Feng Shui im Esszimmer

Liebhaber der Gaumenfreuden und guten Gespräche aufgepasst! Mit Feng Shui schaffen Sie ein Esszimmer, das zum Geniessen und Verweilen einlädt.

Das Esszimmer ist heute oftmals kein separater Raum mehr, sondern in das Wohnzimmer oder die Küche integriert.
Das Esszimmer ist heute oftmals kein separater Raum mehr, sondern in das Wohnzimmer oder die Küche integriert.

(mm) Es ist weitaus mehr als nur der Raum, in dem die Mahlzeiten eingenommen werden. Das Esszimmer ist die Schnittstelle des sozialen Lebens – dort, wo sich die Familie trifft, wo Gäste bewirtet werden, wo man gemütlich beieinander sitzt und die Ereignisse des Tages Revue passieren lässt. Ein wesentlicher Teil des täglichen Lebens spielt sich hier ab. Eine behagliche Atmosphäre ist daher auch das A und O im Esszimmer. Oder um die Jahrtausende alte asiatische Tradition des Feng Shui zu zitieren: Wohlbefinden stellt sich dann ein, wenn die Energie – das so genannte Chi – harmonisch fliesst. Wie Sie dies erreichen? Unser Feng-Shui-Ratgeber «bringt es auf den Tisch»:

Teil des Wohnzimmers oder der Küche

Das Esszimmer ist heute oftmals kein separater Raum mehr, sondern in das Wohnzimmer oder die Küche integriert. In diesem Fall empfiehlt die selbständige Feng-Shui-Beraterin Barbara Rüttimann, den Essplatz durch räumliche Positionierung, Einrichtungsgegenstände sowie Pflanzen oder Dekors vom restlichen Bereich optisch zu trennen.

Die Lage und Form des Esszimmers

  • Der Essbereich sollte möglichst nahe der Grundrissmitte liegen, idealerweise zwischen Wohnbereich und Küche. Ein geschützter Platz fern von Fernseher oder anderen «Störquellen» ist ebenso von Vorteil, da er einen entspannten Genuss der Mahlzeiten und ein harmonisches Miteinander unterstützt.
  • In puncto Form ist Regelmässigkeit gefragt. Alle vorspringenden oder eigentümlich geformten Ecken können jedoch mit Pflanzen oder dekorativen Möbeln wie hohen Schränken oder Truhen optimal verdeckt werden.

Im Essbereich ist es wichtig, ein Ambiente von Motivation und Freude zu schaffen und Farben einzusetzen, welche die Verdauung und den Familienzusammenhalt fördern.
Im Essbereich ist es wichtig, ein Ambiente von Motivation und Freude zu schaffen und Farben einzusetzen, welche die Verdauung und den Familienzusammenhalt fördern.

Die Anordnung im Esszimmer

Der Wohlfühlfaktor im Essbereich steht und fällt mit der Positionierung des Esstisches. Eher ungünstig erweist sich eine Platzierung, die den Blick auf die Haupteingangstür oder das WC offen legt sowie eine Sitzposition in der Linie zwischen Fenster und Tür. Ein Paravent zwischen Esstisch und Tür bietet sich hier als probates Mittel an, die negativen Wirkungen zu mildern.

Die Gestaltungsmittel im Esszimmer

Muster und Farben: Barbara Rüttimann favorisiert unaufdringliche Muster und helle Farben wie Weiss und Gelb, aber auch Grün, Rosa sowie sämtliche Erdtöne. «Im Essbereich ist es wichtig, ein Ambiente von Motivation und Freude zu schaffen und Farben einzusetzen, welche die Verdauung und den Familienzusammenhalt fördern.»

