Wann und wie muss gegen die ungebetenen Gäste vorgegangen werden?

Bei sichtbaren Zeichen eines Befalls von Holzschädlingen muss der Hausbesitzer handeln und sich an einen ausgewiesenen Fachmann wenden. Erst dann und nur so kann er sicher sein, dass die Bekämpfung auch erfolgreich sein wird.

Sind die Bedingungen schlecht, kann Holz von Schädlingen und Pilzen befallen werden, die das Holz zersetzen.
Sind die Bedingungen schlecht, kann Holz von Schädlingen und Pilzen befallen werden, die das Holz zersetzen.

(ted) Bei richtiger Konstruktion, guter Qualität und geeigneter Auswahl ist Holz ein sehr langlebiges Baumaterial. Sind die Bedingungen aber schlecht, kann Holz von Schädlingen und Pilzen befallen werden, die das Holz zersetzen. Das beeinträchtigt die Stabilität, im Extremfall bis zum Einsturz der Konstruktion.

Zeichen erkennen

Frisches Bohrmehl, aber auch Ausfluglöcher im Holz sind mögliche Zeichen dafür, dass sich in Ihrem Haus Holzschädlinge gütlich tun. «Um die Schädlinge aber zu entdecken, muss der Hausbesitzer einen spezialisierten und ausgewiesenen Experten einer Holzschutzfirma beauftragen», rät Hans Bracher, Leiter Technische Kundenbetreuung der Gebäudeversicherung Bern (GVB). Nur so kann der Hausbesitzer sicher sein, dass eine Behandlung notwendig ist und zudem fachmännisch ausgeführt wird. «Von Firmen, die von Haus zu Haus gehen, um ihre Dienstleistungen im Bereich Holzschutz zu verkaufen, sollten die Finger gelassen werden», so Bracher.

Nur richtiges Vorgehen garantiert den Erfolg

«Die Ausführung von Schädlingsbekämpfungsarbeiten ist immer Vertrauenssache», das weiss Urs Grossen, Geschäftsführer der Firma Growe Holzschutz AG, aus seiner langjährigen Erfahrung auf diesem Gebiet. Das richtige Vorgehen kann für eine erfolgreiche Bekämpfung von Holzschädlingen deshalb entscheidend sein.

Tipps des Fachmanns:

  • Zeichen erkennen. Hier besteht vor allem die Schwierigkeit, frisches Bohrmehl von alten Spuren zu unterscheiden.
  • Im Zweifelsfall eine diplomierte Holzschutzfirma aufbieten (aus dem Lignum-Verzeichnis der Holzschutzspezialisten), die Berufserfahrung ausweisen kann oder bei Ihrem Holzbauer fragen.
  • Nach Begutachtung des Experten stellt dieser fest, ob eine Behandlung notwendig ist oder nicht.
  • Wenn ja, erläutert der Experte die Behandlungsart und erstellt eine Offerte aufgrund. verschiedener Faktoren (Art der Schädlinge, partielle Behandlung oder ganzer Dachstock zum Beispiel).
  • Nach erfolgter Bekämpfung mit Lignum- und Empa-geprüften Produkten ist eine schriftliche Garantie zu verlangen (auf Holzschutzarbeiten besteht eine festgelegte Garantie von 10 Jahren).

Der beste Schutz heisst Prävention

Der Befall des Holzes durch Insekten kann mit baulichen Massnahmen nur bedingt verhindert werden. Fachmännisch ausgeführter vorbeugender und bekämpfender Holzschutz mit modernen Mitteln kann die Lebensdauer des Holzes dagegen wesentlich verlängern.

In der Versicherungsdeckung der Gebäudeversicherung Bern sind Schäden, die durch holzzerstörende Insekten wie beispielsweise den Hausbock und Holzwurm entstehen, explizit ausgeschlossen. «Die Folgen eines Befalls reichen jedoch weiter als auf den ersten Blick ersichtlich ist», erklärt Hans Christen, Fachspezialist Schaden bei der GVB. Ein durch Holzschädlinge angegriffenes Haus ist bei Elementarereignissen weniger resistent. Wird bei einem Schadenfall infolge eines Elementarereignisses ein Befall von Holzschädlingen entdeckt, könnte sich das laut Christen darum auch auf die Versicherungsleistungen auswirken.

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