Schädlinge im Haus bekämpfen

Schädlinge wie Ameisen, Flöhe, Bettwanzen, Milben, Kakerlaken, Motten, Silberfischchen, Wespen usw. machen einem mitunter das Leben schwer: Doch in welchen Fällen kann man sich selber behelfen und wann muss der Profi zur Schädlingsbekämpfung beigezogen werden?

(stö/ted) Was viele nicht wissen: Schädlinge im Haus sind nicht per se ein Zeichen für mangelnde Sauberkeit. Sehr oft werden Schädlinge von aussen eingeschleppt. Sei es in Kleidern, Nahrungsmitteln oder Möbeln oder durch Tiere, offene Fenster oder andere Öffnungen am Haus. Die häufigsten Schädlinge, die im Haus auftreten können, lassen sich grob in sechs Kategorien unterteilen, wobei einige Schädlinge auch mehreren Kategorien angehören:

Fliege
Fliege

1. Hygieneschädlinge

Schaben (Kakerlaken), Mäuse, Ratten, Fliegen, Pharao- und Schwarzkopfameisen.

Hygieneschädlinge können Krankheitserreger auf Menschen und Tiere übertragen, Nahrungsmittel durch Kot verseuchen und Allergien hervorrufen.

Floh
Floh

2. Parasiten

Bettwanzen, Läuse, Flöhe (meist Katzen- und Hundeflöhe).

Parasiten ernähren sich durch Stiche in die Haut vom Blut von Menschen oder Tieren.

Dörrobstmotte
Dörrobstmotte

3. Vorratsschädlinge

Reismehl-, Brot- und Tabakkäfer sowie Dörrobst- Mehl- und Speichermotten.

Vorratsschädlinge befallen und verunreinigen Nahrungs- und Genussmittel.

Teppichkäfer
Teppichkäfer

4. Materialschädlinge

Speck-, Pelz- Messing oder Teppichkäfer sowie Kleidermotten.

Materialschädlinge können pflanzliche oder tierische Materialien wie Pelze, Teppiche, Wollwaren oder Bücher befallen und beschädigen.

Silberfischchen
Silberfischchen

5. Lästlinge

Wespen, Kellerasseln, Halmfliegen, Spinnen, Silberfischchen, Staubläuse- und Milben, Waldschaben oder Wegameisen.

Marder
Marder

6. Objektschädlinge

Vögel (Tauben), Marder, Holzwurm, Siebenschläfer.

Objektschädlinge können Schäden im Haus anrichten oder Fassaden und Dächer verunreinigen.

Selber vertreiben oder durch den Profi bekämpfen lassen?

Auf die Frage, wann und ob ein Kammerjäger beigezogen werden muss, oder ob sich die ungebetenen Gäste anderweitig vertreiben lassen, fällt die Antwort unterschiedlich aus: Einige Schädlinge lassen sich mit einfachen Mitteln selber vertreiben und erfordern erst bei grossem Aufkommen den Beizug des Kammerjägers, andere wiederum können nur durch den Profi bekämpft werden.

Ist der Befall lokal begrenzt, bestehen bei Material- und Vorratsschädlingen gute Chancen, dass sie mit einfachen Massnahmen selbst vertrieben werden können. Dasselbe gilt bei Lästlingen wie Kellerasseln, Silberfischchen, Spinnen, Wegameisen, Staubläuse und –milben oder auch bei Hygieneschädlingen wie Fliegen.

In diesem Fall helfen meist bereits das Entsorgen von befallenen Gegenständen oder Nahrungsmitteln sowie eine gründliche Reinigung der betroffenen Stellen. In der Folge muss regelmässig kontrolliert werden, ob keine Schädlinge mehr auftauchen. Auch die im Fachhandel erhältlichen, auf die jeweilige Schädlingsart ausgerichteten Fallen können einen guten Dienst leisten. 

Wenn Ihre Katze oder Ihr Hund von Flöhen befallen ist, sollten Sie in erster Linie die Parasiten mittels Halsbändern oder auch Fellbehandlungen auf dem Tier selber abwehren.

Bei starkem Befall: Kammerjäger rufen

Wenn sich die Schädlinge in grosser Zahl oder über mehrere Räume ausbreiten, sollte der Beizug von Fachleuten in Erwägung gezogen werden, so zum Beispiel auch wenn sich Messingkäfer unter Dielen ausbreiten oder Holzwürmer Gebälk befallen haben. Auch zur Entfernung von Wespennestern und wenn der Keller von ganzen Horden von Mäusen oder gar Ratten heimgesucht wird, sollten Sie sich an den Fachmann wenden.

Kakerlaken und Wanzen: Hier muss der Profi ran

Treten bei Ihnen zuhause aber Hygieneschädlinge und Parasiten auf wie Kakerlaken (Schaben) oder Bettwanzen, ist der Beizug des Kammerjägers fast immer unvermeidlich. Nur er ist in der Lage, eine systematische Schädlingsbekämpfung in die Wege zu leiten.

Beim Auftreten von Objektschädlingen wie Vögel oder Marder sind zudem oftmals bauliche Massnahmen gefragt.

Vorbeugen ist möglich!

Generell gilt: Am besten lässt man es gar nicht so weit kommen, dass sich Schädlinge im Haus ausbreiten können. Zu den einfachsten Massnahmen zählen beispielsweise:

  • Keine offenen Lebensmittel herumstehen lassen
  • Lebensmittelabfälle rasch entsorgen
  • Räume gut durchlüften
  • Wenig benutzte Schränke (z.B. im Estrich) und Räume gut verschliessen und regelmässig kontrollieren

Versichern Sie sich gegen Insekten- oder Tierschäden

infobox_produktewerbung_gvb_top_wespen_mittel

Die erweiterte Objektversicherung GVB Top bietet Ihnen die Extraportion Sicherheit. Sie deckt die Kosten, welche durch Schäden von Mardern, Insekten oder Wildtieren entstanden sind.

Mehr erfahren
Zusätzliche Informationen

istockphoto Artikel drucken