Schutz vor Vandalismus

Mutwillig begangene Beschädigungen und Zerstörungen öffentlichen und privaten Eigentums kosten die Allgemeinheit jährlich Beträge in Millionenhöhe. Was aus Sicht der Verursacher «cool» oder mutig erscheinen mag, ist in der Tat feige. Werden die Fehlbaren zur Verantwortung gezogen, so drohen ihnen happige straf- und zivilrechtliche Konsequenzen.

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(stö) Als Vandalismus wird das rechtswidrige, vorsätzliche und blindwütige Beschädigen, Verunstalten oder Zerstören von Gegenständen öffentlichen oder privaten Eigentums bezeichnet. Vandalismus als zerstörerischer Zeitvertrieb, aggressives Abreagieren oder zum Angeben sind dabei die häufigsten Formen. Darüber hinaus gilt aber auch das Beschädigen von Gegenständen aus Fanatismus oder ideologischen Motiven als Vandalismus. Auch wenn das Strafrecht für Vandalismus keinen eigenen Strafbestand kennt, können Vandalenakte zahlreiche Strafbestände des Strafgesetzbuchs erfüllen.

Irgendwer muss bezahlen

Die Spuren von Vandalenakten begegnen uns tagtäglich: zerkratzte oder verbeulte Fahrzeuge, Sprayereien, zerschlagene Scheiben, demolierte Parkanlagen, Brandstiftungen, verwüstete Baustellen, umgeworfene Baugerüste, beschädigte Pflanzanlagen, Telefonzellen oder öffentliche Toiletten und sogar mit Hilfe von Feuerwerkskörpern gesprengte Briefkästen. Die Liste an Beschädigungen lässt sich beliebig fortsetzen. All diesen Akten gleich ist die Tatsache, dass immer jemand für den Schaden aufkommen muss – seien es die öffentliche Hand oder private Eigentümer.

Spraykunst kann auch legal ausgeübt werden

Ebenfalls eine Tatsache ist, dass solche mutwillige Zerstörungen vorwiegend von Jugendlichen begangen werden – aus Langeweile, Frustration oder Wut. Oftmals werden solche Verhaltensweisen durch den Druck in einer Gruppe verstärkt. Zugegebenermassen gibt es Graffitis, welche fraglos als Kunst bezeichnet werden dürfen. Wer es aber als Spraykünstler wirklich drauf hat, der ist auch nicht darauf angewiesen, öffentlichen oder privaten Raum illegalerweise zu «verzieren», sondern es bieten sich genügend Gelegenheiten, dies in einem rechtlich erlaubten und sogar geförderten Rahmen zu tun.

Die Eltern in der Pflicht

Den Jugendlichen muss seitens der Eltern klar gemacht werden, dass sie für Sachbeschädigungen zur Verantwortung gezogen werden können. Sie müssen sich auch bewusst sein, dass eine intakte Telefonkabine mitunter Leben retten kann und deren Zerstörung daher Menschen gefährden kann.

Weder wegsehen noch aktiv eingreifen

Die Polizei rät Zeugen von Vandalenakten nicht wegzusehen, aber auch nicht aktiv einzugreifen, zumal Gewalt gegen Sachen leicht auch zu Gewalt gegen Personen ausarten kann. Feststellungen sollten umgehend der Polizei über die Notfallnummer 117 gemeldet werden. Sind private Gegenstände oder Anlagen betroffen, so sollten die Schäden mit dem Handy fotografiert und sofort eine Strafanzeige eingereicht werden.

Bewegungsmelder kann Vandalen abhalten

Vorkehrungen gegen mutwillige Zerstörungen und Beschädigungen sind schwierig zu treffen. Vandalismus spielt sich oft im Schutz der Dunkelheit ab. Ausgelöste Alarmanlagen in Fahrzeugen provozieren mitunter Täter, erst recht zuzuschlagen und sich anschliessend in Windeseile davonzumachen. Dagegen können Bewegungsmelder bei Gebäuden Vandalen davon abhalten, Zerstörungen vorzunehmen, wenn sie sich urplötzlich in gleissendem Licht wieder finden. Fassaden, die immer wieder durch Sprayereien beschmiert werden, können mit Spezialfarbe bestrichen werden. Darauf lassen sich Graffitis einfacher wieder entfernen oder gleich mit dem Anstrich ablösen.

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Um Sprayereien an Häuserfassaden und Brücken in Berns Innenstadt wirkungsvoll entgegen zu treten, haben die Behörden der Stadt Bern gemeinsam mit der Gebäudeversicherung des Kantons Bern (GVB), dem Hauseigentümerverband Bern und Umgebung und dem Verband BERNcity den Verein «CasaBlanca» Bern gegründet. Er sorgt dafür, dass die Graffiti und Tags dort innert 48 Stunden entfernt werden.

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