Katzen vom Garten wirksam fernhalten: 10 Tipps

In jedem vierten Schweizer Haushalt lebt eine Katze. Doch so gerne wir die Stubentiger auch haben - erledigt Nachbars Katze ihr Geschäft in unseren Gärten, stellt dies die Zuneigung auf eine harte Belastungsprobe. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Problem angehen können.

Katzenkot im Garten ist ein Ärgernis und kann die Gesundheit gefährden. Lesen Sie unsere Tipps, mit welchen Massnahmen Sie Katzen fernhalten können.
Katzenkot im Garten ist ein Ärgernis und kann die Gesundheit gefährden. Lesen Sie unsere Tipps, mit welchen Massnahmen Sie Katzen fernhalten können.

(pg) Hauskatzen sind in der Regel stubenrein. Mit etwas Training verrichten sie ihr Geschäft im Katzenklo. Sind Katzen aber auf der Pirsch und beanspruchen Nachbars Garten als ihr Revier, platzieren sie gerne ihre übelriechende Hinterlassenschaft in Gartenbeeten oder Sandkästen. Der Gestank von Katzenkot ist aber nicht das einzige Problem. Wissenschaftler haben aufgezeigt, dass der Kontakt mit dem Kot der Mäusejäger den Erreger der Toxoplasmose übertragen kann. Diese Krankheit kann für Schwangere und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gravierende Folgen haben.

Mit unseren 10 Tipps zeigen Sie Katzen ihre Grenzen auf:

  1. Fahren Sie nicht gleich schweres Geschütz auf und verzichten Sie auf Elektrozäune. Diese sind zwar erlaubt, aber a) schmerzhaft und b) können auch Kleinkinder oder andere Tiere damit in Kontakt geraten.

  2. Mit Ultraschall lassen sich Katzen fernhalten. Entsprechende Geräte geben einen für Menschen kaum wahrnehmbaren, für Katzen aber unangenehmen Ton ab. Das Problem: Mit der Zeit gewöhnen sich Katzen daran.

  3. Katzen sind wasserscheu. Da Sie aber kaum Zeit haben, den ganzen Tag mit einer Wasserpistole auf der Lauer zu liegen, empfiehlt sich der Kauf eines sogenannten Reiherschrecks. Wird die Katze von einem Bewegungsmelder erfasst, ergiesst sich eine Wasserstrahl in Richtung der Katze.

  4. Im Fachhandel sind Katzenfernhalte-Sprays-, Flüssigkeiten und Pulver erhältlich. Sie beinhalten für Katzen sehr unangenehme Düfte. Sie müssen regelmässig neu ausgebracht werden, weil ihre Wirksamkeit nach Regenfällen abnimmt.

  5. Katzen nehmen Gerüche wesentlich intensiver wahr als wir Menschen. Deshalb empfiehlt sich auch der Einsatz von natürlichen Düften wie Pfeffer, Chili, Zwiebeln und Knoblauch (gehackt), Apfelsessig, Nelken, Zitrusöl, Menthol und generell ätherische Öle. Ein weiteres probates Mittel ist Kaffeesatz. Auch hier lässt die Wirkung nach Regenschauern aber schnell nach.

  6. Es gibt aber auch Pflanzen, deren Duft die Katzen veranlassen könnte, Ihren Garten zu meiden. Dazu zählen die die Garten- oder Weinraute, der Storchenschnabel, Zitronenmelisse oder Duftgeranien sowie Pflanzen, die nach Menthol riechen.

  7. Auch die sogenannte «Verpiss-dich-Pflanze» soll Katzen aus Gärten fernhalten. Für Menschen ist der Geruch dieser Pflanze aus der Gattung der Harfensträucher nicht wahrnehmbar, für Katzen soll er aber wie eine Barriere wirken.

  8. Die Bezeichnung «Samtpfote» kommt nicht von ungefähr. Die Pfoten der Katzen sind sehr empfindlich. Sie können sich dies zu Nutze machen, indem Sie um den Garten herum Dornensträucher pflanzen.

  9. Der grösste Feind der Katzen sind Hunde. Wer einen Hund im Garten hat, hat automatisch weniger Katzenkot im Garten.

  10. Wenn alles nichts nützt - entsorgen Sie den Katzenkot so schnell wie möglich, denn das Koten der Katzen in Ihrem Garten ist Teil ihres Revierverhaltens. So können Sie zumindest verhindern, dass Nachahmer Ihr Territorium aufsuchen.
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