Echter Hausschwamm

Der Echte Hausschwamm ist die gefährlichste holzzerstörende Pilzart an verbautem Holz in Gebäuden. Der Pilz kann sich unter günstigen Bedingungen rasch entwickeln und in kürzester Zeit erhebliche Schäden (Braunfäule) am Holz anrichten. Der Hausschwamm kann sowohl Nadel- wie Laubholz rasch und vollständig zerstören.

Der Echte Hausschwamm kommt häufig an bodennahen Holzbauteilen, Faserplatten, Schilfdämmstoffen, Papier, Textilien und anderen zellulosehaltigen Materialien vor.
Der Echte Hausschwamm kommt häufig an bodennahen Holzbauteilen, Faserplatten, Schilfdämmstoffen, Papier, Textilien und anderen zellulosehaltigen Materialien vor.

Vorkommen

Der Echte Hausschwamm kommt häufig an bodennahen Holzbauteilen, Faserplatten, Schilfdämmstoffen, Papier, Textilien und anderen zellulosehaltigen Materialien vor. Als Nährboden braucht der Pilz organische Kohlenwasserstoffe und zellulosehaltiges Material. Bevorzugt entwickelt sich der Pilz über längere Zeit versteckt in Hohlräumen, hinter Möbeln, in Hohlböden und hinter Wandverkleidungen. Bis zum sichtbaren Ausbruch kann es ein bis drei Jahre dauern. Wenn der Fruchtkörper auf dem Mauerwerk, an Decken, im Bereich von Fussleisten oder unter Treppenstufen sichtbar wird, ist die Zerstörung der Bausubstanz in der Regel bereits weit fortgeschritten.

Mit Hilfe des Mycels (etwa bleistiftdicke Pilzfäden und -stränge) kann sich der Pilz je nach Trägermaterial sehr rasch ausbreiten.
Mit Hilfe des Mycels (etwa bleistiftdicke Pilzfäden und -stränge) kann sich der Pilz je nach Trägermaterial sehr rasch ausbreiten.

Wachstum und Ausbreitung

Die Verschleppungsgefahr durch Menschen, Tiere oder an Gegenständen sowie durch Luftzug ist beim Echten Hausschwamm besonders gross. Die Kontamination erfolgt durch Mycelteile oder Sporen. Mit Hilfe des Mycels (etwa bleistiftdicke Pilzfäden und –stränge) kann sich der Pilz je nach Trägermaterial sehr rasch ausbreiten. Diese grauen, graubraunen Pilzstränge können sich mehrere Meter ausdehnen und Fugen, porösen Mörtel im Mauerwerk, Stampfbetonböden- und Wände, Naturböden und Wärmedämmstoffe problemlos durchdringen. Wenn sich der Hausschwamm im Holz festgesetzt hat, kann er sich durch Nachziehen von Wasser über die Pilzstränge auch auf trockene Hölzer ausdehnen.

Erkennungsmerkmale

Der Hausschwamm bildet ein weisses, watteartiges Flächenmycel, welches sich im Alter grau verfärbt. Das Mycel reagiert empfindlich auf Luftzug und Feuchtigkeitsentzug, deshalb ist es meist an den geschützten Seiten des befallenen Materials zu finden. Der Fruchtkörper des Hausschwammes erscheint meist als pfannkuchenartiges, ein- bis zwei Zentimeter dickes fleischiges Gebilde, das zuweilen einen Flächendurchmesser von über einem Meter haben kann. Er ist von gelblicher bis rotbrauner Farbe und besitzt eine unregelmässige, grubige vertiefte Oberfläche. Die reifen Fruchtkörper des Hausschwammes bilden grosse Mengen von Sporen, die oftmals als rotbrauner Belag in weitem Umkreis um den Fruchtkörper sichtbar sind.

Bekämpfung

Weil jeder Pilz die Bausubstanz zerstört, muss nach seiner Entdeckung so rasch als möglich eine Sanierung in die Wege geleitet werden. Somit kann verhindert werden, dass der Schaden am Gebäude weiter zunimmt.

Die Wahl der optimalen Verfahrenstechnik, der Einsatz von qualitativ hochwertigen Hilfsstoffen und die Ausführung der Arbeiten durch kompetentes Fachpersonal garantieren den nachhaltigen Erfolg der eingeleiteten Massnahmen.

Garantie

Unter der Voraussetzung einer fachmännischen Ausführung unterliegt die Sanierung eines Hausschwammschadens grundsätzlich den Garantiebestimmungen der SIA Norm 118. Eine fachmännische Sanierung setzt gemäss der EMPA/LIGNUM Richtlinie 2001 voraus, dass der Architekt oder der Bauphysiker den Vorschlag zu einer Gesamtsanierung des ganzen Schadensbereichs erarbeitet, offeriert und der Bauherr einer Gesamtsanierung zustimmt.

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