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Degus: Tipps zur artgerechten Haltung

Putzig, gesellig und ganz schön quirlig. So sind die exotischen Nager aus Chile. Und anspruchsvoll dazu – zumindest, was Unterbringung und Nahrung angeht.

Degu
Degu

(mei) Es wird mit Wonne gebuddelt, genüsslich im Sand gebadet, mit Artgenossen getobt und restlos alles angeknabbert, was nicht niet- und nagelfest ist. So oder ähnlich gestaltet sich der ganz normale Alltag in einem Degu-Gehege. Langweilig wird es daher nie, wenn Sie sich für die lebhaften Nager als Heimtiere entscheiden. Immer vorausgesetzt, Ihre tierischen Mitbewohner fühlen sich wohl und werden artgerecht gehalten.

Degus sind nur in Gruppen glücklich

In der Natur machen sie die chilenischen Anden unsicher und leben in grossen Kolonien von nicht selten mehreren hundert Tieren. Vor diesem Hintergrund versteht es sich von selbst, dass Degus auf keinen Fall allein gehalten werden dürfen. Laut Schweizer Tierschutz STS sollten Degus in Gruppen von mindestens zwei bis fünf Individuen zusammen leben. Geeignet sind folgende Kombinationen: ein kastriertes Männchen mit mehreren Weibchen oder reine Weibchen- bzw. reine Männchengruppen. Entscheidet man sich für eine gleichgeschlechtliche Gruppe, sollten alle Mitglieder aus demselben Wurf stammen. Problematisch ist es hingegen, bereits erwachsene Degus aneinander gewöhnen zu wollen. Unter keinen Umständen dürfen fremde Tiere einfach zusammen in einen Käfig gesetzt werden. Oder möchten Sie, dass es zu massiven Beissereien unter den kleinen Kerlchen kommt?

Die artgerechte Unterbringung für Degus

Sie sehen nicht nur aus wie eine Mischung aus Meerschweinchen und Rennmaus, ihre Ansprüche fallen auch entsprechend aus: Degus brauchen eine Behausung, die ihrem enormen Bewegungsdrang Rechnung trägt und zum Graben und Klettern einlädt. Ideal ist ein Gehege mit einer Grundfläche von zwei Quadratmetern und einer Höhe von zwei Metern. Es sollte mehrere Ebenen aufweisen, sodass den Degus zusätzliche Fläche zur Verfügung steht. Als Materialien kommen Glas oder Metall in Frage, sodass das Terrarium gegen die «Knabber-Attacken» der Nager gefeit ist. Der Standort sollte ruhig und hell sein. Morgen- oder Abendsonne sind ideal, wobei das Gehege Schattenplätze aufweisen muss.

Die 6 Must-haves für das Degu-Gehege

  • 50-60 Zentimeter tief eingestreute Kleintierstreu aus Holzspänen, Hanf oder Stroh, die mit Heu, Stroh, Ästen und Kartonobjekten angereichert ist.

  • Versteckmöglichkeiten wie Korkröhren, Hütten, Tunnel, Tontöpfe oder Körbe. Als Faustregel gilt: Mindestens doppelt so viele Unterschlüpfe wie Tiere.

  • Ein Sandbad, das man mit Chinchilla-Sand oder reinem Vogelsand füllt.

  • Frische Pappel-, Birken-, Weide- oder Haseläste als Nagematerial.

  • Äste mit einem Durchmesser von etwa fünf Zentimetern sowie erhöhte Bretter zum Klettern.

  • Die Behälter fürs Sandbad, Futter und Wasser sollten aus Steingut oder Metall gefertigt sein, damit die Degus sie nicht anknabbern können.

Die richtige Nahrung für Degus

Auf den Speiseplan der Tiere gehört neben frischem Trinkwasser stets frisches Heu in guter Qualität. Es sollte auf mehreren Ebenen und in verschiedenen Formen angeboten werden, zum Beispiel in einen Behälter gestopft oder lose da liegend. Hinzu kommt Körnerfutter in kleinen Mengen, das keinerlei Zucker – auch keinen Fruchtzucker in Form von Früchten – aufweist. Mehrmals pro Woche sollte Frischfutter gereicht werden. Dazu eignen sich etwa Gurken, Karotten, Kohlrabi, frische Gräser oder Kräuter.

Degus und Menschen

Wer die possierlichen Nager als Hausgenossen in Betracht zieht, sollte sich im Klaren darüber sein, dass sie keine Streicheltiere sind. Degus können nicht auf den Arm genommen und geknuddelt werden. Mit viel Geduld werden einige von ihnen jedoch mit der Zeit so zahm, dass sie Futter aus der Hand nehmen. Der Reiz der Haltung liegt jedoch eindeutig darin, sich am vielfältigen natürlichen Verhalten dieser ungemein aufgeweckten Tiere zu erfreuen.

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