Bauen gegen Naturkatastrophen

Einen absoluten Schutz gibt es natürlich nicht. Doch mit der richtigen Planung und Materialwahl beim Renovieren und Bauen lässt sich im Fall von Hagel, Sturm oder Überschwemmung der Schaden wenigstens mindern.

Die Schäden an Gebäuden nahmen in den vergangenen Jahren drastisch zu.
Die Schäden an Gebäuden nahmen in den vergangenen Jahren drastisch zu.

(msm) Die Schäden an Gebäuden nahmen in den vergangenen Jahren drastisch zu, im Kanton Bern ganz besonders; der Klimawandel begünstigt Überschwemmungen, Stürme und Hagelschlag. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ergreifen mit Vorteil von Anfang an Massnahmen: «Je früher man an die Naturgefahren denkt und Fachleute einbezieht, desto weniger kostet es, wenn es zu einem Ereignis kommt», sagt Stefan Orecchio, Elementarschaden-Experte bei der Gebäudeversicherung Bern (GVB). Die «goldenen Tipps» für die Vermeidung von Schäden am eigenen Heim gebe es zwar nicht: «Es kommt immer darauf an, welche Art von Konstruktion es ist und wo diese steht.» Wichtig ist, dass die Arbeiten nach den aktuell gültigen Regeln der Baukunst und fachmännisch ausgeführt würden – das seien schon einmal gute Voraussetzungen.

Einige Hilfen gibt es dennoch. Grundsätzlich über Risiken setzen die Gefahrenkarten des Kantons ins Bild (www.vol.be.ch). Sie zeigen unter anderem die Lawinen- und Hochwassergefährdung in vier Stufen. Ferner berät die Gebäudeversicherung Bern Wohneigentümer gratis und leistet in bestimmten Fällen über die Bernische Stiftung zur Prävention von Gebäudeschäden sogar finanzielle Unterstützung für präventive Massnahmen (www.gvb.ch).

Wer weiss, dass sein Haus in einer Überschwemmungszone liegt, kann unter Umständen mit relativ einfachen Massnahmen Schäden verhindern; beispielsweise mit Stellstreifen oder Teerwulsten, die das Wasser vom Gebäude fernhalten. Ist das nicht möglich, schützen vielleicht verschlossenen Öffnungen in den Kellerwänden oder Fenster mit erhöhter Wasserdichtigkeit.

Auch für Hagel existiert eine Gefahrenkarte (www.hagel.ch). Sie zeigt, dass der grösste Teil des Kantons Bern in der zweithöchsten und höchsten von vier Gefahrenstufen liegt. Wer das Risiko eines Schadens verkleinern möchte, sollte sich auf der Website www.hagelregister.ch informieren. Die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) baut hier einen Katalog, der die Baumaterialien nach ihrer Hagelresistenz katalogisiert. Zum Schutz vor Sturmschäden schliesslich sollten in erster Linie möglichst wenig Angriffsflächen geboten werden – und natürlich sollte die Statik und die Befestigung der Baumaterialien stimmen.

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