Schutz vor Pollen: 10 Tipps

«Gesundheit!» - Statt sich über die wärmende Sonne, Pflanzenwuchs und den wunderbaren Blütenzauber freuen zu können, haben Pollen-Allergiker vom Frühling schnell mal die Nase voll. Lesen Sie unsere 10 Tipps, wie Sie sich zu Hause vor Pollen schützen können.

Mit einigen Massnahmen kann die Pollenkonzentration in den Innenräumen in einem erträglichen Rahmen gehalten werden.
Mit einigen Massnahmen kann die Pollenkonzentration in den Innenräumen in einem erträglichen Rahmen gehalten werden.

(pg) Kaum ist die letzte Erkältung des Winters überstanden, sorgen im Frühling Pollen erneut für Niesattacken, triefende Nasen und entzündete Augen. Der Heuschnupfen ist die häufigste allergische Erkrankung in unseren Breitengraden. Zwischen 15 und 20 % der Bevölkerung sind von der Pollenallergie betroffen.

Für die Pharmaindustrie ist die Bekämpfung der Pollenallergie längst zu einem lohnenden Geschäft geworden. Mit sogenannten Antihistaminika in Form von Tabletten, Nasensprays oder Augentropfen werden die allergischen Reaktionen mehr oder weniger erfolgreich bekämpft. Auch Immuntherapien oder komplementäre Therapieformen wie Akupunktur werden angewandt.

Über die Chemiekeule oder alternative Methoden hinweg können Betroffene aber auch verschiedene Massnahmen treffen, um die Pollenkonzentration im Haus im erträglichen Rahmen zu halten. Unsere 10 Tipps sagen Ihnen, was zu ist.

1. Räume morgens früh und abends spät lüften

Den besten Schutz bieten zwar geschlossene Fenster und Türen, aber natürlich muss man trotzdem die Räume gut durchlüften. Dafür empfehlen sich die frühen Morgenstunden, der spätere Abend und die Stunden nach einem Regenguss, weil dann die Pollenbelastung in der Luft am geringsten ist.

2. Spezielle Pollenschutzgitter vor den Fenstern anbringen

Wer die Fenster auch sonst offen halten möchte, für den sind Pollenschutzgitter oder Pollenschutzvlies vor den Fenstern Pflicht. Qualitativ hochwertige Pollengitter sind eng gewoben,  gleichzeitig licht- und luftdurchlässig, lassen sich auf die jeweiligen Fenstergrössen zuschneiden und einfach mit einem Klettband fixieren.

3. Lüftungsanlage mit Pollenfilter bestücken

Wer im Eigenheim eine Lüftungsanlage besitzt, kann diese im Frühling mit einem Pollenfilter bestücken. Dabei sollte nicht vergessen werden, diesen jährlich auszuwechseln.

4. Mobile Luftreiniger einsetzen

Mobile Luftreiniger mit moderner Filtertechnologie  reinigen die Luft im Raum und filtern dabei auch Pollen heraus. Nicht alle Geräte sind aber gleich gut für Allergiker geeignet. Eine Beratung hinsichtlich der zu filternden Partikelgrösse, der Leistung des Geräts und auch betreffend dessen Lautstärke ist zu empfehlen.

5. Häufig Saugen und Wischen

Mit regelmässigem Saugen und Wischen mit einem nassen oder einem elektrostatischen Tuch lässt sich die Pollenkonzentration ebenfalls senken. Für viele Staubsauger sind spezielle Filter und Staubsaugerbeutel erhältlich. Und im Handel gibt es Staubsauger für Allergiker, die mit ausgefeilten Filtersystemen arbeiten und ein komplett versiegeltes Gehäuse aufweisen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen beim Saugen Teppiche und Polstermöbel, wo sich Staub und Pollen am schwierigsten entfernen lassen.

6. Bettwäsche häufiger wechseln als üblich

Durch das Waschen werden die auf Kissen und Decken niedergelassenen Pollen eliminiert und ermöglichen einen ruhigeren Schlaf.

7. Wäsche nach Möglichkeit nicht im Freien trocknen lassen

Besser ist das Trocknen der Wäsche in einem geschlossenen Raum mit Secomat oder im Wäschetrockner.

8. Vor dem Schlafen gehen duschen und die Pollen gründlich von der Haut und aus den Haaren waschen

9. Strassenkleidung nicht in Räumen ausziehen, in denen man sich meistens aufhält

Herumfliegende Pollen haften auch an Kleidern fest. Vor dem Betreten der Wohnung empfiehlt es sich, sich umzuziehen.

10. Auf www.pollenundallergie.ch des Allergiezentrums Schweiz werden täglich detaillierte Pollenprognosen veröffentlicht, welche Pollen gerade unterwegs sind. Dem entsprechend können die Massnahmen intensiviert werden.

Den totalen Schutz vor Pollen in den eigenen vier Wänden gibt es nicht. Dafür ist die Pollenkonzentration in der Luft schlicht zu gross. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass ein durchschnittlicher Roggenhalm sieben Millionen Pollenkörner produziert oder die Blüten eines einzigen Grashalms ungefähr vier Millionen Blütenpollen enthalten.

Konsequent durchgeführt, kann die Pollenkonzentration in den Innenräumen mit den erwähnten Massnahmen aber in einem erträglichen Rahmen gehalten werden. In diesem Sinne: «Gesundheit!»

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