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Sturmschäden an Gebäuden vermeiden

Durch eine sorgfältige Planung und fachgerechte Ausführung können Sturmschäden an Gebäuden vorgebeugt werden. Nachträgliche Änderungen zur Absicherung Ihres Gebäudes sind in der Regel aufwändig und teuer. Lesen Sie unsere Tipps für die Bauplanung.

Sturmklammer
Sturmklammer

(pg) Zentrale Elemente des Gebäudeschutzes sind auf allen Ebenen die sorgfältige Planung und die fachgerechte Ausführung beim Bau der Immobilie. Nur so kann Sturmschäden an Gebäuden auch effektiv vorgebeugt werden:

  • Ziehen Sie einen Bauingenieur zur Berechnung der Statik bei, der auch der regional unterschiedlichen Sturmgefährdung Rechnung trägt (nach SIA 261).

  • Besprechen Sie mit Ihrem Planer und den Handwerkern die Vorgaben in der Nutzungsvereinbarung nach der Tragwerksnorm SIA 260.

Nachträgliche Änderungen zur Absicherung Ihres Gebäudes sind zwar möglich, in der Regel jedoch aufwändiger und teurer.

Winde verursachen die grössten Sturmschäden

Die für Gebäude gefährlichste Begleiterscheinung eines Sturmes ist der Wind. Stürme wie «Lothar» (1999) oder «Burglind» (2018) waren begleitet von Böen mit Geschwindigkeiten von über 200 km/h. Neben den reinen Geschwindigkeiten belasten ständig wechselnde Luftströmungen und Luftwirbel, die sich von Ecken und Kanten der Bauwerke ablösen, die Lasten auf das Gebäude.

Exponierte Dächer vor Sturm schützen

Gebäudedächer sind wegen ihrer exponierten Lage und steigenden Windgeschwindigkeiten in der Höhe am häufigsten von Schäden betroffen. Folgende vorbeugenden Massnahmen an Dächern können helfen, Sturmschäden zu vermeiden:

Steildach

  • Die Randbereichs- / Gratabdeckungen und Firstziegel befestigen (mit Sturmklammern, Schrauben, Ortgangziegel etc.)

  • Der Planer berechnet die richtige Dimensionierung Ihres Daches und überwacht die Ausführung durch den Handwerker.

  • Dachplatten fachgerecht befestigen.

  • Möglichst ein Unterdach erstellen.

  • Die Tragkonstruktion des Daches darf ohne Überprüfung durch eine Ingenieurin oder einen Ingenieur nicht verändert werden.

Flachdach

  • Wählen Sie ein möglichst unempfindliches Flachdachsystem (vollflächig verklebte, begehbare und begrünte Dächer). Die Randabdeckungen gut und fachmännisch befestigen und so wählen, dass sie möglichst wenig Angriffsflächen bieten.

  • Die Beschwerungselemente (Kies, Zementplatten, Recycling-Glas, Holzroste) sollten die Dachfolien vollflächig bedecken.

 Aussergewöhnliche Dächer

  • Informieren Sie sich beim Planer über die Windanfälligkeit und lassen Sie gegebenenfalls die Konstruktion den zu erwartenden Beanspruchungen anpassen.

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Vorbeugende Massnahmen an An- und Aufbauten

  • Ort und Art der Befestigung von Antennen, Solaranlagen und Satellitenschüsseln müssen sturmgerecht sein. Lassen Sie dies durch einen Fachmann sicherstellen.

  • Vermeiden Sie aussergewöhnliche Wind-Angriffsflächen (weit herunter- bzw. nach vorne gezogene Dächer, Vorbauten oder Nischen). So verringern sich auch die Druck- und Sogkräfte des Winds.

  • Bei Kaminen einfache, massive Ausführungen bevorzugen.

Vorbeugende Massnahmen an der Fassade

  • Stabile Verankerung von Isolierungs- und Fassadenelementen im Tragwerk des Gebäudes.

  • Weiche Fassadenmaterialien sollten in hagelgefährdeten Gebieten generell vermieden werden.

  • Grossflächige Glaselemente müssen stets flexibel aufgehängt sein.

  • Verkleidungssystem und Befestigungsart den Beanspruchungen gemäss den geltenden Richtlinien wählen und dimensionieren.

  • Solide sowie korrosions- und witterungsgeschützte Befestigungssysteme wählen.
Zusätzliche Informationen

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