Elementarschadenprävention für Gebäude

Die Normen des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) sind anerkannte Regeln für sämtliche Zweige des Bauwesens und werden periodisch dem neusten Stand der Technik angepasst. Bedeutung haben sie auch beim Schutz vor Elementarereignissen.

(mas) Im Bauwesen bestehen über die gesetzlichen Vorschriften hinaus unzählige Normen. Betreut und publiziert werden sie von einer einzigen Stelle, dem Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA). Die SIA-Normen sind anerkannte Regeln der Baukunde und beschreiben den aktuellsten Stand der Technik. Rund 200 Kommissionen erarbeiten das Normenwerk, entwickeln es ständig weiter und integrieren europäische Normungen. Alle Normen, provisorische Vornormen und SIA-Merkblätter werden regelmässig überprüft und überarbeitet und durchlaufen dabei eine breit angelegte Vernehmlassung. Die Delegiertenversammlung des SIA entscheidet alle zwei Jahre über die Entwicklung der Normenpolitik.

Vorschrift oder Empfehlung?

Je nach Kanton sind SIA-Normen auch rechtlich relevant. Meistens enthalten sie aber einen Ausnahmeartikel, der Abweichungen erlaubt, sofern eine Lösung gleichwertig ist. Das Normenwerk versteht sich mehr als Hilfsmittel zur Berufsausübung für alle am Bau Beteiligten. Auch das Baugesetz des Kantons Bern verweist auf SIA-Normen. Umstritten ist jedoch, ob sie rechtsverbindlich sind oder nur als Empfehlungen gelten.

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