Materialien und Formen: Ein solider Tisch aus Holz oder Marmor ist eine ausgezeichnete Wahl. Glas hingegen lenkt ab und strahlt Unruhe aus. Oder möchten Sie, dass Ihre Familienmitglieder und Gäste sich unbewusst «auf dem Sprung» fühlen, wenn sie ständig auf Beine und Füsse blicken? Hinsichtlich Formen eignen sich runde, ovale, rechteckige oder quadratische Tische, wogegen asymmetrische oder unvollständige Formen weniger angebracht sind.

Tipps für die Gestaltung des Esszimmers

  • Weder zu verspielt noch zu nüchtern – so lautet die Devise bei der Einrichtung des Essbereichs.
  • Der Esstisch sollte möglichst einen festen Stand und keine Rillen oder Fugen aufweisen. Eine Trennung – wie z. B. bei ausziehbaren Tischen üblich – ist nicht nur hinderlich bei der Anordnung der Speisen, sondern führt auch zu einer sichtbaren Barriere zwischen den Personen und somit im übertragenen Sinne zu einer Störung der Harmonie.
  • Entscheiden Sie sich für bequeme Stühle mit ausreichend hoher Rückenlehne und nicht zu üppiger Polsterung.
  • Vermeiden Sie alles, was den Genuss des Essens und die Kommunikation erschwert. Etwaige Störfaktoren sind zu niedrig hängende Lampen oder zu viele Gegenstände wie Kerzen oder Vasen in der Mitte des Tisches.
  • Der stilvoll gedeckte Tisch im lichten Raum macht jede Mahlzeit zu einem positiven Erlebnis. Kunstlicht sollte dezent bleiben, aber hell genug sein, dass augenscheinlich wird, was man zu sich nimmt. Kerzen sind darüber hinaus eine gelungene Option, um ein entspanntes Ambiente zu verbreiten.
  • Unordnung sowie Zeitungen auf Tisch und Stühlen oder zu lebhafte Bilder an den Wänden sorgen für Unruhe und sind fehl am Platze.
  • Frische Blumen verleihen jedem Esszimmer etwas Besonderes und setzen farbige Akzente. Denken Sie jedoch daran, dass Farben Stimmungen beeinflussen können. Rot und Orange wirken beispielsweise warm und regen Gespräche an. Ebenso geeignet als Farbtupfer sind Tafelgeschirr, Kerzen, Servietten oder eine Tischdecke.
  • Stachliche Pflanzen sollten hingegen im Essbereich möglichst tabu sein. Gleiches gilt für Uhren, denn sonst isst man automatisch viel zu schnell.
  • Eine Schale mit frischen Früchten und Nüssen auf dem Esstisch lädt dazu ein, gesunde Zwischenmahlzeiten einzulegen, statt «sündigen» Süssigkeiten zu verfallen.
Barbara Rüttimann
Barbara Rüttimann

Die Expertin zum Schluss

«Essen wird im Feng Shui gemeinhin als Zeichen von Wohlstand angesehen. Entsprechend gilt es als äusserst glückbringend, wenn ein grosser Spiegel im Essbereich die Speisen auf dem Tisch symbolisch verdoppelt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen entspannte und schöne Momente am Esstisch und viel Vergnügen bei der Umgestaltung Ihres Esszimmers», so Barbara Rüttimann.

Buchtipps

Barbara Rüttimann empfiehlt zum Einstieg in das Thema und zur praktischen Anwendung folgende Publikationen:

  • Thomas Fröhling/Katrin Martin: «Wohnen mit Feng Shui. Mehr Harmonie, Gesundheit und Erfolg durch gezieltes Einrichten und Gestalten. Das Praxisbuch für Einsteiger»; Goldmann Wilhelm Verlag
  • Günther Sator: «Feng Shui – Leben und Wohnen in Harmonie. GU Ratgeber Gesund-heit»; Graefe und Unzer Verlag
  • Lillian Too: «Feng Shui Total»; Goldmann Wilhelm Verlag

Zusätzliche Informationen

ImagePoint (Marlies Vetter, Christian Bullinger), zvg Artikel drucken