, sondern lediglich für rund eine Woche. Der persönliche Vorrat sollte dabei nach den eigenen Ernährungsgewohnheiten zusammengestellt sein. Experten empfehlen, den Notvorrat in den Küchen- oder Kochalltag zu integrieren, die Lebensmittel also laufend zu verbrauchen und wieder zu ersetzen. Die Lagerung sollte trocken, dunkel und kühl erfolgen. Auch Lebensmittel im Tiefkühler gelten als Notvorrat, denn sie können auch bei einem Stromausfall noch konsumiert werden.

Im Fokus stehen vor allem lagerfähige Lebensmittel und Lebensmittel, die ohne Erhitzen genossen werden können:

  • Ungekühlt haltbare Fertiggerichte (Rösti, Reisgerichte, Suppen)
  • Fleisch-, Fisch- und Gemüsekonserven
  • Teigwaren, Reis
  • Tomatensauce
  • Trockenfleisch, Dauerwürste
  • Hartkäse
  • Schokolade
  • Bouillon, Pfeffer, Salz
  • Öl
  • Zucker, Konfitüre, Honig
  • Zwieback, Knäckebrot
  • Kaffee, Tee, Kakao
  • Spezialnahrung für Babys, Diabetiker oder Allergiker
  • Tierfutter

Getränke

Wichtiger noch als Nahrungsmittel ist die Lagerung von Wasser:

Unerwartete Ereignisse - das kann eine Umweltkatastrophe, ein Erdbeben oder eine andere Bedrohung sein - können auch heute jederzeit unsere Versorgung gefährden. Wir sagen Ihnen, wie sich mit einem Notvorrat solche Versorgungsengpässe überbrücken lassen.

  • 9 Liter Wasser pro Person
  • UHT-Milch
  • Frucht- und Gemüsesäfte

Gebrauchsartikel

Selbstverständlich sollte der Vorrat auch Dinge des täglichen Lebens umfassen, wie ein

  • Batteriebetriebenes Radio
  • Campingkocher mit Gas-Cartouchen
  • Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeug
  • Hygieneartikel, Seife, WC-Papier, Feuchttücher
  • Taschenlampen mit Ersatzbatterien
  • Müllbeutel

Übrigens: Ein Vorrat zu Hause ist nicht nur in Notsituationen von Vorteil, sondern auch im Alltag. Stehen zum Beispiel plötzlich unangemeldet Gäste vor der Türe, lässt sich mit den Vorräten immer ein kleines Mahl zaubern. Und auch wer krank im Bett liegt, kann sich im Vorratslager bedienen und muss das Haus nicht verlassen.

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