So sind Wohneigentümer richtig versichert

Von Schäden während der Bauzeit über Erdbeben bis zu Schadenersatzforderungen Dritter: Für Wohneigentum gibt es obligatorische und freiwillige Versicherungen. Ein Überblick.

Für Wohneigentum gibt es obligatorische und freiwillige Versicherungen.
Für Wohneigentum gibt es obligatorische und freiwillige Versicherungen.

(mei) Wer ein Haus baut oder eine Wohnung kauft, tätigt damit meist die grösste finanzielle Investition seines Lebens. Damit ein Schadenfall keine riesige Lücke ins Portemonnaie reisst, kann diese Investition mit verschiedenen Versicherungen geschützt werden. Diese sollten im Zusammenhang mit dem gesamten Versicherungsschutz und der finanziellen Situation eines Menschen, Paares oder einer Familie betrachtet werden. Je mehr Vermögen vorhanden ist, desto weniger Versicherungsschutz ist – zumindest theoretisch – notwendig, weil Schäden mit den eigenen Mitteln getragen werden können. Umgekehrt gilt: Je fragiler die finanzielle Situation ausschaut, desto umfassender sollte das Versicherungspaket sein.

Beim Bauen

Noch bevor ein Gebäude fertig erstellt worden ist, drohen zahlreiche Gefahren wie der Ausbruch eines Feuers, Materialdiebstahl von der Baustelle oder die Beschädigung eines Nachbargrundstücks.

  • Die Bauzeitversicherung deckt Feuer und Elementarschäden an einem Gebäude, das sich im Bau befindet. Sie ist in den meisten Kantonen der Schweiz obligatorisch und muss bei der Gebäudeversicherung des jeweiligen Kantons abgeschlossen werden.

  • Entstehen während des Baus Schäden durch Fehlleistungen, Bauunfälle und Materialdiebstähle, kommt die Bauwesenversicherung zum Zug. Sie beruht auf freiwilliger Basis und kann bei privaten Versicherungsgesellschaften abgeschlossen werden. Bestehen bei Baumängeln begründete Ansprüche, kann auch die Handerkerhaftpflicht zum Zuge kommen.

  • Die Bauherrenhaftpflicht-Versicherung deckt Schäden, die durch einen Bau an Personen oder deren Eigentum entstehen. Sie ist wie die Bauwesenversicherung freiwillig und kann bei privaten Versicherungsgesellschaften abgeschlossen werden.

Beim Wohnen

Ist der Bau beendet und wird das Gebäude bewohnt, kommen andere Versicherungen zum Einsatz. Sie decken so unterschiedliche Schäden wie Dachbeschädigungen infolge eines Sturms oder Schadenersatzansprüche, falls jemand wegen des Gebäudes einen Unfall erleidet.

  • Die Gebäudeversicherung übernimmt die Kosten für Schäden, die von Feuer oder Elementarereignissen verursacht werden. Sie ist wie ihre Vorgängerin, die Bauzeitversicherung, in fast allen Kantonen obligatorisch und wird bei der kantonalen Gebäudeversicherung abgeschlossen. Wer einen weitergehenden Versicherungsschutz wünscht, kann bei privaten Versicherungsgesellschaften freiwillige Zusatzversicherungen für Einbruch, böswillige Beschädigung, Glasbruch-, Wasser- und Erdbebenschäden sowie für Schäden an der Umgebung eines Gebäudes abschliessen. Dies könnte sich gerade im Falle von Erdbeben lohnen: Diese Naturgefahr tritt zwar sehr selten auf, verfügt aber über das grösste Schadenspotenzial – nicht zuletzt deswegen, weil hierzulande die meisten Gebäude nicht erdbebensicher erstellt werden und kein umfassender Versicherungsschutz besteht.

  • Die Gebäudehaftpflicht-Versicherung kommt für Schadenersatzforderungen nach Personen- und Sachschäden auf, die im Zusammenhang mit einem Gebäude oder Grundstück entstehen. Schadenersatzansprüche bei selbst bewohntem Wohneigentum sind meist bereits in der nicht-obligatorischen Privathaftpflichtversicherung abgedeckt. Anders sieht die Situation bei Stockwerkeigentümergemeinschaften aus. Diese können sich mit einer freiwilligen Gebäudehaftpflicht-Versicherung vor den Kosten schützen, die solche Schäden verursachen können.

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