Merkmale eines Befalls durch Holz zerstörende Insekten

Befallsmerkmale Hausbock
Befallsmerkmale Hausbock

Hausbock

Der Hausbockbefall wird oft erst durch die Ausfluglöcher des Hausbockkäfers erkannt. Typisch sind auch die raspelnden Frassgeräusche. Da die Larve sich von den Eiweissstoffen des Holzes ernährt, bohrt sie die Frassgänge vor allem im eiweissreichen äusseren Splintholz, deshalb sind auf der Holzoberfläche oft die darunterliegenden Frassgänge als kleine wulstartige Aufwölbungen zu erkennen. Bohrmehl ist in der Regel kein Hinweis auf einen aktiven Hausbockbefall, da der Kot zusammen mit dem feinen Nagemehl dicht gepackt im Frassgang verbleibt. Bohrmehlauswurf an Fassaden ist in der Regel ein Hinweis auf eine Sekundärbesiedlung durch Grabwespen oder Mauerbienen.

Befallsmerkmale Holzwurm
Befallsmerkmale Holzwurm

Gemeiner Nagekäfer

Ein Befall wird meist an den kreisrunden Bohrlöchern von 0,7 bis 3,3 mm erkannt. Auch die vorwiegend im Splintholz angelegten Frassgänge sind kreisförmig. Im Gegensatz zum Hausbockbefall können unterhalb von befallenem Holz auch Spuren von Bohrmehl gefunden werden, da die Nagekäferlarve (Holzwurm) den Kot und das Bohrmehl nur locker in den Frassgängen deponiert.

Befallsmerkmale Splintholzkäfer
Befallsmerkmale Splintholzkäfer

Brauner Splintholzkäfer

Der braune Splintholzkäfer hinterlässt kreisrunde Ausflugslöcher von einem Durchmesser zwischen 0,9 bis 1,7 mm Durchmesser. Die Frassgänge weisen anfänglich etwa einen Durchmesser von 0,4 mm auf, im Verlauf der Larvenentwicklung erreicht der Frassgang einen Durchmesser bis zu 1,2 mm. Die Gänge sind mit dem sehr feinen, puderartigen Bohrmehl fest verstopft. Bei starkem Befall oder sehr anfälligen Holz kann es zur vollständigen Strukturauflösung und Pulverisierung des Holzes kommen.

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