Sicherheit für Kinder im Garten

Springen auf dem Trampolin macht Spass, ist gesund und fördert die Beweglichkeit. Leider steigt jedoch die Zahl der Unfälle in den letzten Jahren an. Der Umgang mit und auf Trampolinen und anderen Sportgeräten will gelernt sein.

Im Umgang mit Trampolinen sind verschiedene Sicherheits-Vorkehrungen zu treffen.
Im Umgang mit Trampolinen sind verschiedene Sicherheits-Vorkehrungen zu treffen.

(pg) Was spriesst in Schweizer Gärten am besten? Trampoline! Zwar gibt es keine genauen Erhebungen, wie viele der Trend-Freizeitgeräte im Einsatz sind, aber klar ist, dass es immer mehr werden. Verständlich, denn für die Kinder ist Trampolinspringen ein Riesenspass: Sie bewegen sich, toben sich aus, können ihr Gleichgewicht fördern und bringen überschüssige Energie los.

Immer mehr und schwerere Unfälle

Doch die Geräte bergen auch Gefahren. Immer mehr Kinder landen mit zum Teil schweren Verletzungen beim Arzt oder im Spital. Zu den häufigsten Verletzungen gehören Brüche, Prellungen, Bänderrisse, Platzwunden, Gehirnerschütterungen und Halsverletzungen.

Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) sind gefährliche Sprünge wie Saltos, Zusammenstösse mit anderen Personen, Stürze neben das Trampolin, ungeschickte oder harte Landungen und der Kontakt mit den Trampolinfedern oder dem Rahmen die häufigsten Ursachen für Verletzungen.

Beim Kauf auf Qualität achten

Im Umgang mit Trampolinen sind deshalb verschiedene Sicherheits-Vorkehrungen zu treffen. Die Unfallverhütung beginnt mit dem Kauf eines sicheren und hochwertigen Trampolins, mit einem hohen und stabilen Sicherheitsnetz und einer kompletten Abdeckung des Rahmens, der Federn und der Gummizüge. Ein zusätzliches Sicherheitsnetz zwischen Rahmen und Boden verhindert, dass Kinder unter das Trampolin kriechen können.

Sicherheitsnetze regelmässig überprüfen

Ist das Sport- und Freizeitgerät in Betrieb, muss es auch gewartet werden. Regelmässig sollten Sprungtuch, Fangnetze und Rahmenschutz auf Abnutzung, Überbeanspruchung sowie fehlende oder hervorstehende Teile geprüft werden. Zu beachten sind dabei vor allem die Fangnetze, die durch UV-Strahlung, Hitze, Kälte und Nässe Schaden nehmen können.

Weiter muss das Trampolin auf einer ebenen Fläche platziert werden, besonders geeignet sind Gras- und Rasenflächen oder stossdämpfende Unterlagen. Bei der Positionierung ist ausreichend Raum zu Wänden, Ästen, Leitungen und Zäunen einzuplanen.

Trampolin immer alleine benutzen

Bleibt letztlich, den Kindern Regeln aufzustellen und sie beim Gebrauch des Trampolins zu beaufsichtigen, denn die meisten Probleme entstehen immer noch durch falsches oder unsachgemässes Verhalten. Da die häufigsten und schwersten Unfälle vorkommen, wenn mehrere Kinder gleichzeitig und unterschiedlichen Gewichts das Trampolin benutzen, sollte nie mehr als eine Person auf das Sprungfeld. Von schwierigen Sprüngen und insbesondere Saltos ist wegen der hohen Verletzungsgefahr abzusehen. Und Strassenschuhe haben auf dem Trampolin so wenig etwas zu suchen wie Spielgegenstände. Grundsätzlich empfehlen Experten, Kinder unter 6 Jahren kein Trampolin benutzen zu lassen.

Schaukeln: Abstand halten

Trampoline sind die beliebtesten Sport- und Freizeitgeräte, sie sind aber nicht die einzigen, die bei unsachgemässer Nutzung zu Verletzungen führen können. Auch auf Schaukeln, Rutschbahnen oder Klettergeräten kommt es immer wieder zu Unfällen.

Deshalb ist zum Beispiel beim Aufstellen einer Schaukel die Bewegungslänge in beide Längsrichtungen zu berücksichtigen und entsprechend ist die Schaukel mit einem grossen Abstand zu Ästen, Hausmauern oder Gegenständen zu platzieren. Der Abstand zu einer zweiten Schaukel oder zum Schaukelrahmen sollte jeweils mindestens 70 cm betragen. Und unter den Schaukeln ist ein Abstand von mindesten 35 bis 40 cm zum Boden vorzusehen. Die Schaukelsitze sollten nicht kippen können und gerade für Kleinkinder empfiehlt sich ein Sicherheitssitz mit Verschluss. Auch bei Schaukeln ist die Aufsicht durch eine erwachsene Person angezeigt.

Fallschutzmatten dämpfen Stürze ab

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen lassen sich Unfälle leider nicht immer verhindern. Werden um Rutschen, Schaukeln oder Klettergeräte Fallschutzmatten ausgelegt, können allfällige Stürze aber zumindest abgedämpft werden.

Zusätzliche Informationen

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