Saunieren mit Aufgüssen

Saunieren stärkt die Abwehrkräfte und trägt zur Entspannung bei. Mit einem Saunaaufguss kann der wohltuende Effekt noch verstärkt werden.

Saunieren stärkt die Abwehrkräfte und trägt zur Entspannung bei. Mit einem Saunaaufguss kann der wohltuende Effekt noch verstärkt werden.
Saunieren stärkt die Abwehrkräfte und trägt zur Entspannung bei. Mit einem Saunaaufguss kann der wohltuende Effekt noch verstärkt werden.

(mei) Ein Saunaaufguss ist nichts für Schwache: Bei einer Luftfeuchtigkeit von 15% und einer Temperatur von 95 °C schwitzt es sich in einer finnischen Sauna auch ohne Aufguss ganz von selbst. Noch heisser wird es während einer Aufguss-Zeremonie, wie sie etwa in der Berner Saunalandschaft des Bernaqua mehrmals täglich stattfindet. Erst macht sich ein angenehmer Duft breit, der von einer Essenz kommt, die dem Aufgusswasser beigemischt wird, dann tritt der Saunameister so richtig in Aktion: Von Gast zu Gast gehend, wedelt er ihm die heisse Luft mit einem Badetuch energisch zu. Eine unglaubliche, doch wohlriechende Hitze flimmert einem entgegen. Eine Hitze, die fast nicht auszuhalten und doch sehr angenehm ist. Übrigens: Beim Wedeln gibt es verschiedene Techniken. Wie sie gehen, zeigen etwa die Saunaaufguss-Meisterschaften, wie es sie in Deutschland und neu auch in der Schweiz gibt.

Stärkung des Immunsystems

Wer das Glück hat, eine eigene Sauna zu besitzen, kann sich auch daheim regelmässige Saunaaufgüsse gönnen. Bei der Auswahl der Essenzen, die dem Aufgusswasser beigemischt werden, sollte der Fokus auf der Produktqualität liegen, damit sich nicht auf einmal Juckreiz bemerkbar macht. Empfehlenswert sind Aufgussmischungen von zertifizierten Biokosmetiklabels wie Farfalla oder Produkte, die das Qualitätszeichen des Deutschen Sauna-Bunds erhalten haben. Letztere enthalten auch klare Dosiervorschriften.

Die bei Aufgüssen freigesetzten Duftaromen haben eine wohltuende Wirkung und fördern das Wohlgefühl eines Saunagangs. Saunieren wirkt sich ohnehin gesundheitsfördernd aus, sagt Sharon Zwahlen von Bernaqua: «In der Sauna wird die Durchblutung angeregt und gleichzeitig der Wechsel zwischen unterschiedlichen Temperaturen trainiert. Wenn wir also mal wieder vom überheizten Wohnzimmer raus in den kalten Winternebel gehen, bleibt die böse Überraschung in Form einer Erkältung eher aus. Regelmässiger Saunabesuch unterstützt nachweislich auch den Effekt von Diäten und verbessert die Kondition.»

Tipps fürs Saunieren

  • Wer in die Sauna geht, sollte gesund sein: Wer an Bluthochdruck, Epilepsie, Herzproblemen, Lungen- oder Hautkrankheiten leidet oder gerade eine Erkältung oder Grippe durchmacht oder eine Entzündung aufweist, für den ist ein Saunabesuch nicht empfohlen.

  • Wie oft man in die Sauna geht, ist einem selbst überlassen. Auch gegen einen täglichen Besuch ist nichts einzuwenden. Wer aber zweimal oder öfter in der Woche sauniert, sollte sich laut Bernaqua nicht mehr als zwei bis drei Gänge zumuten.

  • Auf den Körper achten, nicht auf die Minutenanzeige: Wenn man das Gefühl hat, es reiche, sollte man die Sauna verlassen.

  • Zwischen und nach den Saunagängen nur kalt duschen, viel trinken und ruhen.

Zusätzliche Informationen

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