Neue Trends: Jedem sein eigenes Bad

Das Bad von heute widerspiegelt die Persönlichkeit seines Eigentümers: Individualisierung heisst das Motto der Stunde. Das Resultat ist ein schier unerschöpfliches Angebot mit vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten.

Der flächenbündige Einbau der Alape Becken und Waschtische erlaubt neue gestalterische Möglichkeiten.
Der flächenbündige Einbau der Alape Becken und Waschtische erlaubt neue gestalterische Möglichkeiten.
Diese platzsparende Lösung von Kartell by Laufen mit einem Waschtisch aus SaphirKeramik ist ideal für Gästebäder. Foto: Keramik Laufen
Diese platzsparende Lösung von Kartell by Laufen mit einem Waschtisch aus SaphirKeramik ist ideal für Gästebäder. Foto: Keramik Laufen

(mei) Der Look nach Mass hält Einzug im Bad. Es trägt immer stärker die Handschrift seines Besitzers und wird so mehr und mehr zur personalisierbaren Wellnessoase. Eine breite Farbpalette, Armaturen auf Sonderanfertigung, Fliesen in unterschiedlichsten Looks und Grössen sind die Folge.

Auch bei Becken hat man die Qual der Wahl: Erhältlich sind Unterbau-, Einbau-, Aufsatz- und Schalenbecken sowie Halbeinbaubecken, während bei den Waschtischen wandhängende und bodenstehende Varianten zur Auswahl stehen.

Ein Beispiel für die Einrichtungslösung Alterna home mit Produkten aus verschiedenen Kollektionen. © Sanitas Troesch
Ein Beispiel für die Einrichtungslösung Alterna home mit Produkten aus verschiedenen Kollektionen. © Sanitas Troesch
Axor Universal Accessories von Axor ist modular, multifunktional und universell einsetzbar.
Axor Universal Accessories von Axor ist modular, multifunktional und universell einsetzbar.

Freie Kombinationen

Den Trend erkannt hat etwa Sanitas Troesch. Mit Alterna day by day hat der Badprofi ein vielfältiges Einrichtungsprogramm mit zahlreichen Produkten zusammengestellt, die frei kombiniert werden können. Wer etwas mehr Führung wünscht, findet sie in der Selektion Alterna home, bei der die attraktivsten Angebote aus dem Programm zu einer Vorauswahl zusammengefasst wurden.

Auch bei Hansgrohe wird Kombinieren gross geschrieben: Die Linie Axor bietet mit Axor Universal Accessories ein kollektionsübergreifendes Zubehör-System an, das verschiedene Relings, Ablageelemente und Halterungen umfasst. Entwickelt wurde es gemeinsam mit dem Architekten und Designer Antonio Citterio.

Das Wandkonzept Dégradé von Villeroy & Boch Fliesen zeichnet sich durch fein abgestufte Farbverläufe in Ozeantönen aus. ©Villeroy & Boch Fliesen
Das Wandkonzept Dégradé von Villeroy & Boch Fliesen zeichnet sich durch fein abgestufte Farbverläufe in Ozeantönen aus. ©Villeroy & Boch Fliesen

Hereinspaziert!

Der längst zum Einrichtungsklassiker arrivierte puristische Stil findet seine Fortsetzung in bodenebenen, stufenlosen Duschen, insbesondere in den türlosen Walk-in-Duschen, die den Raum grösser scheinen lassen. Ein weiterer Vorteil des barrierefreien Bads: Weil keine Stolperfallen mehr da sind, ist es gerade für ältere Menschen geeignet, die trotz Einschränkungen weiterhin daheim leben möchten. Mit modernen Bädern gelingt dies nicht nur zunehmend besser, sondern auch schöner: Das altersgerechte Bad lässt sich in optischer Sicht scheinbar nebenbei realisieren – auch wenn es eine klare Planung erfordert.

Die Wandfliesenserie Aimée von Villeroy & Boch Fliesen weist Grossformate aus Steingut in Creme, Rot und Schwarz auf. ©Villeroy & Boch Fliesen
Die Wandfliesenserie Aimée von Villeroy & Boch Fliesen weist Grossformate aus Steingut in Creme, Rot und Schwarz auf. ©Villeroy & Boch Fliesen
Die neue Badkollektion Val, die der Designer Konstantin Grcic für Keramik Laufen entworfen hat, zeigt die Anwendung von SaphirKeramik mit architektonischen Linien und extrem schmalen Kanten. Foto: Keramik Laufen
Die neue Badkollektion Val, die der Designer Konstantin Grcic für Keramik Laufen entworfen hat, zeigt die Anwendung von SaphirKeramik mit architektonischen Linien und extrem schmalen Kanten. Foto: Keramik Laufen

Klare Linien, starke Farben

Der Hang zu Gradlinigkeit zeigt sich weiter in seitlich versteckten Abläufen sowie im flächenbündigen Einbau von Waschbecken, wie ihn etwa Alape pflegt – nichts soll das Auge stören. Bei den Farben hingegen ist alles erlaubt, was gefällt. Die neue Vielfalt umfasst von monochromen über bunte bis knallige Lösungen so gut wie alles, was man sich wünschen könnte. Besonders im Trend liegen Fliesen in Beige, Grau und Schwarz, wie sie beispielsweise bei Villeroy & Boch zu finden sind. Letztere verleihen jedem Bad eine aussergewöhnliche Dramatik.

Dass es oft tatsächlich ein bisschen mehr sein darf, beweisen Oberflächen in Gold-Optik. Last but not least sorgen innovative Materialien wie SaphirKeramik von Keramik Laufen für Aufsehen: Sie lässt sich mit Kantenradien  von nur gerade einem Millimeter verarbeiten und ist dabei gleichzeitig aussergewöhnlich hart und fest.

Comfort Shower von Dornbracht bietet eine Wassererfahrung im Sitzen. Foto: Thomas Popinger, Copyright: Dornbracht
Comfort Shower von Dornbracht bietet eine Wassererfahrung im Sitzen. Foto: Thomas Popinger, Copyright: Dornbracht

Massage inbegriffen

Das Bad soll nicht nur ästhetisch überzeugen, sondern auch als Wellnessoase dienen. Dazu gehört eine ansprechende Beleuchtung, die sich je nach Situation anpassen lässt. Dies erfordert mehr als die übliche Lichtquelle im Spiegelschrank – nötig sind mehrere, dimmbare Leuchten. In vernetzten Gebäuden lassen sich auf diese Weise sogar vorprogrammierte Stimmungen per Knopfdruck abrufen – etwa sanftes Licht zum Baden oder eine «Arbeitsbeleuchtung», wie sie zum Schminken erforderlich ist.

Auch die Dusche passt sich heutzutage individuellen Wünschen an. Bei der Comfort Shower von Dornbracht, bei der man sitzt, kann man zwischen den drei Szenarien De-Stressing, Balancing und Energizing auswählen. Dabei massiert einem beispielsweise ein Wasserfall samt Wasserstrahl Nacken, Schultern und Rücken. Wer danach Anregung benötigt, gönnt sich mit einem Giessrohr einige Kneippgüsse: So wird der private Spa Wirklichkeit.

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