Schutz vor Mücken: 10 Tipps

Im Sommer vermiesen uns Stechmücken nicht selten die lauen Sommerabende im Garten oder rauben die wohlverdiente Nachtruhe. Unsere 10 Tipps sagen Ihnen, wie man gegen die Blutsauger vorgehen kann.

Gestochen wird man nur von Stechmücken-Weibchen, die das Blut für die Eientwicklung und Eiablage benötigen.
Gestochen wird man nur von Stechmücken-Weibchen, die das Blut für die Eientwicklung und Eiablage benötigen.

(pg) Weltweit gibt es über 3'000 Arten von Stechmücken, wovon in der Schweiz etwa 35 vorkommen. Dazu gehören seit einigen Jahren auch die Tigermücke im Tessin und die Asiatische Buschmücke, die sich in der Deutschschweiz rasch ausgebreitet hat und im Gegensatz zu einheimischen Arten auch tagsüber Blut saugt. Beide Mückenarten sind mögliche Überträger von gefährlichen Krankheiten wie dem West-Nil-Virus oder Dengue. Das Risiko einer Infektion besteht also, ist aber klein. Meistens bleibt es bei Stichen, die schmerzhafter sind als bei der einheimischen Hausmücke, grössere rote Flecken verursachen und allergische Reaktionen auslösen können.

Gestochen wird man nur von Weibchen, die das Blut für die Eientwicklung und Eiablage benötigen. Die Stechmücken spielen für das Ökosystem jedoch eine sehr wichtige Rolle, denn sie und ihre Larven sind Nahrung für andere Tiere wie Spinnen, Fische, Libellen oder Vögel.

  1. Um in den eigenen vier Wänden vor Mücken geschützt zu sein, gilt es die Blutsauger am Eindringen ins Haus zu hindern.  Das gelingt durch Anbringen von mechanischen Insektenschutzsystemen wie feinmaschige Fenster- und Türgitter.

  2. Der einfachste und gleichzeitig effektivste Garant für ungestörtes Schlafen besteht aus einem Moskitonetz, das über dem Bett aufgespannt wird. Allerdings schränkt das engmaschige Netz die Luftzirkulation stark ein, sodass das Klima während Tropennächten etwas stickig werden kann. 

  3. Unter freiem Himmel sind lange Ärmel und lange Hosen statt T-Shirt und Shorts das wirksamste Mittel gegen Mückenstiche. Bei sehr hohen Temperaturen im Sommer kann es mit dieser Massnahme recht heiss werden. 

  4. Wirksam können Mückenstecker sein, die über die Steckdose verschiedene Wirkstoffe in der Raumluft verteilen. Eine Alternative sind elektronische Mückenpiepser in der Steckdose, welche die Blutsauger mit Hochfrequenz-Schallwellen verjagen. In grossen Räumen und bei geöffneten Fenstern nimmt die Effizienz dieser Abwehrmassnahmen aber deutlich ab.

  5. Im Handel findet sich eine grosse Auswahl an verschiedenen chemischen Mückenschutzmitteln und –Sprays, welche auf die Haut aufgetragen werden. Bei Tests haben sich diejenigen als besonders wirksam herausgestellt, die den Wirkstoff DEET enthalten, der ursprünglich als Insektenschutz für amerikanische Soldaten entwickelt wurde. DEET ist allerdings recht aggressiv und kann die Haut reizen und sogar Kunststoff angreifen. Es gibt aber auch Sprays, deren DEET-Konzentration tiefer liegt. Ebenfalls wirksam sind Produkte mit dem Wirkstoff Icaridin. 

  6. Für Schwangere, Mütter in Stillzeit sowie für Kinder sollte auf natürliche Mückensprays auf Basis von ätherischen Ölen zurückgegriffen werden. 

  7. Ätherische Öle in Duftkerzen oder die Düfte, die bei Räucherspiralen freigesetzt werden halten die Insekten ebenfalls  auf Distanz. Auch Teebaumöl oder Weihrauch können die Mücken vertreiben. 

  8. Abweisende Wirkung gegen Stechmücken haben auch Pflanzen wie Lavendel, Minze oder Basilikum, Hanf oder Tomate, die alle ätherische Öle produzieren und am besten auf Fensterbänken etc. platziert werden. 

  9. Die Wirksamkeit von Smartphone-Apps gegen Mücken, welche  einen hochfrequenten Ton aussenden, den der Mensch nicht hört, das Mückenweibchen aber verscheuchen soll, ist umstritten. 

  10. War der Kampf gegen die Plagegeister erfolglos, bleibt einem nur, seine Wunden zu lecken - und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Speichel ist nämlich ein effektivstes Mittel, da er beim Verdunsten auf der Haut kühlt und so den Juckreiz mildert. In Apotheken und Drogerien sind Gels und Lotionen gegen Mückenstiche erhältlich, die ebenfalls kühlen und den Juckreiz sowie die Schwellung zusätzlich durch ein leichtes Antihistaminikum lindern. Zu den wirksamen Hausmitteln zählen das Auflegen Zwiebel- oder Zitronenscheiben. Und sollte Teebaumöl seine abwehrende Wirkung vor dem Stich verfehlt haben, so lindert es auf die Einstichstelle aufgetragen zumindest den Juckreiz.   

Was gegen Mückenstiche WIRKLICH hilft   

Zusätzliche Informationen

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