Wespen fernhalten: 10 wirksame Tipps

Hält der Hochsommer Einzug, sind die gelb-schwarzen Insekten zur Stelle, sobald draussen Essen aufgetischt wird. Wir sagen Ihnen, was Wespen fernhält und was beim Entfernen eines Wespennests beachtet werden muss.

Zwischen August und Oktober ist der Wespenflug am stärksten.
Zwischen August und Oktober ist der Wespenflug am stärksten.

(pg) Von Juli bis Oktober ist der Wespenflug am stärksten, entsprechend steigt die Belästigung sowie bei Allergikern die gesundheitliche Gefährdung.

Wenn wir in diesen Monaten unter freiem Himmel essen und Zucker und Eiweiss in Form von Kuchen, Glace oder grilliertem Fleisch serviert wird, sind Wespen und damit wild um sich schlagende Menschen meist nicht weit. Die durch das Essen angelockten Insekten wollen hier ihren Energiebedarf mit Nektar decken und Eiweiss für den Nachwuchs besorgen. Plant man eine Mahlzeit im Freien, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Wespen fernzuhalten. Lesen Sie 10 wirksame Tipps: 

  1. Verhalten Sie sich ruhig. Menschen werden oft gerade wegen der Fuchtelei von Wespen gestochen, weil diese sich dagegen verteidigen wollen.

  2. Essen und Trinken in verschliessbaren Gefässen auf den Tisch stellen.

  3. Gefäss mit Zuckerwasser, Bier oder Sirup einige Meter vom Esstisch entfernt hinstellen.

  4. Mit Gerüchen lassen sich Wespen fern halten, z.B. Gewürznelken in Zitronenscheiben, Knoblauch, Basilikum oder div. ätherische Öle auf oder rund um den Tisch platzieren.

  5. In Salmiak getränkte Tücher im Garten verteilen.

  6. Lavendelsträusse kopfüber an Wände oder Decken aufhängen.

  7. Wespen mögen keinen Rauch. Zündet man Kaffeepulver oder Räucherstäbchen an, hält das Wespen fern.

  8. Mit einem Wasserzerstäuber etwas Wasser versprühen, wenn Wespen auftauchen.

  9. Im Handel gibt es verschiedene Produkte und Wespenfallen, die zum Schutz vor den ungebetenen Gästen eingesetzt werden können. 

  10. Manchmal hilft eine Kombination von verschiedenen Massnahmen, um Wespen wirksam fernzuhalten. 

Was tun mit einem Wespennest?

Gravierender als ein paar Wespen am Esstisch ist ein ganzes Wespennest zu nahe am Menschen. Wespennester entstehen an trockenen und abgedunkelten Orten. In der freien Natur ist dies oft ein hohler Baumstamm, in Wohnbereichen sucht sich die Wespenkönigin für ihr Nest meist einen Dachboden, einen Schuppen oder einen Rollladenkasten. Deshalb sollte bereits beim Hausbau auf eine gute Dichtung geachtet werden, kleine Öffnungen können aber auch nachträglich abgedichtet werden.

Obwohl Wespen im Grunde nicht angriffslustig sind, ist im nächsten Umkreis um das Nest Vorsicht geboten. Weil das Nebeneinander von Mensch und Wespe meist nicht möglich ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Die Tiere umzusiedeln, das ist aufwändig und nicht ungefährlich, oder sie zu bekämpfen. 

Wer sich entscheidet, ein Nest selber zu entsorgen, sollte sich dem Nest nur gut geschützt nähern. Wird ein spezieller Wespenspray eingesetzt, sollte dies entweder am frühen Morgen oder am späten Abend geschehen, wenn die meisten Wespen im Nest sind. Die ganze Ladung der Spraydose sollte eingesetzt werden, am nächsten Tag kann das Nest in einem Plastiksack entsorgt werden. Nicht zu empfehlen ist die Methode, ein Wespennest mit Benzin zu übergiessen und anzuzünden. Schon manch ein Dachstock ist dabei in Flammen aufgegangen. Auch ein Ertränken der Wespen mit dem Wasserschlauch ist wenig erfolgversprechend.

Wer ein Wespennest nicht selber entsorgen kann oder will, sollte auf den Rat von Experten vertrauen und eine Schädlingsbekämpfungsfirma engagieren. Bei Mietwohnungen ist in der Regel die Verwaltung, der Eigentümer oder der Hauswart für die Wespen-Entfernung zuständig. Die Feuerwehr rückt nur bei besonderen Umständen und gegen Verrechnung aus.

Nützlinge im Garten

Hierzulande werden neun Faltenwespenarten gezählt. Dem Menschen lästig werden aber nur die «Deutsche Wespe» und die «Gemeine Wespe». Alle Faltenwespen hingegen sind Insektenjäger und somit auch nützliche Helfer im Garten und wichtige Glieder im Gleichgewicht der Arten. Nicht nur bestäuben sie Blütenpflanzen, sie vertilgen ausserdem Blattläuse, Raupen, Mücken oder Heuschrecken.

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