Wie man das Diebstahlrisiko senken kann

Die Schweiz gilt als eines der sichersten Länder der Welt. Nichts desto trotz gibt es auch hierzulande unzählige Straftaten. Zu den häufigsten gehört der Diebstahl. Velos werden entwendet, Fahrzeuge aufgebrochen und auch an der Haus- oder Wohnungstüre ist man vor den Langfingern nicht sicher, geschweige denn in der Öffentlichkeit.

Zu den häufigsten Delikten gehören der Autodiebstahl oder Entwendungen aus dem Auto.
Zu den häufigsten Delikten gehören der Autodiebstahl oder Entwendungen aus dem Auto.

(pg) Am häufigsten schlagen Diebe dort zu, wo sich viele Menschen aufhalten, also beispielsweise in Bahnhöfen, im öffentlichen Verkehr, in Einkaufszentren oder an Grossveranstaltungen. Hier können sich Diebe im Gedränge an ihre Opfer heranmachen - und nach dem Diebstahl auch wieder abtauchen.

Trickdiebstahl an der Haustür: Achtung vor vorgetäuschten Notlagen

Doch nicht immer verlassen sich Diebe auf den Schutz von grossen Menschenansammlungen. Auch der sogenannte Trickdiebstahl an der Haus- oder Wohnungstür wird der Polizei häufig gemeldet. Dabei täuschen die Täter die häufig älteren und zum Teil betagten Bewohner mit erfundenen Geschichten, um sich Zutritt zu den Wohnräumen zu verschaffen.

Bei diesen Geschichten lassen sich drei Grundmuster feststellen: Meist täuschen die Täter entweder eine Notlage, eine bestimmte Funktion wie zum Beispiel Behördenvertreter, Handwerker und Versicherungsvertreter oder eine persönliche Beziehung zum Opfer oder dessen Umfeld vor. Dabei zeigen sich die Täter erfinderisch und auch an schauspielerischem Talent fehlt es häufig nicht.

Zu den häufig vorgetäuschten Notlagen gehören die Bitte um ein Glas Wasser wegen Unwohlseins, der «Papier- und Stift-Trick» um dem angeblich nicht angetroffenen Nachbarn eine Nachricht hinterlassen zu können oder die Kontrolle von angeblichen Wasserschäden im Haus. Aber auch mit dem Anliegen, telefonieren, die Toilette benutzen oder das Baby wickeln zu dürfen, verschaffen sich die Diebe Zugang zu Wohnungen und Häusern.

Die wichtigsten Tipps:

  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung
  • Mit einem Blick durch den Türspion oder das Fenster die Besucher kontrollieren
  • Sperrbügel oder Sicherheitskette vorlegen
  • Genau überlegen, wie realistisch die beschriebene «Notlage» ist und welche Alternativen für die Person bestehen würden
  • Handwerker nur einlassen, wenn sie selber bestellt wurden

Diebstahl aus dem Auto: Wertsachen nicht im Auto lassen

Zu den häufigsten Delikten gehören der Autodiebstahl oder Entwendungen aus dem Auto. Diebe haben es also gleich auf das ganze Fahrzeug oder aber auf sich im Wagen befindende Wertgegenstände wie das Navigationsgerät, Autoradios, Smartphones oder Notebooks abgesehen. Zwar sind Autos heute nicht mehr so leicht zu knacken wie früher und bei neuen Wagen sind meist auch Alarmsysteme integriert, aber dennoch ist ein Diebstahl zumindest auf die rudimentäre Art mittels Einschlagen der Scheiben relativ schnell geschehen.

Die wichtigsten Tipps:

  • Wenn immer möglich alle Wertgegenstände aus dem Auto mitnehmen - inklusive der Autopapiere
  • Türen, Fenster, Schiebedach und Kofferraum schliessen - auch in geschlossenen Garagen
  • Zündschlüssel abziehen und Lenkrad sperren
  • Autopapiere auf sich tragen
  • Sich beim Autokauf über Alarm- und Sicherheitssysteme informieren

Velodiebstahl: Qualitäts-Veloschloss verwenden

Ein sehr beliebtes Diebesgut sind Velos. Jährlich werden in der Schweiz rund 40‘000 Velos als gestohlen gemeldet. Die Dunkelziffer ist aber wohl noch weit höher, da viele Besitzer die Diebstähle gar nicht melden. Gegen Velodiebstahl hilft nur: gut sichern - zu jeder Zeit und überall!

Die wichtigsten Tipps:

  • Risiko mittels massiver Kette mit gutem Schloss oder einem anderen Schliesssystem minimieren
  • Kette um Räder und Rahmen legen und an einem im Boden verankerten Gegenstand wie einem Zaun oder einem Pfosten befestigen
  • Wenn immer möglich das Velo in einem abschliessbaren Raum aufbewahren
  • Marken- und Rahmennummer des Velos notieren

Zusätzliche Informationen

istockphoto Artikel drucken